Cadfael

Anmeldungsdatum: 02.08.2006 Beiträge: 2080 Wohnort: Doatmunt
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Verfasst am: So Nov 19, 2006 18:10 Titel: ALBA Telecaster Kopie für 59,50 Euro bei ebay |
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ALBA Tele Review
Zu Anfang muss ich betonen, dass ich absoluter Laie und Amateur bin! Daher ist dieser Bericht rein subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf fachliche Richtigkeit oder sonst irgendwas! Ich kann auch nichts über Serienstreuung sagen und in wie weit meine Gitarre repräsentativ ist.
Daher lehne ich jede Verantwortung ab, sofern sie nicht meine eigene Gitarre betrifft. Ich will das nur erwähnen, weil die Ausführlichkeit des Reviews und mein Schreibstil den Eindruck erwecken könnten, ich hätte eine wahnsinnige Ahnung - was so nicht ganz zutrifft!
Vorgeschichte:
Im Oktober 2006 hatte ich mir eine JustIn Telecaster-Kopie für 69 Euro gekauft. So wie die Gitarre bei mir ankam war sie schlichtweg unbespielbar. Der komplette Steg musste erst um fast einen Zentimeter versetzt werden um die Oktavreinheit korrekt einstellen zu können. Die Chromkappe des Pickups hat einen Spalt im Deckel und auch sonst gab es viele kleinere Mängel. Nach der Komplettsanierung ist die Gitarre nun zu gebrauchen; für Anfänger wäre sie jedoch ein Grund mit dem Gitarrespielen aufzuhören. Ich fragte mich, ob es nicht doch eine brauchbare Gitarre für 69 Euro gibt.
Ebay:
Ich hatte noch nie zuvor in meinem Leben etwas bei Ebay bestellt. Aus eingehenden Studien wusste ich, dass viele Artikel in großen renomierten Musikalienhandel-Internetshops sogar billiger zu bekommen sind.
Bei meinen Informationsreisen durch die bunte Ebay-Welt stieß ich immer wieder auf eine Telecaster-Kopie für 59,50 Euro (plus 9,50 Euro Versand). Die gleiche Gitarre wird übrigens bei Conrad für 129 Euro angeboten!
Die Hauptbild der Sofort&Neu Auktionen dieses Anbieters dürfte viele Musiker - die schon länger dabei sind - eher abschrecken, denn aus Werbezwecken halten leicht bekleidete junge Damen die Instrumente in die Kamera. Nicht gerade das, was Musiker als seriös oder interessant bezeichnen würden.
Geht man jedoch auf die Seite des jeweiligen Instruments, so findet man sehr viele und schöne Detailfotos der Instrumente. Meiner Meinung nach sind diese Bilder besser und informativer als die Bilder auf den Websites der großen renommierten Hersteller. Da kommt die Frage auf, ob die gelieferten Instrumente das halten können, was diese tollen Bilder versprechen. Soviel vorab: Es mögen ausgewählte Instrumente auf diesen Bildern sein (so wie es jeder Hersteller und Fotograf machen würde), aber die Bilder lügen nicht - und sie scheinen, wenn überhaupt, nur im Rahmen des fototechnisch notwendigen nachretuschiert zu sein. Jedes Zeitschriftencover lügt mehr als diese Bilder!
Vor 8 Tagen tätigte ich also meine allererste Ebay-Bestellung und gab sinnigerweise meine Arbeitsstelle als Lieferadresse an. Montag überwies ich den Betrag von 69 Euro und am Mittwoch wurde der Erhalt des Geldes bestätigt. Am Freitag um 11 Uhr traf die Gitarre bereits in unserer Firma ein. Die Gitarre war nicht optimal, aber doch gut verpackt und kam unbeschadet an.
Ich nahm die Gitarre kurz mit in die Mittagspause um sie meinen Kollegen zu zeigen. Resultat: Sollte ich dort noch einmal eine Gitarre bestellen, möchten zwei Mitarbeiter ebenfalls eine Gitarre, um sie sich zuhause als Schmuckstück an die Wand zu hängen ...
Zubehör:
Im Karton befanden sich neben der Tele nicht nur ein 3 Meter langes Gitarrenkabel, sondern auch ein kleines Plastiktäschchen mit ZWEI Inbusschlüsseln! Der große 5 mm Inbus dient zum einstellen des Halseinstellstabes, der kleine 1,5 mm Inbus zur Höheneinstellung der Saitenreiter. In der Ebay-Beschreibung war dieser kleine Schlüssel nicht mit aufgeführt – und er fehlt bei vielen Gitarren anderer Anbieter. Also schon mal ein Plus vermerken!
ALBA Telecaster:
Bei der Gitarre handelt es sich um die Kopie einer Fender Telecaster.
Die Gitarre ist mit guten 2,5 kg sehr leicht und neigt ein wenig zur Kopflastigkeit. Die schwarze Lackierung meiner Tele ist gut ausgeführt. Die Form des rechten Cutaways ist im Vergleich zum Original einiges zu dick geraten, stimmt aber in ihrer Grundform.
Der Hals ist seidenmatt lackiert und auf der Rückseite verkündet ein Aufkleber: Made in China. Er hat 22 Bünde, wobei das Griffbrett leicht über den Hals in den Body und das Pickguard hinausragt. Am Sattel ist eine kleine niedrige Lacknase, die aber beim Spielen nicht weiter stört.
Das Ahorngriffbrett ist - wie wohl bei allen Billigkopien nur aufgeleimt. Die Bünde sind relativ schmal und hoch und an den Rändern nicht genügend abgerundet, so dass man sie beim schnellen hin und herwechseln der Bünde am linken Zeigefinger merkt.
Mit der Kopfplatte dürfte ALBA keinen Rechtsstreit um Urheberrechte mit Fender bekommen, denn der Headstock ist wesentlich breiter und ausladender als beim Original. Trotzdem erinnern die Rundungen unzweifelhaft an eine Telecaster. Sie sitzen an ungefähr der richtigen Stelle und gehen immer in die richtige Richtung. Das ALBA Logo fand ich so grotten hässlich, dass ich nach kurzer Zeit zum 1000er Schmirgelpapier gegriffen habe.
Am meisten verwundert haben mich die Mechaniken. Sie kommen zwar nicht an die Qualität teurer Markenmechaniken heran (die alleine schon soviel kosten wie die ganze Gitarre), doch sie sind ölgelagert und laufen recht sauber und rund. Die Saiten lassen sich damit recht genau und ruckelfrei einstellen.
Der Steg hat nur drei statt sechs Saitenreiter - so wie auf den frühen Telecasters üblich. Die linke, rechte und hintere Seite der Stegplatte sind nach oben gezogen, was dieser Art Steg auch seinen Spitznahmen verlieh - Aschenbecher.
Anders als bei der JustIn Tele-Kopie werden bei der ALBA Tele die Saiten durch den Korpus geführt. Sehr schön! Diese Art der Aufhängung soll für ein besseres Sustain der Gitarre sorgen, dadurch erhöht sich allerdings (naturgemäß) auch die Gefahr, dass die Saiten an der Knickstelle vom Korpus zu den Saitenreitern reißen. Wem das zu oft passiert, der kann die Saiten auch hinter den Saitenreiter im Stegblech einhängen.
Auf der Rückseite des Bodys sind sechs Hülsen eingeschlagen, durch die die Saiten eingefädelt werden. Bei meiner Tele fluchten diese Buchsen nicht 100%ig. Als Industriemechaniker weiß ich, dass da wohl die verkehrte Bohrtechnik angewandt wurde. Da wurde wohl zu schnell und ohne Fachwissen gebohrt - was angesichts des Preises aber entschuldbar ist. Mit deutschen Facharbeitern käme man nicht auf einen Preis von 59,50 Euro.
Der Hebel des Dreiwegschalters schlackert seitlich leicht hin. Allerdings scheint dieser Hebel nicht direkt mit den Schaltnasen verbunden zu sein, denn es gibt keinerlei Aussetzer oder Wackler. Am Schalter befindet sich der runde Tele-Knopf und nicht der viereckige (was mir besser gefällt). Die beiden Dome Speed Knopfe (geriffelte verchromte Metallknöpfe) für Volume und Tone schweben nur einen Millimeter über der verchromten Kontrollplatte. Genau so sollte es sein! Die Potis selbst gehen sauber und angenehm.
Erster Anspieltest:
Die Saiten der Gitarre waren wesentlich zu tief gestimmt und wohl noch recht locker um die Mechaniken. Beim Stimmen der Saiten zog ich vorsichtig an den Saiten, um sie fest um die Mechaniken zu ziehen. Anscheinend zu fest, denn dabei riss mir direkt die hohe E-Saite - genau an besagter Knickstelle im Steg. Okay; das kreide ich mir erstmal selbst an.
Als die Saiten gestimmt waren überprüfte ich die Okatavreinheit. Selbstverständlich kann man eine Gitarre mit drei Reitern nicht o optimal einstellen wie eine Gitarre mit sechs Reitern - aber das ist bei einer Original Telecaster mit drei Reitern auch nicht anders. Verblüfft war ich, dass die beiden Reiter der hohen Saiten bereits optimal eingestellt waren. Keinerlei Nacharbeit! Der Reiter für die beiden tiefen Saiten musste allerdings ein ganzes Stück nach hinten.
Das Sustain der Tele-Kopie ist mittellang, der Klang schön ausgewogen. Das zeigt sich auch am Verstärker. Sie besitzt zwar nicht die Mörderbässe einer guten teuren Gitarre, klingt aber auch nicht schlapp oder höhenlastig. Was jedoch auffällt ist, dass die Gitarre zu brummen anfängt, wenn ich ausschließlich die Chromkappe des Halstonabnehmers berühre. Da stimmt was nicht - das muss ich später untersuchen.
Die Saiten schnarren leicht, was man auch aus dem Amp hört. Die relativ dünnen und hohen Bundstäbchen kratzen beim Ziehen der Saiten. Mal sehen, ob sich das im Laufe der Zeit etwas gibt?
Auf jeden Fall wäre die Gitarre so wie sie geliefert wurde spielbar. Einem Anfänger würde die schlechte Oktavreinheit der beiden tiefen Saiten erstmal nicht auffallen – und dank Internet würde er schnell Rat bekommen können, wie er sie einstellen kann. Verzweifeln muss also kein Neuling an diesem Zupfinstrument.
Einblicke:
Wie üblich greife ich nun zu den Kreuzschraubendrehern um mir die Gitarre genauer von innen anzusehen und notfalls das Innenleben zu optimieren. Erstmal lockere ich die Saiten und schraube ich den Hals ab. Anscheinend wurde da noch etwas rumgefräst um den Hals optimal einzupassen. Als ich das Pickguard und die anderen Teile die auf dem Body befestigt sind entferne sehe ich auch hier nachträgliche Frässpuren. Dass es sich beim Korpus um Ahorn handeln soll scheint sich übrigens durch die Holzfarbe zu bestätigen.
Bei der original Fender Telecaster wird das Elektrikfach in mehreren Arbeitsgängen gefräst. Im letzten Schritt wir mit einem Ein-Zoll-Fräser die endgültige Form ausgebaggert. Dadurch ist das Fach 1 Zoll breit, 1,5 Zoll tief und 5,5 Zoll lang (25,4 x 140 x 38 mm). Gerade die Breite ist wichtig, da große hochwertige Potis einen Durchmesser von 25 mm haben. Das Elektrikfach der ALBA wurde irgendwie mit einem 10er oder 12er Fräser ausgebaggert. Es ist auch nur 21 mm breit - wodurch keine großen Potis passen würden. Die verbauten Potis haben 250 k Ohm, der Dreiwegschalter ist - wie nicht anders zu erwarten - eine eher preiswerte Variante, funktioniert aber einwandfrei. Ein Kabel verbindet die Masse mit dem Steg, wodurch die Saiten geerdet sind.
Zwei Dinge fallen auf: Zum einen wurde in der gesamten Tele kein einziges abgeschirmtes Kabel verbaut, zum anderen befindet ich im gesamten Innenraum eine feine dünne Staubschicht.
Die Staubschicht lässt sich leicht entfernen; besonders, da ich alle Komponenten auseinander löte. Ich habe zwar noch zwei große Potis, aber die lassen sich wegen dem zu schmalen Elektrikfach nicht einbauen. Als ich mit dosierter Kraft mit der Hand von unten an den eingebauten Potis drehe bewegen sie sich von selbst. Hätte sein können, dass sie sich im Laufe der Monate von selbst lösen (hätte). Also ziehe ich sie mit einem 10er Maulschlüssel geringfügig nach und setze die Dome Speed Knöpfe wieder auf.
In meiner Kramkiste habe ich noch Reste von Chinch-Kabel. Ideal um daraus abgeschirmte Leitungen herzustellen. Das erste Stück löte ich an die Klinkenbuchse.
Dann wird es heikel, denn ich will auch die Leitungen zu den Pickups ersetzen. Zuerst überprüfe ich aber mal, was mit dem Halspickup los ist. An der Chromkappe befindet sich eine Lötnase an der ein Kabelrest hängt. Anscheinend wollte man das Gehäuse mit Masse verbinden, doch irgendwas ist schief gelaufen. Nachdem ich die Chromkappe abgezogen habe sehe ich, dass der Pickup darunter durchaus ansehnlich ist - und die Spule mit richtigem Gewebeband (und nicht nur Isolierband) ummantelt. Gleiches trifft übrigens auch für den Stegpickup zu.
Jedem Anfänger rate ich dringendst davon ab, direkt am Pickup rumzulöten, da die Spulendrähte hauchdünn sind. Beim ablöten der alten Kabel und anlöten der neuen, abgeschirmten Kabel, gelingt es mir dann auch, dass die Spule keine Verbindung mehr hat. Jetzt heißt es den Fehler zu finden und mit Hilfe eines Zahnstochers den feinen Spulendraht an die richtige Position zu kriegen. Das Chromgehäuse des Halspickups wird natürlich mit Masse verbunden. Nun die gleiche Prozedur beim Stegpickup. Bei solchen Aktionen sollte man auch im Besitz eines Ohmmeters sein um eventuelle Fehler sofort finden zu können!
Was ist noch zu den Pickups zu sagen? Die Originale von Fender haben sechs einzelne Alnico Magneten. Wie nicht anders zu erwarten, haben beide ALBA Pickups einen einzigen Magneten, der sich unter den Spulen befindet. Man sollte nicht vergessen, dass ein einziger Fender Pickup mehr kostet als die gesamte Gitarre. Die Impedanz des Stegpickups beträgt nur 5,7 k Ohm, die des Halspickups nur 6,1 k Ohm.
Nachdem die Pickups auf ihren Trägern montiert sind, schraube ich Pickguard und Steg wieder fest. Jetzt wird im Elektrikfach alles mit den Potis und Dreiwegschaltern verlötet. Den Kondensator tausche ich auch direkt gegen einen etwas schwächeren 33nF Kondensator. Der vorher eingebaute 47nF Kondensator ist allerdings durchaus üblich und keinesfalls schlecht!
Jetzt wird alles wird festgeschraubt.
Sound:
Zur Bespielbarkeit der Gitarre und dem Grundsound hatte ich bereits einiges berichtet. Die Gitarre klingt sowohl trocken als auch verstärkt recht ausgewogen. Mit dem Halspickup klingt sie zwar höhenreich, aber nicht unangenehm schneidend, mit dem Halspickup mittig-bassiger, aber nicht muffig.
Durch die niedrige Impedanz der Tonabnehmer ist sie nicht so laut wie viele andere Gitarren und fängt die Tele erst später an zu zerren. Sie will mehr Gain - oder anders ausgedrückt: Sie will cleaner klingen!
Für richtig rockige Sachen oder gar Metal wäre sie total verkehrt. Man müsste das Gain am Verzerrer oder Verstärker so weit aufdrehen, dass es vermehrt rauscht. Ist das jetzt negativ? Nicht unbedingt, denn ich kann keiner Gitarre vorschreiben wie sie zu klingen hat. Die Gitarre ist ideal für Musik, in der leicht angezerrte Sounds gewünscht werden, wo die Verzerrung nicht niedrig sein und fein dosierbar sein soll. Also z.B. Blues, Country, Raggae, Ska, Oldies, aber auch in einigen Bereichen der Rockmusik wie Indie-Rock.
Ich liebe den Sound von David Lindley und seiner Band El Rayo X. Die Musikrichtung nennt sich Chunk und ist eine Mischung aus Rock, Raggae, Country und franko-amerikanischer Akkordeon-Musik. Die ALBA kann diesen ganz leicht verzerrten Gitarrensound recht gut produzieren. Besser als viele anderen Gitarren, die ich kenne.
Fazit:
Ich habe hier eine Gitarre für 59,50 bzw. 69 Euro (inkl. Versand). Wie soll man diese Gitarre nun bewerten? Welche Maßstäbe soll man anlegen?
Die ALBA ist und bleibt eine Billiggitarre. Optisch ist sie sehr schön geraten. Die Verarbeitung der Gitarre zeigt aber bei genauerem hinsehen einige Mängel (z.B. mittelmäßig abgerichtete und kratzende Bundstäbchen oder die billige Verdrahtung, die die Gitarre empfindlich gegen Störquellen macht). Als Pluspunkte muss man die wirklich brauchbaren Mechaniken und den Steg rechnen.
Das Holz kann - wie nicht anders zu erwarten - auch nicht mit einer Gitarre für 250 Euro oder mehr mithalten. Die Gitarre dürfte sich bei Orts- und damit verbundenem Klimawechsel relativ schnell verstimmen.
Trotzdem ist sie eindeutig (be-)spielbar und kann Zeitgenossen mit niedrigen Ansprüchen oder sehr sehr niedrigem Budget große Freude bereiten.
Hat ein junger Mensch definitiv nicht mehr als 120 Euro für Gitarre plus Amp zur Verfügung und will in eine Musikrichtung in der man nicht viel Verzerrung braucht, würde ich ihm zu dieser Gitarre raten.
Allerdings ist die Qualität einer Squier Fender Bullet Strat für 109 Euro (bis auf die Mechaniken) einiges höher anzusiedeln. Bei der ebenfalls in China produzierten Squier sieht man eindeutig, dass sie unter Aufsicht und den Qualitätsansprüchen eines Markenherstellers hergestellt wurde. Die 50 Euro Preisunterschied sind durchaus hörbar und fühlbar. Die Squier Fender Bullet Strat bleibt für mich bisher die billigste wirklich empfehlenswerte Einsteigergitarre. Doch wer selbst dieses Geld nicht hat, sollte zur ALBA greifen.
Leuten die eine sehr preiswerte Zweit- oder Drittgitarre suchen finden in der ALBA Telecaster vielleicht auch das richtige. Bestimmt reizt es mehrere von uns auch mal eine Gitarre auseinander zu nehmen, rumlöten oder Bünde abschleifen, ohne direkt Schaden an einem teuren Instrument anzurichten. Und wenn dann alles wieder fertig zusammengebaut ist, kann man stolz auf seine Arbeit sein. Die Fähigkeit eine Gitarre komplett selbst zu bauen ist nur wenigen gegeben. Aber aus einer preiswerten E-Gitarre das optimal herauszuholen und Erfahrungen zu sammeln dürfte ein weit verbreiteter Wunsch sein. Diese Gitarre hat nicht das Zeug zu einem erstklassigen Instrument, ist meiner Meinung nach aber auf jeden Fall mehr als Brennholz.
Zu guter letzt bleiben die Leute, die sich statt eines Druckes für 100 Euro lieber eine Telecaster oder Stratocaster an die Wand hängen möchten. Wie gesagt; ich habe direkt Anfragen von Leuten bekommen, die eine Gitarre zu genau diesem Zweck erwerben wollen!
Selbst die 129 Euro die man bei Conrad bezahlt halte ich für gerade noch akzeptabel. Die 69 Euro bei Ebay sind ein richtig guter und fairer Preis.
Gruß
Andreas |
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