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cirq
Anmeldungsdatum: 19.02.2008 Beiträge: 3
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Verfasst am: Di Feb 19, 2008 12:11 Titel: ganz schwierig ??! |
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Hallo ersteinmal !
Ich habe folgendes problem:
ich kenne die kirchentonarten und finde in den gängigen harmonielehren immer die erklärung mit den tönen in der jeweiligen tonart.
ionisch: c d e f g a h c 1 1 1/2 1 1 1 1/2
dorisch: d e f g a h c d 1 1/2 1 1 1 1/2 1
prhyg: e f g a h c d e 1/2 1 1 1 1/2 1 1
etc .....
wie heißt das sachgebiet oder thema wenn nun die spezifischen tonschritte
einbehalten werden aber der grundton bleibt stehen?
also
ionisch: c d e f g a h c
dorisch: c d eb f g a b c
phryg: c db eb f g ab b c
etc ...
darf mann so überhauptarbeiten - wo gehört das hin ?
und zusatzfrage wat`n der unterschied zwischen tonart und ton geschlecht? |
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matbal
Anmeldungsdatum: 26.01.2007 Beiträge: 80
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Verfasst am: Di Feb 19, 2008 16:50 Titel: |
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Deine letzte Frage ist einfach:
Geschlecht beschreibt, wie die Töne organisiert sind. Dur ist ein Geschlecht. Für die Tonart brauchst du noch zusätzlich den Grundton, z.B. C-Dur.
Das gleiche gilt auch für die Kirchentonarten. Dorisch ist genaugenommen keine Kirchentonart, da der Grundton nicht festgelegt ist, sondern auch ein Geschlecht. Man verwendet aber in der Praxis eher die Begriffe Kirchentonleiter - oder allgemeiner - Modus.
Das was du oben beschrieben hast, ist eine einfache Ableitung der Kirchentonleitern. Wenn du vom gleichen Tonmaterial ausgehst, ändert sich immer der Grundton. Du erkennst, wie eng die Tonleitern zusammenhängen.
Wenn du den Grundton beibehältst, ändert sich das Tonmaterial, so wird der Klangunterschied deutlicher. Du hörst welche Töne sich unterscheiden.
Im traditionellen Jazz z.B. wird jedem Akkord entsprechend seiner Funktion eine Tonleiter (Skala) zugeordnet. Besonders interessant wird das Ganze aber erst bei den Akkorden, die zwar nicht aus der Tonart stammen, aber in funktioneller Beziehung zur Tonart stehen. Das Ziel ist hier, das passende Improvisationsmaterial zu finden. Hier sind die Kirchentonleitern hauptsächlich eine Hilfe für den Musiker.
Soll der Zuhörer den speziellen Klang eines Modus wahrnehmen, muß auch die Akkordfolge darauf abgestimmt sein:
Cm Eb F Cm => hier klingt c-dorisch stimmig.
Ob und wie du die Kirchentonleitern benutzt, bleibt letztendlich dir überlassen. Was hast du denn mit den Kirchentonleitern vor?
Gruß
Zuletzt bearbeitet von matbal am Fr Feb 22, 2008 2:09, insgesamt einmal bearbeitet |
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gtr

Anmeldungsdatum: 08.03.2007 Beiträge: 891
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Verfasst am: Do Feb 21, 2008 15:26 Titel: Re: ganz schwierig ??! |
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Hallo,
| cirq hat Folgendes geschrieben: | wie heißt das sachgebiet oder thema wenn nun die spezifischen tonschritte einbehalten werden aber der grundton bleibt stehen?
ionisch: c d e f g a h c
dorisch: c d eb f g a b c
phryg: c db eb f g ab b c
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Wie du richtig erkannt hast, wird der Klang (und der Aufbau) der modes von der Positionierung der Halbtonschritte gesteuert. Wenn du dem Aufbau folgst, aber den Grundton belaesst, dann hast du halt alle modes basierend auf einer Tonart/einem Grundton. Das ist alles.
| Zitat: |
darf mann so überhauptarbeiten - wo gehört das hin ?
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Es ist durchaus legitim, das zu tun, und gehoert in den Bereich der westl. Harmonie- und Intervallehre.
Wichtig beim Umgang mit modes ist das, was matbal schon geschrieben hat: der mode klingt nur als solcher in einem ebenfalls modalen Umfeld (oder ueber einen statischen Ton). Nimm z.B. das allseits beliebte Emin, alle Kirchentonleitern, die du da drueberlegst, klingen (natuerlich!) irgendwie nach Emin. Du musst das tonale Zentrum aendern, damit der individuelle Klang zum Vorschein kommt. |
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gyuri
Anmeldungsdatum: 14.09.2006 Beiträge: 301
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Verfasst am: Do Feb 21, 2008 23:51 Titel: Re: ganz schwierig ??! |
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ich weiß, es ist unheimlich uncool, die im deutschen üblichen termini zu verwenden, wenn es auch englische gibt, aber einerseits kommt es recht peinlich rüber, und zweitens verwirrt es jemanden, der diese ausdrücke zum ersten mal sieht, wenn irgendwo "der mode" steht. wird das jetzt nun englisch oder deutsch ausgesprochen?
die dinger heißen im deutschen modus (kommt aus dem lateinischen, und man kann sich gleich was drunter vorstellen, weil man das wort bereits von anderen kontexten kennt), plural modi.
wir könnten ja auch gleich anfangen, statt der umständlichen "tonart" einfach "key" zu schreiben, oder?
| gtr hat Folgendes geschrieben: | | Nimm z.B. das allseits beliebte Emin, alle Kirchentonleitern, die du da drueberlegst, klingen (natuerlich!) irgendwie nach Emin. Du musst das tonale Zentrum aendern, damit der individuelle Klang zum Vorschein kommt. |
ich weiß, sowas ähnliches hatten wir schon mal, aber ich weiß bis heute nicht, was du genau meinst...
welches tonale zentrum soll man wie wohin ändern? kannst du da bitte ein konkretes beispiel nennen? |
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matbal
Anmeldungsdatum: 26.01.2007 Beiträge: 80
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Verfasst am: Fr Feb 22, 2008 2:26 Titel: Re: ganz schwierig ??! |
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| gyuri hat Folgendes geschrieben: | | ich weiß, es ist unheimlich uncool, die im deutschen üblichen termini zu verwenden, wenn es auch englische gibt, aber einerseits kommt es recht peinlich rüber, und zweitens verwirrt es jemanden, der diese ausdrücke zum ersten mal sieht, wenn irgendwo "der mode" steht. | Du hast recht. Ich versuche mich zu bessern
| gyuri hat Folgendes geschrieben: | | gtr hat Folgendes geschrieben: | | Nimm z.B. das allseits beliebte Emin, alle Kirchentonleitern, die du da drueberlegst, klingen (natuerlich!) irgendwie nach Emin. Du musst das tonale Zentrum aendern, damit der individuelle Klang zum Vorschein kommt. |
ich weiß, sowas ähnliches hatten wir schon mal, aber ich weiß bis heute nicht, was du genau meinst... | Die Behauptung kann ich auch nicht nachvollziehen. Gtr scheint irgend etwas anderes zu meinen, als er schreibt.
Das tonale Zentrum ist doch e, wenn ich Em spiele. Und ich kann ohne Probleme den dorischen oder phrygischen Modus über Em zu spielen. Jeder wird das auch hören.
Gruß |
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