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Frage zu Sekunderdominanten

 
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Mordan



Anmeldungsdatum: 29.09.2007
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: Do Mai 22, 2008 9:30    Titel: Frage zu Sekunderdominanten

Hallo zusammen,


Hab da mal ne frange:

Ueber eine Sekunderdominante die sich auf einen Moll Akkord auflöst, spiele ich Hm5 mit den Tensions tb9 und Tb13

Wenn sich die Sekundärdominante auf einen Dur Akkord auflöst siele ich Mixolydisch oder MM5 mit den Tesions T9 und Tb13

das sollte doch so stimmen oder?

Also zur Praxis,

Bin in c Dur:


V7/II

II ist dm7
V7/II ist A7

also Spiele ich Hm5 mit Grundton A? Oder mit Grundton D?



Andere beispiel:

V7/IV

IV ist F maj7

V7/IV ist C7

Ueber C7 spiele ich jetzt Hm5 mit Grundton C? oder G Hm5?


Kann mir jemand erklären was ich zu welchem Zeitpunkt über die Sekundärdominanten spielen muss und welche Grundtöne die skala haben muss.

Vielen dank hoffe Ihr kommt bei meinen gekribbel draus^^

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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: Do Mai 22, 2008 14:16    Titel:

Mordan hat Folgendes geschrieben:
Kann mir jemand erklären was ich zu welchem Zeitpunkt über die Sekundärdominanten spielen muss und welche Grundtöne die skala haben muss.

In der Akkord-Skalen-Theorie geht man von der Einheit von Akkord und Skala aus. Demzufolge baut Beides auf dem gleichen Grundton auf.

Die Logik hinter der Ableitung der Sekundärdominanten ist ganz simpel. Man nehme die Akkordtöne 1, 3, 5 und 7 der Dominante und fülle die Lücken zwischen den Tönen mit Tönen der Tonart.

Bei den sich in Durstufen auflösenden Dominanten entsteht so immer mixolydisch.

Bei sich in Mollstufen auflösenden Dominanten entsteht so HM5 oder MM5. In der Regel kann man in HM5 immer noch zusätzlich die #9 mit nehmen. Zum einen schließt dieser Ton die Lücke im Stufenverlauf von harmonisch Moll, zum anderen ist er immer auch ein tonarteigener Ton. Geht man noch einen Schritt weiter und erhöht auch die 11 zur #11, so ergibt sich Alteriert als weitere typische Skala.

Interessant ist, daß HM5/alteriert auch bei den sich in Durstufen auflösende Dominanten funktioniert. Insbesondere bei II-V-I-Verbindungen ergeben sich so schöne chromatische Linien zwischen den einzelnen Akkordtönen der verschiednen Akkorde.

Ich habe übrigens noch nirgends gelesen, daß die Skala MM5 typisch für Dominanten mit Durauflösung wäre. Für mich ist es die stimmigste Skala für V7/II. In C-Dur ist die V7/II = A7 mit der Skala a - b - c# - d - e - f - g.

Gruß

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Mordan



Anmeldungsdatum: 29.09.2007
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: Do Mai 22, 2008 14:35    Titel:

Okay also kann ich über eine v7/II a mixolydisch spielen wenn ich mich in c-dur befinde?


V7/IV spiele ich entwender A HM5 oder D MM5

ist das richtig so?

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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: Do Mai 22, 2008 17:23    Titel:

Genau anders herum.

V7/II ist die Dominante einer Moll-Stufe => HM5 oder MM5
V7/IV ist die Dominante einer Dur-Stufe => mixolydisch

Ableitung in C-Dur:

V7/II = Dominante von Dm => A7
Der Akkord besteht aus den Tönen a c# e g. Diese Töne müssen auch in der Skala vorkommen:
a MM5 = a b c# d e f g
Bis auf das für A7 notwendige c# stimmen alle Töne mit C-Dur überein.

a HM5 = a bb (c) c# d e f g
Hier weicht noch zusätzlich zum c# das bb von C-Dur ab.
(Das c ist optional, es gehört nicht wirklich zu HM, wird aber trotzdem häufig verwendet)

Diese beiden Skalen sind Umkehrungen bzw. Verschiebungen d melodisch Moll bzw. d harmonisch Moll.

V7/IV = Dominante von F => C7

Der Akkord besteht aus c e g bb.
c mixolydisch = c d e f g a bb
Bis auf das für C7 notwendige bb stimmen alle Töne mit C-Dur überein.


Gruß

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