Anmeldungsdatum: 15.03.2007 Beiträge: 1054 Wohnort: München
Verfasst am: Sa Apr 18, 2009 19:04 Titel: Ein "richtiges" Betriebssystem ...
Aloha zusammen!
Wir alle haben uns ja an "richtige" Betriebssysteme gewöhnt. Gewöhnen müssen, weil es nix anderes mehr gibt.
Kleine Retrospektive: Ich habe diese Woche auf meinem Uralt-Rechner (im Kern 7 Jahre alt, vor 5 Jahren das letzte HW-Upgrade - jetzt ist es ein Celeron 1200 aus der P3-Serie, 512 MB Ram, 20 GB HD und eine passiv gekühlte ATI 7500 schlagmichtot GraKa). Da hab ich Windows ME drauf installiert, quasi die sechste Reinkarnation von Windows 95, diesem "ca. 24 Bit Betriebssystem" (je zur Hälfte aus 16- und 32-bittigem Code bestehend - im Mittel also 24).
Da der Rechner nicht am Netz hängt, brauche ich dort keinen Virenscanner und auch keine Security-Updates. Also Win ME installiert, Grafiktreiber installiert, meine beiden alten Lieblingsspiele installiert (Age Of Empires mit Erweiterung und Command & Conquer 2, das Gold Pack mit den beiden Erweiterungen).
Was soll ich sagen: Vom Anschalten bis zum arbeitsfähigen (eigentlich: spielfähigen) Desktop in 30 Sekunden. Herunterfahren in 6 Sekunden. Mein "richtiger" Rechner dagegen, mit ca. der 6-fachen Rechenpower, dem 8-fachen RAM und der 15-fachen Plattenkapazität und einem "richtigen" Betriebssystem (mit 32 Bit und einer Unzahl an Diensten und Treibern und natürlich einer VirenScanner-Security-Rundum-sorglos-Suite) braucht ein mehrfaches an Zeit beim Start.
Manchmal frag ich mich: Wozu zum Teufel brauch' ich ein "richtiges" Betriebssystem, wenn es doch nur meine Hardware über Gebühr belastet?
Weil wir in einer Wirtschaftsform namens Kapitalismus leben, der wiederum davon lebt, immer mehr verkaufen zu müssen. Es gibt kein: "nun reicht es aber mal, wir haben ja alles"...
Ich selber bin auch völlig zufrieden mit XP und 32 bit... Das Ding läuft seit Jahren ohne Probleme, alles so wie ich es will. Und ich bin echt ein "Junkie" was das angeht, stand vor noch verschlossenen Läden um damals das neue Win 95 zu ergattern usw.
Aber bei Vista sah ich das erste Mal keinerlei Grund loszurennen. Denn was sollte sich verbessern? Welche meiner Software sollte nun besser laufen oder anders? Genauso sahen es wohl auch Millionen anderer wie man sieht, Vista ist der grösste Flop in der Geschichte von MS.
Da müsste mich schon jemand konkret überzeugen um auf ein neues OS zu wechseln. Wenn es z.B. eine neuartige grandiose Software gibt, die ein neues, modernes OS zwingend voraussetzt z.B.
Aber Cubase bleibt zur Zeit Cubase als Beispiel. Ob dahinter Vista oder XP läuft sehe ich beim arbeiten nicht und merke auch nix davon. Ich hätte nur gemerkt, dass ich Probleme gehabt hätte, alle Treiber für meine Geräte zu finden bei Vista.
Und so werde ich wohl noch einige Jahre mit XP weitermachen. Dort kenne ich mich blind aus, kenne so ziemlich jeden Optimierungstrick, meine Kisten rennen wie der Teufel dadurch. Bis ich all das bei einem neuen OS erstmal wieder beherrsche wird viel Zeit vergehen.
Abgesehen davon haben einige meiner Plug-Ins schon jetzt Probleme mit dem aktuellen SP3 und lassen sich gar nicht mehr installieren. Wie soll es da erst bei Vista laufen? Teilweise habe ich die Registrierungsunterlagen nicht mehr weil Onlinekäufe, ich müsste die Plugs völlig neu kaufen.
Fazit: Nicht auf jeden neuen Zug muss man aufspringen!
Anmeldungsdatum: 03.03.2007 Beiträge: 334 Wohnort: bei München
Verfasst am: Fr Mai 01, 2009 16:20 Titel:
Jaja, das waren einfach andere Zeiten, als es noch "nur" Win 95 gab...
Wobei ich jetzt auch nicht klagen kann, mit meinem Quadcore
Läuft natürlich auch mit Xp, weil ich es nicht für notwendig hielt, Vista zu kaufen, wo doch die merkbarste Änderung das Design, dafür aber auch viel längere Ladezeiten waren. Ich habe mein Xp VistaMized, jetzt habe ich das neue Design und die alte Geschwindigkeit, was will man mehr?
Aber abgesehen davon kommt ja jetzt eh bald Windows 7, ich bin ja schonmal gespannt wie das dann alles werden wird. _________________ when you're reading explanations
You have to read between the lines!(Mike and the Mechanics)
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Vista frisst die Ressourcen unheimlich. Momentan laufen alle relevanten Programme für Musik und Recording (und auch die meisten andere auch) mit XP ohne Probleme, da abwertkompatibel. Für Programme also die sehr viel Ressourcen brauchen, ist XP empfehlenswert.
Man kann ja auch mehrere parallel installieren, also XP und Vista. Aber installie XP zuerst, und dann Vista.
Verfasst am: Do Jul 23, 2009 12:15 Titel: Re: Ein "richtiges" Betriebssystem ...
mix4munich hat Folgendes geschrieben:
Manchmal frag ich mich: Wozu zum Teufel brauch' ich ein "richtiges" Betriebssystem, wenn es doch nur meine Hardware über Gebühr belastet?
rab2 hat Folgendes geschrieben:
Jaja, das waren einfach andere Zeiten, als es noch "nur" Win 95 gab...
Das meint ihr nicht im Ernst, oder? Ihr wünscht euch doch nicht wirklich diesen 16-Bit-Dreck zurück? Ohne Speicherschutz, jedes Frickelprogramm hatte freien Zugriff auf die Hardware, das war sowas von grausam.
Fragt euch mal, wieso die "Allgemeine Schutzverletzung" so selten geworden ist. Und wann habt ihr auf XP das letzte Mal einen Bluescreen gesehen?
Anmeldungsdatum: 08.07.2003 Beiträge: 601 Wohnort: Nähe Linz
Verfasst am: Fr Jul 24, 2009 21:26 Titel:
Es kommt immer auf die Anwendung an; bei extrem leistungsfressenden Anwendungen kann es sinnvoll sein, dass aktuellste OS und die aktuellste Version der Software zu nutzen, um die Fähigkeiten der modernsten Hardware auch optimal zu nutzen. Andersrum kann man für Standardanwendungen (z.b. Textverarbeitung) aber evtl. mit einem Rechner, der aktuell ist in Verbindung mit der vorletzten Version von Word eine sehr hohe Performance erreichen, ohne Einbußen bzgl. Arbeitsqualität. Mit dem Word von vor 8 Jahren komme ich auch heute noch perfekt klar, das muss nicht immer ganz aktuell sein - als Beispiel.
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Das meint ihr nicht im Ernst, oder? Ihr wünscht euch doch nicht wirklich diesen 16-Bit-Dreck zurück? Ohne Speicherschutz, jedes Frickelprogramm hatte freien Zugriff auf die Hardware, das war sowas von grausam.
Fragt euch mal, wieso die "Allgemeine Schutzverletzung" so selten geworden ist. Und wann habt ihr auf XP das letzte Mal einen Bluescreen gesehen?
Naja, es handelt sich um einen Spielerechner, der nicht am Netz ist. Es läuft also mehr oder weniger immer nur eine Applikation zur Zeit. Und die soll halt vollen Zugriff auf alle Ressourcen haben. Bislang noch kein Crash, wünscht mir Glück, damit das so bleibt.
Auf meinem neuen Laptop läuft, ich gestehe es, Vista. War halt dabei, und ich hatte keine Lust, manuell XP zu installieren. Der Start dauert ewig. Aber okay, dafür boote ich nur noch einmal die Woche oder nach Updates, dazwischen wird er immer nur in den Standby-Mode geschickt. Dann ist er nach dem Aufklappen des Displays auch in fünf bis zehn Sekunden ready for login. Und auf dieser Maschine laufen relativ problemlos ein Dutzend Apps parallel (plus diverse Hintergrundprozesse und Dienste). Leider laufen auf dieser Büchse meine alten Lieblingsspiele nicht.
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