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Akkordlegende:

 
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el-diabolo



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 462

BeitragVerfasst am: Fr Jan 26, 2007 17:15    Titel:

ich hab da noch eine frage nech und um kein neues thema aufzumachen schreib ich das hier einfach mal rein

Wie erkennt man denn was für ein akkord das ist den man in Noten vor sich liegen hat?

würd mich über ne klare antwort freuen
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Jetzt steh ich hier, ich armer Thor und bin so schlau, als wie zuvor.

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gyuri



Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 302

BeitragVerfasst am: Fr Jan 26, 2007 17:59    Titel:

du mußt die umkehrung finden, in der der akkord nur aus terzen besteht. das macht man, indem man die töne nach oben oder nach unten oktaviert. töne, die doppelt vorkommen, zählt man natürlich nur einmal.

dann ist der tiefste ton der grundton, und du schaust einfach der reihe nach die terzen an.

wenn du vom grundton aus zuerst eine große und dann eine kleine terz hast, ist das ein durdreiklang. wenn zuerst klein und dann groß, dann moll. wenn beide groß, übermäßig, und wenn beide klein, vermindert.

dann die nächste terz, wenn es noch eine gibt. bei dur und moll gilt: wenn die dritte terz klein ist, dann 7, wenn groß, dann major. bei übermäßig wirst du kaum noch eine terz drüber finden, bei vermindert kann es wieder klein (=verminderter septakkord) oder groß (halbvermindert) sein.

das funktioniert leider nur unter dem gesichtspunkt, daß alle töne des akkords vorhanden sind. das ist nicht immer der fall. dann muß man sich das in gedanken ergänzen.

beispiel: die töne sind c# - e - g - a.

man dreht und wendet das ganze, bis man lauter terzen vor sich hat: a - c# - e - g. a-c# ist eine große terz, c#-e eine kleine, also dur. e-g ist wieder eine kleine, also ist das ein A7.

wenn sagen wir das e fehlt, kann man es sich trotzdem ergänzen. anders wird aus den tönen c# - g - a einfach nix gscheites, also ergänzt man sich das e in gedanken, und schon klappts.

das mit 9, 11 und 13 solltest du erst dann lernen wollen, wenn du das bis daher wirklich gut kannst.

blöd ist, wenn in einem akkord der grundton fehlt. kommt auch relativ oft vor. zum beispiel ist ein verminderter dreiklang, zb. c#-e-g sehr oft ein stellvertreter für das oben genannte A7.

zusätzlich zu den tönen gibt auch der kontext wichtige hinweise. wenn man die funktion eines akkords erkennt, dann weiß man meist sofort, worum es sich handeln könnte. das kann man allerdings nicht in zwei sätzen erklären.

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el-diabolo



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 462

BeitragVerfasst am: Fr Jan 26, 2007 18:48    Titel:

hab zwar überhaupt keine ahnung was du grad gesagt hast aber es hört sich lodisch an Embarassed
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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: Fr Jan 26, 2007 23:18    Titel:

Punkwurm hat Folgendes geschrieben:

Warum es jetzt C-maj 7 heißt und nichtt C7 und C7 nich Cb7 heißt weiß
ich nicht. Wäre für mich rein Logisch.

Das hat Historische Gründe. Der Dominant-Septakkord war einfach früher da. Also mußte man sich für den Dur-Akkord mit großer Septime was Neues einfallen lassen. Deswegen wird in der Akkordbezeichnung ein maj7 für "große Septime" verwendet.

Die Zahlen ohne Zusätze (Kreuz, B) geben immer die großen oder reinen Intervalle an, außer bei der Septime, wo man extra maj7 für die große Septime schreiben muß.

Ein zusätzliches # vor einem Intervall erhöht es um einen Halbton.

Ein zusätzliches b vor einem Intervall erniedrigt es um einen Halbton. Ausnahme wieder die 7. Ein b7 im Akkordsymbol gibt es nicht. (Wenn man aber über Intervalle in Tonleitern schreibt, wird für die kleine Septime b7 geschrieben.) Das heißt aber nicht, daß es keine verminderte Septime gibt. Der Akkord, der eine verminderte Septime enthält, ist der verminderte Vierklang.

.....Beispiel: C°7
Hier muß man wissen, daß zum verminderten Dreiklang C° auch eine verminderte Septime hinzugefügt werden muß.

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gyuri



Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 302

BeitragVerfasst am: Sa Jan 27, 2007 3:35    Titel:

el-diabolo hat Folgendes geschrieben:
hab zwar überhaupt keine ahnung was du grad gesagt hast

gut, machen wir es umgekehrt. welche noten hast du denn vor dir? sag die töne, dann versuchen wir gemeinsam, die akkorde rauszufinden.

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el-diabolo



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 462

BeitragVerfasst am: Sa Jan 27, 2007 18:30    Titel:

so um die frage nochmal zu stellen hab ein

H; d;fis;a

mit absicht groß und klein geschrieben

aber bitte diesmal nicht so KOMPLIZIERT!!!! Shocked
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gyuri



Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 302

BeitragVerfasst am: Sa Jan 27, 2007 20:58    Titel:

sollen wir auch die relativitätstheorie einem kindergartenkind erklären können?

also gut, ich geh mal davon aus, daß du weißt, was eine terz ist, aber ich erklärs mal für all jene, die es nicht wissen.

die töne sind eine theoretisch in beide richtungen unendliche reihe aus den stammtönen, also so:

... c d e f g a h c d e f g a h c d e f g ...

wenn man jetzt von einem ton ausgeht, ist die terz der übernächste ton. man kann die stammtöne, wie ihr wahrscheinlich auch wißt, mit # erhöhen und mit b erniedrigen, aber das ändert ja an der reihenfolge nix.

wenn du genau schaust, siehst du, daß H-d-f#-a eh schon in der richtigen reihenfolge ist, das sind alles terzen: vom h zum d, von dort zum f#, dann weiter zum a. wäre das nicht so, sondern zb. das h eine oktav höher, müßte man wie gesagt mit den oktaven rumspielen.

jetzt wissen wir: das h ist der grundton. und jetzt brauchen wir die info, ob die terzen groß oder klein sind. schon mal von halb- und ganztonschritten gehört?

das einzige, was man um die gesamte musiktheorie zu verstehen wissen muß, ist die tatsache, daß zwischen den stammtönen immer ganztonschritte sind, außer zwischen e-f und h-c. das hast du wahrscheinlich eh auch schon gewußt.

eine terz ist dann klein, wenn sie aus einem halb- und einem ganztonschritt (reihenfolge egal) besteht, und dann groß, wenn es zwei ganztonschritte sind. also schauen wir mal:

zwischen h und d haben wir eine kleine terz, weil h-c ja ein halbtonschritt ist. zwischen d und f# eine große, weil durch das erhöhen von f zu f# aus dem halbtonschritt e-f ein ganztonschritt geworden ist. also: vom grundton aus gesehen eine kleine und dann eine große terz, das nennt man moll.

vom f# zum a ist eine kleine terz, weil f#-g nur ein halbtonschritt ist. also ein moll7-akkord, und zwar vom grundton aus hm7.

war das so schwer?

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el-diabolo



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 462

BeitragVerfasst am: Mi Jan 31, 2007 17:32    Titel:

vielen dank

aba nochmal woran erkenne ich dur oder moll?

wenn man den quintenzirkel betrachtet

G-dur und
e-moll haben ja beide ein #

woran erkenne ich was was ist

vllt hätt ich mich klarer audrücken solln Laughing
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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: Mi Jan 31, 2007 20:46    Titel:

Zitat:
aba nochmal woran erkenne ich dur oder moll?

An der Terz eines Akkordes erkennst du, ob er ein Dur- oder ein Moll-Akkord ist. In einem Dur-Akkord ist die Terz groß (4 Halbtöne über den Grundton). In einem Moll-Akkord ist die Terz klein (3 Halbtöne über den Grundton). Das hat jetzt aber nichts mit dem Quintenzirkel zu ton Smile

Der Quintenzirkel zeigt eine logische Anordnung der Tonarten und ihre Vorzeichen. Die Tonarten sind im Quintabstand angeordnet. Du siehst, G-Dur/e-moll hat ein # (Kreuz). Der Ton f wird um einen Halbton erhöht. Das gilt für ein Lied in G-Dur genauso wie in e-moll.

Die Töne von G-Dur sind: g a b c d e f# g
Die Töne von e-moll sind: e f# g a b c d e

Wie du sehen kannst, G-Dur und e-moll verwenden die selben Töne, aber der Grundton unterscheidet sich. Da beide Tonleitern das selbe Tonmaterial verwenden, nennt man sie auch Paralleltonarten. E-moll ist die parallele von G-Dur, und G-Dur die parrallele von e-moll.

Die parallelen Molltonart liegt immer eine kleine Terz (3 Halbtöne) tiefer, als die Durtonart. Oder anders herum, die parallele Durtonart liegt immer eine kleine Terz höher als die Molltonart.

Übrigens, die Stufenakkorde von beiden Tonleitern, stimmen auch überein. Das heißt, ein Lied in e-moll verwendet die selben Akkorde wie ein Lied in G-Dur. Nur die Bedeutung der Akkorde ändert sich. Die Tonika (Grundakkord) ist immer der Dreiklang auf der Stufe I.

Die wichtigsten Akkord stehen immer auf den Stufen I (Tonika), IV (Subdominante) und V (Dominante) und werden aus den tonleitereigenen Tönen gebildet.
Code:
      |      G-Dur         |     e-moll
Stufe |  Akkord (Töne)     | Akkord (Töne)
------+--------------------+-----------------
  I   |    G    (g b d)    |   Em   (e g b) 
  IV  |    C    (c e g)    |   Am   (a e c)
  V   |    D    (d f# a)   |   Bm   (b d f#)


Nun kannst du in deinem Lied aber auch die Akkorde der Paralleltonart verwenden. Das sind dann Nebenakkorde.

Und noch zwei Beispiele:
| G Bm | C D | Em Am | D | G ||

| Em Bm | C D | Am Bm | Em ||

Obwohl beide Beispiele größtenteils die gleichen Akkorde verwenden, klingt das erste nach Dur und das zweite nach moll.


Zuletzt bearbeitet von matbal am Do Feb 01, 2007 16:12, insgesamt 4-mal bearbeitet

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el-diabolo



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 462

BeitragVerfasst am: Mi Jan 31, 2007 22:08    Titel:

vielen dank nu hats Idea gemacht^^
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