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Lickster
Anmeldungsdatum: 23.12.2006 Beiträge: 172 Wohnort: Aachen
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Verfasst am: Di März 11, 2008 12:30 Titel: Harmonisierung |
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Hi Leute!
Ich habe vor Kurzem in meiner Sammlung von Guitar-Zeitschriften gewühlt und da etwas Interessantes gefunden ... Harmonisierung.
Man schnappt sich also zum Beispiel eine einfache Melodielinie und spielt eine Zweite parallel daneben, damit sich das etwas fetter anhört. Im Grunde hat das jeder schonmal gemacht Meine Frage ist Folgende:
Da steht, dass man, wenn man in Quarten oder Quinten harmonisiert, man die Melodie stumpf 5 bzw 7 Halbtöne höher spielt. Erfahrungsgemäß hört sich das auch gut an, führt aber auch dazu, dass man Töne spielt, die eigentlich nicht zur Tonleiter gehören (wenn man zB in C-Dur ist und ein B spielt, landet die Harmonisierung in Quinten auf F# .. möööööööp)
Wenn man jedoch zB in Terzen harmonisiert, wird in dem Artikel streng betont, dass man diatonisch harmonisieren soll, man also immer die zur Tonleiter gehörende Terz (also mal 4, mal 3 HT) spielt.
In der Tat hört sich ne Harmonisierung die stumpf +3HT nimmt, merkwürdig schlecht an.
Woran liegt dass, dass das bei Quinten und Quarten mit dem Verlassen der Tonleiter klappt, bei Terzen aber nicht? Hängt das irgendwie damit zusammen, dass das die reinen Intervalle sind?
Wenn da jemand Ahnung hat, wäre super  |
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gyuri
Anmeldungsdatum: 14.09.2006 Beiträge: 296
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Verfasst am: Di März 11, 2008 18:21 Titel: |
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in einer diatonischen tonleiter gibt es fast gleich viele große und kleine terzen, aber nur jeweils eine quart bzw. quint, die nicht rein ist. das heißt, bei quarten und quinten muß man nur einen ton vermeiden, sonst passen sie überall, bei der terz hast du hingegen eine chance von gut 50%, daß du die falsche erwischst.
schau dir mal die struktur der stammtöne an. kleine terzen bestehen aus ganzton + halbton, große terzen aus zwei ganztönen.
| Code: |
c d e f g a h c d ...
gt gt ht gt gt gt ht gt
| gr.3 | kl.3 | gr.3 | kl.3 |
| kl.3 | gr.3 | kl.3 | |
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Lickster
Anmeldungsdatum: 23.12.2006 Beiträge: 172 Wohnort: Aachen
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Verfasst am: Mi März 12, 2008 8:02 Titel: |
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| Also liegt es "einfach" nur daran, dass es mich häufiger aus der Tonleiter wirft? |
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gyuri
Anmeldungsdatum: 14.09.2006 Beiträge: 296
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Verfasst am: Mi März 12, 2008 12:20 Titel: |
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jep.
wenn du quarten und quinten spielst, bewegst du dich größtenteils in der tonleiter, mit terzen hauts dich immer wieder raus.
ich kann dir aber verraten, was funktioniert, wenn du die pentatoniken halbwegs beherrschst:
du greifst zu einer melodie immer den übernächsthöheren oder übernächsttieferen ton der selben pentatonik dazu. das ist nicht ganz parallel, weil der abstand sich immer zwischen großer terz und qurt ändert, paßt aber immer in die tonleiter und ist auch recht einfach zu greifen, da man sehr viel mit nur einem finger und ein bißchen was mit zwei fingern direkt nebeneinander greift.
so sieht es zb. in der a-moll-pentatonik auf den beiden höchsten saiten aus: | Code: | -0---3---5---8---10---12-
-1---3---5---8---10---13- |
wo du am selben bund bist, greifst du einen kleinen barrée über die zwei saiten, sonst greifst du halt mit zwei fingern. du wirst sehen, den fingersatz kannst du eh eins zu eins vom einstimmigen spielen übernehmen.
sollte mal in der melodie der eine oder andere ton vorkommen, der nicht in die pentatonik paßt, kannst du trotzdem in den meisten fällen quart oder große terz dazu spielen, jeweils den, der in der pentatonik vorkommen würde. |
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