Speaker "einmessen"

      Speaker "einmessen"

      Hallo Community,

      ich mach mich derzeit an ein kleines Bauprojekt. Meine Zweitbox. Das ist ne alte Box Marke Eigenbau die ich vor mehr als 10 Jahren einem damaligen Bandkollegen für 20 D-Mark (!!!!) abgekauft habe. Einen Speaker hab ich mal ner PA gespendet (und bereue es), so dass noch 3 Speaker drin blieben. Ich hab jetzt einen ausgebaut und werden zwei Körperschallwandler einbauen. Bei einem Speaker fehlen aber komplett ALLE technischen Angaben. Ich habe keinen Dunst was der für eine Leistung bringt und wieviel Widerstand der hat. Hier ein paar Bilder zum Status Quo:

      Die beiden 2 x 12 (der rechts is ein Fane mit angegebenen Werten)


      Hier nochmal der überzählige Einzelne:


      Ich hab die mal der Einfachheit halber "Redbacks" getauft. Den Ursprünglichen Erbauer kann ich nicht mehr fragen, der Kontakt ist komplett abgebrochen.

      Wie kriege ich raus, wieviel Leistung der Speaker hat und mit welchem Widerstand er arbeitet?

      So nebenbei: der andere Speaker hat nen Widerstand von 8 Ohm, und die beiden Körperschallwandler haben ebenfalls einen von jeweils 8 Ohm. Die werden ja Seitenweise seriell geschaltet, also hat die ganze Box am ende 16 Ohm sofern der zweite Speaker ebenfalls bei 8 ist, richtig?

      Und da ich mir schon Vorstellen kann das einige bestimmte User hier sich das mit einem breiten Grinsen anguggen werden: ja, ich kann am ende eine kleine Doku zu dem Bau hier reinstellen, da ich jeden einzelnen Schritt dokumentiere. Den Klingeldraht tausche ich auch noch aus, der geht mal gar nicht!!!!!

      Hat einer ne Idee zu meinem Problem?
      Selbstmord ist kein AUX Weg!!

      Re: Speaker "einmessen"

      Hello Izzy!

      Den Widerstand würd ich mit einem Multimeter rausmessen. Ich weiß jetzt nicht wie du dir die Verschaltung genau vorgestellt hast, aber du hast 4 Boxn/Körperschallwandler mit jeweils 8 Ohm. Wenn du 2 Boxen seriell schaltest haben die zusammen 16 Ohm. Wenn du aber zwei 16 Ohm Widerstände parallel schaltest hast du wieder nur mehr 8 Ohm.
      Aber Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden :)

      Greatz Golli!
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      Re: Speaker "einmessen"

      Ne, hast es nicht falsch verstanden, nur hab ich mehr Ahnung von der Gitarren-, denn von der Verstärker- und Boxentechnik... (jedenfalls noch). Also ich hab die Schaltung wie folgt geplant:

      vom Input aus eine Schaltung die beiden Speaker seriell
      und eine zu den Thumpern ebenfalls seriell

      Also:


      Input---------12er Speaker (8 Ohm)----------12er Speaker (8 Ohm)
      ------\-----------Thumper (8 Ohm)---------------Thumper (8 Ohm)

      Ich hoffe, ich hab mich jetzt nicht zu wirsch ausgedrückt.

      Wie mach ich das mit dem Multimeter? Und kann man sich so ein Teil im Baumarkt leihen?
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      Re: Speaker "einmessen"

      So ein Multimeter bekommst du um billiges Geld zu kaufen (gibt natürlich auch gute die teurer sind aber wenn du's nicht jede woche brauchst ist ein billigeres auch vertretbar). Dann einfach auf Widerstandsmessung stellen und an die zwei Kontakte des Speakers halten.
      Andererseits, nicht falsch verstehen, hört es sich so an als wären deine Elektronik Kenntnisse nicht allzu umfassend. Vielleicht kennst du ja jemanden der sich in dem Bereich auskennt und das mit dir angeht.
      Aber wie du die Verschaltung beschrieben hast (1 input, Boxen in Serie parallel zu den Ksw in Serie) hat das ganze einen Widerstand von 8 Ohm.

      Lg, Golli
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      Re: Speaker "einmessen"

      Richtig, noch habe ich da nicht sooo viel Ahnung von. Mein Wissen über Gitarrentechnik ist auch alles lerning by error und so mach ich es jetzt damit gleichermaßen.

      Ich kann die Boxen seriell und auch parallel seitens des Tops betreiben, dann wäre die Serie: Peavey Head -> Peavey Box -> Eigenbaubox. Ich dachte aber eher daran beide Boxen direkt mit dem Top zu verbinden, also dass die Eigenbau als zusatz dazukommt.

      Mehr oder weniger aus dem Umstand heraus, dass es keine Box fertig zu kaufen gibt, wie ich sie haben will, ist dieses Bauprojekt entstanden. Ich hab nen Industrieelektroniker im Bekanntenkreis und n Hobby Elektrobastler ebenfalls. Die haue ich an wenns soweit ist. Aber ich will das selber können und auch soweit selber machen und schrei erst nach Hilfe wenn ich alleine nicht mehr weiterkomme. Wenn ich mir das immer abnehmen lasse, lern ich es nie und bin auch immer auf die Produkte angewiesen die bereits fertig angeboten werden. Die nächste Gitarre muss ich auch selber bauen, da es dass was ich haben will nicht fertig zu kaufen gibt (12saitige mit Razorback Korpus).... *schulterzuck* Da weiß ich aber was ich machen muss...

      Wäre dieses (oder "dieser"?) Multimeter brauchbar?
      conrad.de/ce/de/product/122999…otionareaSearchDetail=005

      Und wenn wir schon beim Einkaufszettel sind; welchen Querschnitt sollten die Kabel idealerweise haben mit denen ich nachher alles verschalte?

      Danke schonmal
      Selbstmord ist kein AUX Weg!!

      Re: Speaker "einmessen"

      Das ist genau soein multimeter! Wenn du's nicht ständig brauchst ist es ausreichend. Natürlich gibt es genauere und schnellere Geräte, aber zum Widerstand messen tuts das auch. Aber wenn du das hier nimmst

      conrad.de/ce/de/product/124401…C130-DMM/1101010&ref=list

      hast du eins mit akustischer Durchgangsprüfung. Das ist doch oft von Vorteil v.a. beim Fehlersuchen.

      Wegen des Kabelquerschnittes: Ich kenn mich beim Boxen bauen null aus, aber dafür ein wenig in elektronischen sachen. Deswegen denk ich dass du mit einem Kabelquerschnitt von 2,5 mm^2 (wie ein normales Speaker-Kabel) auf jeden Fall auf der sicheren Seite bist. Ob's jetzt klangliche Unterschiede von der Materialseite her gibt, die man ohne Fledermausohren wahrnehmen kann, weiß ich nicht.
      Deine Herangehensweise ist auf jeden Fall richtig. Wenn mans nicht selber macht, lernt mans nie richtig. Aber ich würde dir gerade bei einem solchen Projekt, bei dem ja viel Leistung im Spiel ist, raten, vor der ersten Inbetriebnahme nochmal alles von einem deiner "Elektro-Bekannten" überprüfen zu lassen.

      Viel Spass beim bauen!
      Greatz, Golli!
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      Re: Speaker "einmessen"

      Die Speaker sehen mir nach 70er oder frühe 80er Jahre aus ...
      Eben auch der Fane Speaker ...

      Falls Speaker hinzukommen sollen, würde ich 30 Watt Jensen Speaker oder andere "schwache" Speaker empfehlen. Dann hat die Box mit vie Speakern 120 W - und somit genug für ein 100W Röhren-Topteil. Auf Volllast würde ich das allerdings nicht fahren. Immer auf die Speaker hören ...

      Was Du mit "Thumper" meinst, weiss ich nicht ...

      Normal für eine 412 wären 2x "2x 8 Ohm" in Reihe (=16 Ohm) und diese beiden "2x 8 Ohm seriell" (in Reihe) zueinander parallel - was dann wieder 8 Ohm ergibt.

      Multimeter gibt es für ca. 10 Euro im Baumarkt, bei musikding.de oder Conrad ...
      Messergebnis muss etwas unter 8 Ohm liegen (da Speaker keinen Widerstand, sondern eine "Impedanz" haben!). Messwert wäre also ca. 6,5 bis 7,8 Ohm ...

      Als Grundlage mein Kompendium zum Thema Boxenverkabelung (extra für Einsteiger verständlich geschrieben!): 161589.homepagemodules.de/t50f…nverkabelung-Version.html

      Gruß
      Andreas
      gut - bässer - am bassistesten

      Re: Speaker "einmessen"

      Vielen Dank Golli und Andreas.

      Kurz zu Deiner offenen Frage:
      Es sollen keine Speaker im Herkömmlichen Sinne dazukommen. Es bleibt bei den zwei 12er oben, und unten verbaue ich die Dinger hier:

      conrad.de/ce/de/product/373937…otionareaSearchDetail=005

      Klar teste ich das erstmal und lass n Fachmann drüber schauen. Und bevor ich mein Röhrenmonster da ankabel, häng ich meinen kleinen Crate Powerblock dran. Das is ne Transe und sollte sich da was verabschieden und der Widerstand steigen himmelt es mit wenigstens nicht die Röhren oder schlimmer noch den Ausgangsübertrager.

      Abgesehen davon fahre ich die 4 12er Peavey Box noch paralell dazu, sodass sich beide Boxen die Leistung "teilen", dass muss sein, da die Hauptgitarre auf "G" runter ist (also das "G" unter dem "B" der 7ten Saite) und sich so Schäden an den Spulen vermeiden lassen. Hab ich mit meinem Amp Guru schon durchgesprochen... Was genau passieren wird, konnte er mir aber auch nicht sagen.

      Danke für das Tutorial, ich werde es mir dieses WE genüßlich durcharbeiten
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      Re: Speaker "einmessen"

      Sooo Freunde,

      ich will Euch etwas auf dem Laufenden halten. Nachdem ich mir n Multimesser geholt habe, hat sich die Vermutung mit den 8 Ohm bestätigt, und ich konnte mich fleißig ans löten machen. So sieht das Ergebnis aus:



      Nach meiner Verdrahtung kommen beide zusammen auf 4 Ohm, und zusammen mit den zwei Thumpern die auch noch dazukommen und parallel dazu ihren Dienst verrichten sollen und damit auch 4 Ohm liefern, kommt die ganze Box dann auf 8 Ohm (oder liege ich da jetzt falsch?).

      Jaaa, ich weiß, das Boxenkabel ist ein wenig lang geraten, aber ich weiß noch nicht ob ich soviel bewegungsspielraum brauche und abschneiden und neulöten is einfacher, als lang schneiden oder n Kabelflickwerk.

      Getestet hab ich sie auch schon, zuerst knarzte es gewalltig, dann gabs zweimal ein lautes "Knack" und danach kam Sound raus. Sehr "britischer" Sound. Zusammen mit der sehr direkten Peavey Box ist das nichtmal wirklich schlecht. Ich halte Euch auf dem laufenden, die Thumper werd ich mir aber wohl erst in ein oder eher zwei Monaten holen, solange bleibt das ganze "brach"...
      Selbstmord ist kein AUX Weg!!

      Re: Speaker "einmessen"

      Da liegst Du falsch ...

      Du müsstest die Paare jeweils in Reihe (seriell) verdrahten.
      "Schaft Klinkenbuchse" an "Minus A" , "Plus A" an "Minus B", "Plus B" an "Klinke Spitze" ...
      Dann hat jedes Paar 16 Ohm.

      Schließt Du die beiden 16 Ohm Paare parallel, kommt am Ende 8 Ohm raus.

      Oder eben, Du schließt jedes der beiden Paare parallel (zu 4 Ohm) an und schaltest dann aber die Paare seriell. Auch das ergibt dann 8 Ohm gesamt.

      Ich würde zuerst die Speaker seriell zu 16 Ohm schalten und dann zusammen parallel auf 8 Ohm.

      Gruß
      Andreas
      gut - bässer - am bassistesten