Braucht man eigendlich wirklich Effekte ???

      Braucht man eigendlich wirklich Effekte ???

      Hallo, mal so in die Runde.

      Im Proberaum spiele ich jetzt schon über 2 Jahre nur mit meinem Boss GT 10 direkt in die PA.
      Habe mir mühsam alle Sounds zusammen gebastelt, die ich so brauche. Das funktioniert auch ganz gut so.
      Das Boss GT 10 ist ja recht vielseitig und bietet da viele Möglichkeiten.

      Nun habe ich gestern mal meine Klampfe direkt über meinen Boogie MK 4 gespielt.
      So'n Boogie hat ja auch was.

      Immerhin 3 Kanäle und auch einige schöne Möglichkeiten der Soundeinstellung.
      Also, Klampfe und direkt rein in den Amp.

      Zum Schluss habe ich mir dann ernsthaft die Frage gestellt: Was will man, was braucht man wirklich ???

      Brauche ich wirklich 1000 tausend verschiedene Sound's um gute Musik zu machen, oder reicht eine gute Klampfe und ein guter Amp ?
      Nach dem Motto: Warum umständilch, wenn es auch einfach geht.

      Würde mich mal Interessieren wie Ihr darüber denkt.
      Gruß Mesa
      Fender American Special Strat Mahogany HSS
      Fender US Strat Plus
      Fender Classic Baja Telecaster
      Fender Standart Telecaster
      Gibson S1
      Luxor Les Paul

      Mesa Boogie MK IV Combo
      Boss GT 10

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      Re: Braucht man eigendlich wirklich Effekte ???

      Da ich dieses Thema auch in anderen Foren gepostet hatte, möchte ich zum Abschluss mal das Beste zusammenfassen.

      Zitate, auch aus anderen Foren:


      Braucht man eigentlich Gewürze?

      Ziel des Instruments spielen ist es, damit etwas musikalisch Interessantes zu schaffen. Das ist die Kunst. Ob keinen oder 122 Effekte, ist unerheblich. Gebraucht wird, was einen zu diesem Schaffen bringt.

      Purismus ist jedenfalls keine Kunst. Im Gegenteil: Zum Prinzip erhoben ist sie eine kategoriale Sackgasse.

      So wenig Effekte wie möglich aber so viel wie nötig!


      Und das Beste zum Schluss
      :

      Alles Geschmacksache sagte der Affe und biss in die Seife...
      Gruß Mesa
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      Re: Braucht man eigendlich wirklich Effekte ???

      Genau so ist es. :wink:

      Ich werde es in Zukunft weiter so handhaben wie ich es in den letzten Jahren auch gemacht habe.
      Da ich mit meinen beiden Band's Cover Musik mache, kann ich natürlich nicht auf Effekte verzichten.
      Das war mir natürlich von Anfang an klar.

      Da ich das GT10 über einen switchable Loop in meinen Boogie einschleife,
      habe ich die möglichkeit mit oder ohne Effekte zu spielen.

      Der Beitrag sollte auch nicht dazu dienen für mich eine Entscheidungshilfe zu sein, sondern eher ein Anstoss für eine Diskussion. 8)
      Gruß Mesa
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      Re: Braucht man eigendlich wirklich Effekte ???

      Mit dem GT10 hast Du natürlich so ziemlich jeden Effekt zur Auswahl ... :D 8)
      Habe selbst ein "uraltes" SE50 von BOSS (vor fast 25 Jahren mit MIDI Steuerung) ...

      Klar drehe ich am Bass für "Stir it up" auch eine andere Tone Einstellung rein als beim "Stray Cat Strut" (Reggae gegen Kontrabass Sound) ...
      Aber bei "Dancing in the Moonlight" von Thin Lizzy müsste eigentlich ein leichter Flanger in den Bass Sound. Ich lasse es einfach, weil es keinem auffällt ...

      Ich bin zur Überzeugung gekommen, dass auch bei der Gitarre mehr der "Spirit" (Geist des Stückes) zählt, als Effekte. Bei "Highway to Hell" muss eben eine total andere Anschlagtechnik (und Geisteshaltung) her, als bei "Hotel California" ...

      Ich spiele ZZ Top auch überzeugend auf einer Telecaster; eben "weil ich ZZ Top in mir habe".

      Nachteil bei Effekten: Es gibt nichts nervigeres als Gitarristen, die bei der Probe stundenlang am Effektgerät rumdrehe. Beim Auftritt ist das eher tabu - und turnt jedes Publikum ab. "Wir können noch nicht weiter rocken. Unser Gitarrist muss erst seine Effekte umstellen." ...
      Und diese Zeit der Umstellung geht auch ab von der Zeit, in der sich der Gitarrist auf das neue Stück einstellen kann ...

      Gruß
      Andreas
      gut - bässer - am bassistesten

      Re: Braucht man eigendlich wirklich Effekte ???

      Bei mir kam das in Phasen - eine zeitlang hatte ich alles an Effekten, was ich mir so leisten konnte (das war als Schüler und Student zum Glück nicht so viel). Dann ging es mir ein paar Jahre um den "reinen" Ton ohne Zusätze. Ich würde sagen, in beiden Phasen meines gitarristischen Lebens habe ich einiges gelernt. Heute ist mir das alles egal, ich will einen guten Ton und das notwendige Minimum an Effekten - das sind ein dezenter Hall (always on), ein Echo und ein Chorus, jeweils als Würze für das eine oder andere Stück. Für manches Funkzeug nutze ich auch einen Kompressor, aber auf den kann ich auch gut verzichten. Ach so, als Gitarrist ist clean oder Overdrive für mich kein Effekt, sondern beides Bestandteil des Ampsounds.

      Als Basser ist es für mich Bass - Kabel - Amp und fertig. Der Rest kommt aus den Fingern.

      Viele Grüße
      Jo
      Mix4Munich
      Johannes Komarek
      mix4munich.de/portal.htm

      Re: Braucht man eigendlich wirklich Effekte ???

      Hallo,

      ich gehöre zu den unsteten Persönlichkeiten.
      Ich bin ständig unzufrieden mit meinem Sound und wechsel ihn im Grunde täglich.
      Ich könnte niemals zufrieden sein mit immer und immer dem gleichem Ampsound.
      Ich höre auch verschiedene Musiken...

      Ausserdem, welcher Amp bringt schon den authentischen Fuzz-Tone?

      Re: Braucht man eigendlich wirklich Effekte ???

      Ich mache so ziemlich beides: also effektreich und pur.

      So ziemlich Pur ist mein regulärer Rhythmussound. Ok, jetzt muss wahrscheinlich ein Pre EQ her, da wir uns mit 2 Gitarren gegenseitig niedershredden, soundtechnisch.

      Mein Leadsound ist recht Effektreich (im Vergleich zum Rhythmussound), mit einem schwebenden Chorus und einem schneidigen Flanger. Hat was n bißken was von Phil Demmel und Dimebag. Ich mags und meine Axt schreit damit so schön! :D
      Selbstmord ist kein AUX Weg!!
      Um hier auch noch was beizutragen...ich denke schon dass man Effekte braucht und sie das Gitarristenleben vielseitiger und das Gitarrenspiel interessanter machen. Du bringst ja einfach viel mehr Abwechslung in dein Gitarrenspiel rein, aber natürlich muss das Grundgerüst passen, der Gitarrist sollte also schon vernünftig spielen können, sonst helfen die ganzen Effekte auch nichts.
      Ich nutze ein GT8 als Effektboard. Ich schleife die Effeke über den FX Loop von meinen Engl Powerball ein. Ebenfalls schalte ich zwei Kanäle von meinen Powerball II mit hilfe des GT8´s. War am anfang sehr viel arbeit und Kabelsalat. Hab aber mittlerweile alle signalwege von GT8 zu meinem Powerball und sogar die Stromversorgung auf ein Multicore mit Hartingstecker gelegt.. funktioniert tadellos und ist inerhalb von einer Minute verkabelt und spielbereit :D
      "So wenig wie möglich, so viel wie nötig" halte ich für sinnvoll - und es kommt immer drauf an, was ich mache: spiele ich in einer Top40-Band, werde ich um ein umfangreicheres Arsenal von Effekten und Sounds nicht herumkommen, spiele ich Gitarre zu Hause für Spaß, dann reicht vielleicht schon eine Prise Hall, um mich glücklich zu machen.

      Bei meinem akustischen Solo-Setup sind ist z.B. ein modulierendes Delay zum festen Bestandteil und soundprägend geworden.