| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
flüs
Anmeldungsdatum: 17.08.2008 Beiträge: 7
|
Verfasst am: Mo Aug 18, 2008 17:19 Titel: Auslastung bei ''großen'' Tops wichtig??? |
|
|
hey,
habe den threat im forum vergeblich gesucht...
Stimmt's, dass es wichtig ist sein Topteil auf ein bestimmtes level zu bringen, damit sich der sound vernüftig entfaltet?
Oder wird das problem durch gainregler (den ja viele top besitzen) beseitigt ?
Oder ist es in hohen Preisklasse generell egal?
Ich meine, die wenigsten von uns brauchen ein 1000Watt Top,
aber warum besitzen es dennoch so viele? (nur auf die wattzahl bezogen)
danke für jede Art von Meinungen
Flüs _________________ go signature go |
|
|
| Nach oben |
|
 |
Cadfael

Anmeldungsdatum: 02.08.2006 Beiträge: 2365 Wohnort: Doatmunt
|
Verfasst am: Mo Aug 18, 2008 21:05 Titel: |
|
|
Hallo flüs,
ich hatte diesen Begriff bereits in deinem anderen Thread gelesen; war mir aber nicht sicher ob ich Dich nur falsch verstehe.
Das was Du da gehört zu haben scheinst ist eine Sache, die auf "uralte" Gitarrenverstärker zutrifft. Auf Bassverstärker hat sie immer nur bedingt zugetroffen. 1988 hat mir mein Bassist (damals war ich noch Gitarist) sein 100 Watt Marshall Vollröhren Bass Top verkauft, weil es einfach zu schwach war.
Lies dir mal durch was ich in meinem Beitrag "Ein dutzend Methoden seinen Bassverstärker zu zerstören" geschrieben habe: www.musikertalk.com/bass---ein-dutzend-methoden-seinen-verstaerker-zu-zerstoeren-t11119.html
Generell gilt:
Verstärker mit Röhrenendstufe darf man am Limit fahren. Allerdings altern sie dann schneller und sind teilweise sehr schwer zu beherrschen.
Verstärker mit Transistorendstufe sollte man NIE am Limit fahren.
Das Phänomen was bei Röhrenendstufen am Limit auftritt ist Röhrenkompression. Da viele alte Amps keine Gain plus Mastervolumenreglung hatten, musste man sie voll aufdrehen um Röhrenkompression zu bekommen. Das waren aber eher die Gitarristen, die so etwas wollte. Junge Deutsche - für die teure britische und amerikanische Amps unerreichbar waren - träumten seitdem von Endstufenkompression und -zerre.
Dabei bekamen einige gar nicht mit, dass seit MESA BOOGIE Ende der 70er Jahre seinen Siegeszug antrat Verzerrung in der Vorstufe und nicht mehr mit der Endstufe gemacht wird.
Zudem gibt es sehr gute Effektgeräte (Compressor), die das Phänomen der Endstufenkompression rtklassig nach machen.
Bei Transistorendstufen ist Fahren am Limit sehr gefährlich, weil dadurch Box und evtl. Endstufe mit verstört werden können. Endstufenkompression tritt hier nicht wie bei Röhrenverstärkern auf, sondern ein unschön anzuhörendes Clipping - das den Tod der stärksten Speaker verursacht.
Bei den Automobilen wissen wir mittlerweile, dass viele alte Rezepte auch nur für alte Autos gelten und nicht mehr für neue. Bei Verstärkern haben das viele nicht mitbekommen.
Zur SVT 4 PRO:
Der hat eine Mosfet Transistorendstufe. Fährst Du diesen Amp am Limit und setzt dann noch ein Slap-Solo drauf, kann es sein, dass Du Box und Amp zerstörst!!!
Der Sound wird bei diesem Amp in der Vorstufe produziert. Dort sitzen die (Vorstufen-) Röhren und die klangbildenden Elemente. Die Endstufe sollte hier ausschließlich laut machen - und sie sollte am besten nie ins Schwitzen kommen. Der integrierte Kompressor bewirkt genau den Effekt, den ein Röhrenamp am Limit bringen würde. Die Mosfet Endstufe am Limit bringt schlechten Sound und Todesgefahr für das Bass Stack ...
Ich rate Dir, ebenfalls meine PDF-Datei "Grundwissen Verstärker- und Boxenverkabelung" runter zu laden und aufmerksam zu lesen: http://161589.homepagemodules.de/t26f12-Grundwissen-Verstaerker-und-Boxenverkabelung.html
Fähst Du wie mit einem Formel1 Rennwagen ständig am Limit, brauchst Du alle "zwei Rennen" einen neuen Motor.
Fährst Du mit einem VW Lupo ständig mit 160 km/h über die Autobahn wird er das auch nicht lange mit machen.
Fährst Du mit einem 911er Porsche tändig mit 200 km/h über die Autobahn, wird ihn das kaum stören - und so sollte es auch mit dem Bassamp sein.
Ein Bassamp sollte heutzutage immer "Luft zum atmen" haben. Er muss nicht total unterfordert sein; aber wenn er nur die Hälfte dessen leistet was er kann ist das eine prima Sache.
Eigentlich braucht man heutzutage 1000 Watt nur noch auf riesigen offenen Bühnen - und selbst da hat man in diesen Größenordungen meist erstklassiges Stage Monitoring. Bei einem guten 500 Watt Topteil dürfte man selbst den lautesten Drummer mit Naturschlagzeug kaum noch hören.
Ein STV 4 Pro mit 2x 390 Watt an 8 Ohm reicht völlig für jede Bühne. Bei Clubgigs dürfte die Lautstärkeeinstellung schwer fallen - aber es müsste gehen. Ich habe auch einen Übungsamp mit 180 Watt an 8Ohm zuhause und spiele damit um Mitternacht im Mietshaus.
Gruß
Andreas _________________ gut - bässer - am bassistesten |
|
|
| Nach oben |
|
 |
Groovesau8990

Anmeldungsdatum: 16.05.2007 Beiträge: 283 Wohnort: Bad Aussee
|
Verfasst am: Di Aug 19, 2008 9:59 Titel: |
|
|
Hi,
also ich muss Cadfael absolut Recht geben. Einen Transistoramp am Limit zu fahren, wäre der Tot für denselben.
Zum Thema 1000 Watt Endstufen. Ich finde das eigentlich nen Schwachsinn, sich so ein Riesenteil - Leistungsbezogen - zu kaufen. Ich spiele Selber einen 500 Watt Amp und hatte noch nie Probleme, dass ich mich nicht hören würde. Und seit ich mir eine 810er Box dazzu gekauft habe schon recht nicht. _________________ Feel the GROOVE!!!
visit www.andy-f.at.tf
www.shreamz.at.tf
http://www.cycast.de/profile.php?par=Yj0yMjcw |
|
|
| Nach oben |
|
 |
|