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harmonielehren klappe die 100ste

 
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Sickone



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: So Jan 28, 2007 14:38    Titel:

ok ich hab mir meine frage selbst beantwortet !!
die neue frage die sich jetzt stellt is .. warum isses denn dann nich
D - e - F - g - A ??

also warum isses auf einmal Fis .. ??

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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: So Jan 28, 2007 15:23    Titel:

@Sickone

Welches Instrument spielst du überhaupt, damit wir uns darauf einstellen können.

Zu deiner Frage. Eine Dur-Tonleiter hat einen ganz bestimmten Bauplan: Die Anordnung der Halbton- und Ganztonschritte.
Vergleich C-Dur:
C - D - E ^ F - G - A - B ^ C
(Halbtonschritte mit ^ gekennzeichnet. Ganztonschritte mit Strich. Überall wo ein Strich ist, ist auf einem Tasteninstrument noch eine Taste dazwischen)

Bildet man mit diesen Tönen auf D eine Tonleiter sieht das so aus.
D - E ^ F - G - A - B ^ C - D

Hier stimmt der Bauplan nicht mit der Dur-Tonleiter überein. Die Halbtonschritte sind an der falschen Stelle. Das F muß erhöht werden, damit man einen Ganztonschritt erhält. Ebenso auch das C.
Auf einem Tasteninstrument ist das der Ton auf der schwarzen Taste rechts neben dem F bzw C.
D - E - F# ^ G - A - B - C# ^ D

Jetzt habe wir eine Dur-Tonleiter auf D. Der Bauplan entspricht genau dem der C-Dur-Tonleiter.

Das ganze kanst du auf deinem Instument klanglich überprüfen.

Gruß

Edit: Ich habe hier anstatt des deutsch H das englische B verwendet, wie es in den Modernen (Jazz-)Harmonielehren üblich ist. Wird auch in den meisten LeadSheets so verwendet. Für das deutsch B wird dann Bb geschrieben.


Zuletzt bearbeitet von matbal am So Jan 28, 2007 15:37, insgesamt einmal bearbeitet

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Rollo



Anmeldungsdatum: 10.11.2005
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: So Jan 28, 2007 15:32    Titel:

Du hast den Zusammenhang zum Keyboard richtig erkannt, sickone

Die weissen sind jene Tasten (=Töne) die zur C-Dur-Tonleiter gehören. Wenn du nur Lieder in dieser Tonart spielen willst, brauchst du die anderen (dunkelgrauen) nicht.

Oder anders´rum:
Unsere alte C-Dur-Tonleiter benötigt nicht alle Töne die es gibt.

Aber es gibt mehr...

c - cis - d - dis - e - f - fis - g - gis - a - b - h - c´

Das sind alle (!) von c bis c´.

Die Abstände zwischen all diesen einzelnen Tönen nennt man Halbtonschritt (also 12 Halbtonschritte für eine ganze Oktave - zähl´ ruhig nach)


...kurze Pause - ich hol mir ein Bierchen...

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Rollo



Anmeldungsdatum: 10.11.2005
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: So Jan 28, 2007 17:37    Titel:

da war einer rascher Embarassed (bravo matbal)

Die "Bauplan"-Erklärung ist gut!

Aus allen zur Verfügung stehenden Tönen wählen wir uns nur jene, die dem Bauplan entsprechen:

c - cis - d - dis - e - f - fis - g - gis - a - b - h -

...komische Bauplan, nicht wahr (kaum zu erkennen).
Er folgt einer gewissen Abfolge von Ganztonschritten G und Halbtonschritten H:

G - G - H - G - G - G - H

Das ist der Bauplan für alle Dur-Tonleitern ! (Egal welcher Grundton.)


Probieren wir es für die D-Dur-Tonleiter:

1.) alle Töne die es gibt:
d - dis - e - f - fis - g - gis - a - b - h - c - cis - d´

2.) jetzt der Bauplan:
G - G - H - G - G - G - H

3.) ergibt:
d - dis - e - f - fis - g - gis - a - b - h - c - cis -

voila, die D-Dur-Tonleiter - und siehe da: fis und cis werden verwendet.
Und unser D-Dur-Dreiklang (1-3-5) benötigt: d - fis - a

Geschafft!

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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: So Jan 28, 2007 18:41    Titel:

Hallo gyuri

gyuri hat Folgendes geschrieben:
machen wir es doch einfach...

wozu alles nochmal erklären, wenn man es schon zusammengeschrieben hat? ich hab in meinem blog unter anderem auch die grundlagen der musiktheorie aus meiner sicht zusammengefaßt. wenn du was nicht verstehst, kannst du ja fragen.

von den tönen
von den intervallen
von konsonanzen und dissonanzen
von den tonleitern und dem quintenzirkel
von den modi und der molltonleiter
von den akkorden, fürs erste dreistimmig
von hauptstufen, nebenstufen und kadenzen
von septakkorden und anderen mehrklängen
von den umkehrungen


Ich habe mir deine Links durchgelesen und muß sagen, sehr guter Schreibstil. Obwohl einige Texte ziemlich lang sind, liest es sich leicht und macht Spaß. Deine Erklärungen sind nachvollziehbar. Du leitest einige Sachen viel anschaulicher her, als mein ehemaliger Musiklehrer (besonders die Diagrame gefallen mir Smile ), manche Sachen auch ganz anders (harmonisch moll).

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Sickone



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: So Jan 28, 2007 21:02    Titel:

2.) jetzt der Bauplan:
G - G - H - G - G - G - H



ich raff den übergang nich ganz .. mit den halbton schritten is mir jetz klr geworden .. !!
aber de3r bauplan und was du mir damit sagen willst is doch noch ganz weit weg von meinem verständniss .. ^^!!

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gyuri



Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 310

BeitragVerfasst am: So Jan 28, 2007 21:10    Titel:

matbal hat Folgendes geschrieben:
Ich habe mir deine Links durchgelesen und muß sagen, sehr guter Schreibstil. Obwohl einige Texte ziemlich lang sind, liest es sich leicht und macht Spaß. Deine Erklärungen sind nachvollziehbar.

danke! so solls sein (also spaß machen und trotzdem nachvollziehbar sein). da ich auch musiklehrer bin, mach ich mir natürlich gedanken, wie man diese dinge am besten vermittelt. vielleicht schreib ich ja irgendwann sogar mal ein buch zum thema Wink

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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: So Jan 28, 2007 23:09    Titel:

Sickone hat Folgendes geschrieben:
2.) jetzt der Bauplan:
G - G - H - G - G - G - H



ich raff den übergang nich ganz .. mit den halbton schritten is mir jetz klr geworden .. !!
aber de3r bauplan und was du mir damit sagen willst is doch noch ganz weit weg von meinem verständniss .. ^^!!


G - G - H - G - G - G - H

Genau diese Anordnung der Ganz- und Halbtonschritte ist gemeint mit "Bauplan für die Dur-Tonleiter". Das ist die Konstruktionsanleitung für die Dur-Tonleiter von einem beliebigen Ton aus. G steht für Ganztonschritt, H für Halbtonschritt. Alle Tonschritte vom Grundton bis zur Oktave aneinandergereiht, ergibt dieses Schema.

Neben Dur gibt es noch viele andere Tonleitern, die wieder anders aufgebaut sind.

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Sickone



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Mo Jan 29, 2007 18:30    Titel:

ok das hab ich ^^ !!
nur wie setz ich das dann alles ein ?
ich weiss das ein C akkord C E G is und ein D akkord D fis A ist !!
und wie geht es dann weiter ???
gibt es ne möglichkeit das mann sich die selber ableiten kann ??
wenn mann sihc zB nich ganz sicher ist welche töne einen akkord für F ergeben ???

danke für die riesen hilfe !!

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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: Mo Jan 29, 2007 21:41    Titel:

Dieses Schema (Bauplan) für die Dur-Tonleiter hat immer die gleiche Struktur, zu erkennen in den Abständen der Zahlen. Jeder Ganztonschritt ist mit einen Unterstrich bzw. Punkt gekennzeichnet. Zwischen 3 und 4 sowie 7 und 8 sind in Dur immer Halbtonschritte.
Hier erst noch einmal C-Dur und der C-Dur Dreiklang. Die C-Dur Tonleiter besteht nur aus den Stammtöne. Es muß kein Ton verändert werden.
Code:
Stammtöne:          C _ D _ E F _ G _ A _ B C _ D _ E F _ G _ A _ B C
                    |   |   | |   |   |   | | 
                    |   |   | |   |   |   | | 
                    |   |   | |   |   |   | |         
C-Dur-Tonleiter:    1 . 2 . 3 4 . 5 . 6 . 7 8
C-Dur-Dreiklang:    1       3     5

Dieses Schema ist beliebig verschiebbar. D-Dur-Tonleiter und D-Dur Dreiklang hatten wir schon hergeleitet. Wir verschieben unser Schema (die Zahlen) so, daß die 1 mit dem D zusammenfällt. Zwei Töne müssen erhöht werden:
Code:
Stammtöne:          C _ D _ E F _ G _ A _ B C _ D _ E F _ G _ A _ B C
                        |   |  \  |   |   |  \  |
                        |   |   F#|   |   |   C#|
                        |   |   | |   |   |   | |   
D-Dur-Tonleiter:        1 . 2 . 3 4 . 5 . 6 . 7 8
D-Dur-Dreiklang:        1       3     5


Jetzt noch zu deinem F-Dur Dreiklang und die F-Dur Tonleiter dazu. Hier müssen wir einen Ton einen Halbtonschritt erniedrigen:

Code:
Stammtöne:          C _ D _ E F _ G _ A _ B C _ D _ E F _ G _ A _ B C
                              |   |   |  /  |   |   | |
                              |   |   | Bb  |   |   | |
                              |   |   | |   |   |   | |
F-Dur-Tonleiter:              1 . 2 . 3 4 . 5 . 6 . 7 8
F-Dur-Dreiklang:              1       3     5


Und jetzt das Ganze noch mal in Eb-Dur, Eb liegt zwischen D und E:

Code:
Stammtöne:          C _ D _ E F _ G _ A _ B C _ D _ E F _ G _ A _ B C
                           /  |   |  /   /  |   |  /
                          Eb  |   | Ab  Bb  |   | Eb
                          |   |   | |   |   |   | |
Eb-Dur-Tonleiter:         1 . 2 . 3 4 . 5 . 6 . 7 8
Eb-Dur-Dreiklang:         1       3     5


Ich hoffe, daß das jetzt nicht noch verwirrender war. Du solltest nur erkennen, daß die Töne für eine Durtonleiter, hier als Zahlen 1 bis 8, immer den gleichen Abstand zu einander haben. Entsprechend müssen einige der Stammtöne verändert werden. Das ganze kannst du jetzt in allen anderen Tonarten durchspielen Smile

(Vielleicht sollten wir uns erst noch mal mit den Intervallen befassen. Den Dreiklang dann als zweiten Schritt sehen)

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Sickone



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Di Jan 30, 2007 20:58    Titel:

ok .. ich kann dir folgen .. so ein wenig ^^ --- wofür steht das b ? also wie bei Bb oder Fb ? was sind das für tasten beim klavier ??


du meintest ja das ich die zahlen einfach immer nur eine stelle verschieben muss .. aber wie bekomm ich dann raus was fis usw ist ?


und was sind intervallen ??

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matbal



Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: Di Jan 30, 2007 22:10    Titel:

Zitat:
aber wie bekomm ich dann raus was fis usw ist ?

Fis und F# ist das gleiche, Ges und Gb ist auch das gleiche. Das sind nur zwei verschiedene Schreibweisen für das selbe. In Songbooks werden heute meistens die Akkorde mit # und b versehen.


Das b und das # (Kreuz) sind Versetzungszeichen. Jeder Ton kann mit einem # um einen Halbtonschritt erhöht und mit einem b einen Halbtonschritt erniedrigt werden.

In der Notenschrift schreibt man diese Versetzungszeichen vor der Note. Als Text werden sie üblicherweise nach dem Notennamen geschrieben. (man hängt im Deutschen manchmal auch die Silben -is und -es an)

In meinen Übersichten habe ich überall, wo auf dem Klavier eine schwarze Taste ist, kein Notenname eingetragen. Der Notenname ergibt sich nämlich erst, wenn ich den Stammton links davon erhöhe oder den rechts davon erniedrige.
Bsp. die schwarze Taste zwischen C und D. Auf dem Klavier ist das die Ton C# oder Db. (cis, des) Je nach dem, ob ich das C erhöhe oder das D erniedrige.

Die Notwendigkeit, die Töne erhöhen oder erniedrigen zu müssen, entsteht aus den unterschiedlich großen Stufen der Tonleiter und der Stammtöne.

Hier habe ich eine Liste mit allen üblichen Tonarten und ein Programm zum Anzeigen dieser Liste erstellt. Mit den Pfeiltasten Rechts und Links kannst du die Tonleiter verschieben. Die notwendigen Veränderungen der Stammtöne (erhöhen oder erniedrigen) werden durch die Schrägstriche angezeigt. Diese Noten müssen, entsprechend ihrer Verschiebung, mit einem # oder b versehen weden.
Du kannst ja mal damit herumspielen: http://matbal.ma.funpic.de/tonleiter.zip

Gruß

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