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Bass-Kauderwelsch (Bass-Fachbegriffe erklärt!)

 
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Kulashaker



Anmeldungsdatum: 01.10.2006
Beiträge: 1959

BeitragVerfasst am: So Mai 18, 2008 21:35    Titel: Bass-Kauderwelsch (Bass-Fachbegriffe erklärt!)

ich dachte ich mache mal einen thread auf, in dem pro post ein fachbegriff aus der basswelt (wenn möglich mit eingebauten bildern) erklärt wird. ansonsten bitte keine posts hier rein

so kann man bei begriffsfragen vor allem neuerer user in andern threads auf dieses thema verweisen!
ich hoffe ihr macht alle mit beim erklären von fachbegrifen wie mechanik, ball-end, bridge...
aber nur ein begriff (oder kontext) pro post! dementsprechend sind hier doppelposts erlaubt!
es zählen auch abkürzungen, die erklärt werden!

ergänzungsvorschläge,kritik, diskussion, etc. bitte in diesen diskussionsthread:
http://www.musikertalk.com/bass-kauderwelsch-diskussionsthread-t10689.html
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Zuletzt bearbeitet von Kulashaker am Sa Jun 14, 2008 11:35, insgesamt einmal bearbeitet

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Kulashaker



Anmeldungsdatum: 01.10.2006
Beiträge: 1959

BeitragVerfasst am: Di Mai 20, 2008 0:49    Titel:

Stingtree (=Saitenniederhalter):

ein stingtree findet sich an der kopfplatte der meisten bässe wieder.
er ist per schraube zwischen mechaniken und sattel angebracht. der sinn eines stingtrees ist es, die saiten unter ihm durchführen zu können, damit so ein größerer druck von den saiten auf den sattel ausgeübt wird. ansonsten wäre es durchaus möglich, dass beispielsweise die g-saite durch die hohe entfernung zwischen mechanik und sattelkerbe einfach beim spielen aus dem sattel rutschen könnte. eine solche entfernung wird aber eigtl nur bei g- und d-saite erreicht, weshalb der stingtree meist so positioniert ist, dass er nur diese beiden saiten betrifft. teilwiese ist auch die a-saite noch miteinbezogen.
bässe die keinen stingtree benötigen, haben stattdessen eine abgewinkelte kopfplatte (sie neigt sich sizusagen vom griffbrett weg)...hierbei verlaufen dann die saiten flacher über die kopfplatte und erzeugen einen größeren druck auf die kopfplatte, und zwar ohne, dass ein stingtree nötig ist.
stingtrees können unterschiedlich aussehen, es gibt sie auch mit rollen um die saitenunterführung für die saite selbst schonender zu gestalten, beim bass ist der stingtrees jedoch meist aus metall und sieht in etwa so aus



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Cadfael



Anmeldungsdatum: 02.08.2006
Beiträge: 2279
Wohnort: Doatmunt

BeitragVerfasst am: Di Mai 20, 2008 1:54    Titel:

J-Bass, P-Pass, T-Bass, JB, Jazz Bass, Preci, Precision Bass , Telecaster Bass, PJ

1951 fertigte Leo Fender den ersten E-Bass in Serie.
Dieser Bass hatte Bundstäbchen wie Gitarren und unterschied sich so von Kontrabässen. Weil man mit Hilfe der Bundstäbchen die Töne einfach und präzise greifen konnte, erhielt dieser Bass den Namen "Precision Bass". Der erste Precision Bass hatte einen einspuligen Tonabnehmer (= Single Coil).
Die Kopfplatte des Precision Basses ähnelte bis 1957 der Form einer Fender Telecaster Gitarre. Ab 1957 ähnelte die Kopfplatte einer Stratocaster Gitarre. 1957 erhielt der ganz leicht geänderte Korpus einen zweigeteilten Tonabnehmer (=Split Coil).
Spricht man heutzutage vom Precision Bass, ist meistens ein Modell gemeint, das aussieht wie die Modelle ab 1957 - also mit Stratocaster ähnlicher Kopfplatte und Split Coil Tonabnehmer. Die Kurzbezeichnung des Precision Basses ist "P-Bass" oder auch "Preci".
Hat ein Bass einen Split Coil Tonabnehmer in der Form eines Precision Basses, spricht man von einem Bass mit P-Pickup.

1962 brachte Leo Fender den "Jazz Bass" auf den Markt.
Der Jazz Bass hatte eine andere Korpusform. Die Kopfplatte war gleich mit der des Precision von 1957. Der Hals war aber wesentlich schlanker und dünner. Zudem hatte der Jazz Bass zwei einspulige Tonabnehmer (= Single Coil Pickups). Ein Pickup befindet sich in der Mitte, einer am Steg. Die ersten Jazz Bässe hatten Tandem-Potis (zwei Regler übereinander), so dass man für jeden Pickup Volumen und Ton regeln konnte. Sehr schnell bekamen die Jazz Bässe aber drei normale Regler hintereinander (2 Volumen, 1 Ton).
Lange Jahre gab es den Jazz Bass nur mit Griffbrett aus Palisander. Anfang der 1970er Jahre kamen aber auch Modelle mit Ahorngriffbrett auf den Markt.
Die Kurzbezeichnung des Jazz Bass ist "J-Bass" oder auch "JB".
Hat ein Bass die Tonabnehmer in der Form eines Jazz Basses, spricht man von einem Bass mit J-Pickup oder J-Pickups.

1967 brachte Fender eine leicht veränderte Neuauflage des ersten Basses von 1951 auf den Markt. Wegen der Kopfplatte - und um Verwechslungen auszuschließen - nannte man diesen Bass "Telecaster Bass". Die ersten Telecaster Bässe hatten einen SingleCoil Pickup wie die ersten Precision Bässe. Später bekam der Telecaster Bass einen Tonabnehmer, der das Brummen unterdrückt (=Humbucker). Diese Humbucker hatten eine verchromte Kappe.
Die Kurzbezeichnung des Telcaster Bass ist "T-Bass" oder auch "Tele Bass".
Tonabnehmer in der Form eines Telecaster Basses werden kaum in anderen Bässen benutzt.

Hat man einen Bass mit der Kopfform einer Telecaster Gitarre, dem Body eines Telecaster Basses, in der Mitte den Tonabnehmer eines Precision 1957 Basses und am Steg den Tonabnehmer eines Jazz Basses spricht man z.B. von einem "T-Bass mit PJ-Pickups".
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Kulashaker



Anmeldungsdatum: 01.10.2006
Beiträge: 1959

BeitragVerfasst am: So Jun 01, 2008 18:44    Titel:

Decal:
unter decal versteht man den aufdruck auf bässen, der meistens auf der vorderseite der kopfplatte zu finden ist. decals geben aufschluss über die marke und meistens auch über die seriennummer des basses.
vereinzelt, sowie vor allem bei headless-bässen, kann der decal auch auf dem korpus des basses angebracht sein.
meistens ist der decal eine folie, die locker auf die unlackierte kopfplatte geklebt wird und dann bei der lackierung des halses und der kopfplatte "einlackiert wird".
decals kann man auch nachträglich kaufen oder selber drucken. transparenzfolie ist hierbei empfehlenswert!



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