Musikmanager antworten - Was ist der ISRC, GTIN, LC und wozu brauche ich diese Codes?

      Musikmanager antworten - Was ist der ISRC, GTIN, LC und wozu brauche ich diese Codes?

      Ohne Codes nix los! GTIN, ISRC, LC, EAN-13…was ist das und warum sind diese Codes für Deinen Release so wichtig?

      CODE 1: GLOBAL TRADE ITEM NUMBER (GTIN)

      Möchtest Du Deine Produktion über digitale Stores wie beispielsweise Amazon, iTunes, Apple Music, Spotify oder der Gleichen vertreiben, ist die Nutzung der 13-stelligen GTIN für Deine Musik eine zwingende Voraussetzung. Denn, wenn jemand Deine Veröffentlichung digital kauft oder streamt, erhältst Du ganz automatisch Tantiemen! Damit diese Tantiemen Dir auch zugeordnet werden können, muss Deine Produktion, also Deine LP, EP oder Single, auch eine unverwechselbare und weltweit einmalige Kennzeichnung besitzen! Dafür gibt es die GTIN, die bereits im Jahr 2009 die European Article Number (EAN) und den Universal Product Code (UPC) ablöste

      Woher bekommst Du den Code?

      Die GTIN bekommst Du ganz einfach direkt von uns. Wir haben die Investition für den Erstinhaberschlüssel für Dich getätigt und bieten Dir diesen Service aber vollkommen kostenlos an. Alle Rechte und Tantiemen bleiben bei Dir. Schau einfach mal unter www.zoundr.com

      Solltest Du lieber eine eigene Nummer erwerben wollen, nehme bitte Kontakt zur einzigen legalen Vergabestelle in Deutschland auf: Der GS1-Germany. Die Kosten liegen einmalig bei ca. 500,00 EUR plus einer jährlichen Mitgliedschaftsgebühr von 150,00 EUR! Solltest Du Mitglied eines Verbands (z.B. VUT) sein, können sich die einmaligen Kosten reduzieren. Bitte beachte auch, dass Du dazu verpflichtet bist, eine genaue Liste mit allen genutzten Codes zu führen.

      Was machst Du mit dem Code?

      Nachdem Du den Code von uns kostenlos erhalten hast, sendest Du ihn ganz einfach an Dein Mastering-Studio bzw. an Deinen Mastering-Engineer. Er wird den Code beim Pre-Mastering im sogenannten PQ-ing im Subcode als Metatag eingetragen. Natürlich ist der Code später nicht hörbar!



      CODE 2: International Standard Recording Code (kurz: ISRC)

      Jede von Dir interpretierte Aufnahme kann durch diesen Code eindeutig identifiziert werden. Das heißt jedes Cover, jeder Remix, jede Bearbeitung etc. wird mit einem individuellen und nicht mehr veränderbaren ISRC lebenslang versehen. Eine Verwechslung ist somit ausgeschlossen. Zudem ist er wie auch die GTIN eine zwingende Voraussetzung für die Online-Distribution, denn pro Aufnahme muss ermittelt werden können, wem die Tantiemen zustehen. Zusätzlich wird er bei einem Airplay-Einsatz kontinuierlich wiederholt, damit genau ermittelt werden kann, welcher Deiner Titel wie lange genutzt wurde. Mittlerweile ist der ISRC auch ein fester Bestandteil der Werkeanmeldungen bei der GEMA und ein wesentlicher Indikator zur Ermittlung Deiner Tantiemen bei der GVL. Was viele nicht wissen ist, dass der Code bereits 1986 vom Bundesverband für Musikindustrie eingeführt wurde.

      Heutzutage ist der ISRC in allen relevanten Datensätzen von Labels, Verlegern und Tonträgerherstellern zu finden, da alle Datenbanken von den Verwertungsgesellschaften und Rundfunkarchiven ihn nutzen. Ebenso ist er wie die GTIN ein Bestandteil der Phononet-Track-Datenbank.



      Woher bekommst Du den Code?

      Auch hier haben wir die Investition getätigt und bieten Dir den Code selbstverständlich vollkommen kostenlos an. Wie immer gilt: Deine Rechte sowie Tantiemen bleiben komplett bei Dir! Schau einfach mal unter www.zoundr.com

      Falls Du lieber einen eigenen Erstinhaberschlüssel erwerben möchtest, nehme bitte Kontakt zum Bundesverband für Musikindustrie auf. Die eimaligen Kosten liegen bei 250,00 EUR. Wie bei der GTIN, musst Du auch hier eine Liste für die Vergabe Deiner Codes führen.

      Was machst Du mit dem Code?

      Wie bei der GTIN, wird auch hier Dein Mastering-Engineer tätig und bindet Deine Codes im Verlauf der Pre-Master-Erstellung im Subcode ein.

      Über das so genannte „embedded singalling“ oder auch „watermarking“ genannt, kann Dein ISRC zusätzlich auch außerhalb des Subcodes, digital transportiert werden. Auf diese Weise bleibt der Code auch bei Datenkomprimierungs- und Datenreduktionsverfahren erhalten.



      CODE 3: BARCODE, STRICHCODE, EAN-13

      Aus der GTIN wird mit Hilfe eines professionellen Programms der Barcode erstellt, sodass die 13 Ziffern der GTIN in Striche umgewandelt werden. Du kennst den Code mit Sicherheit, da er auf jedem Produkt im Einzelhandel zu finden ist. Möchtest Du also Deine Produktion auch physisch vertreiben, beispielsweise bei Amazon, Mediamarkt, Saturn oder Müller, ist die Nutzung des Barcodes für Dich eine zwingende Voraussetzung. Ein positiver Nebeneffekt:

      Er steigert Deine Professionalität und präsentiert Dein Produkt auf höchstem Niveau.

      Woher bekommst Du den Code?

      Auch diesen Code bieten wir Dir kostenlos an und alle Rechte sowie Tantiemen bleiben zu 100 % bei Dir! Solltest Du diesen Code lieber selber erwerben, gilt der gleiche Weg wie bei der GTIN. Schau einfach mal unter [url]www.zoundr.com[/url]


      Was machst Du mit dem Code?

      Deinen Barcode integrierst Du am besten auf der Rückseite Deiner Verpackung. Dein Grafiker sollte die Platzierung des Codes so gestalten, dass der Code nicht verschmutzt, zerknickt oder zerstört werden kann. Außerdem sollte er mindestens 8 mm von jeder Außenkante entfernt liegen. Andere Grafiken, Schriften oder Verpackungsschnittstellen dürfen in den Bereich des Barcodes inkl. seinen hellen Zonen nicht hineinragen! Er muss zu jederzeit einwandfrei les- bzw. scanbar sein. Der Code darf nicht skaliert werden und sollte immer als 1c-Vektorgrafik schwarz auf weiß eingebunden werden. Du darfst die Striche in der Höhe abschneiden, es müssen aber ca. 75 % stehen bleiben.



      CODE 4: Labelcode (LC)

      Der Labelcode ist ein weiterer Schritt in Richtung Professionalität. Vor allem für Deine Außenwirkung bzw. die Außenwirkung Deiner Band spielt er eine wichtige Rolle. Ebenso ist er für die Bemusterung mit physischen Tonträgern oder über das MPN (Musik Promotion Network), für Airplays in Radio und TV sowie für die öffentliche Wiedergabe Deines Tonträgers bei Live-Events ratsam bis zwingend notwendig. Viele Radiosender spielen nur Tonträger mit LC-Verweis, da die Sender so auf einen Blick erkennen, welche Rechte zur Nutzung ihnen eingeräumt werden und welche Lizenzzahlungen sie abzuführen haben. Auf diese Weise erleichterst Du die Arbeit des Senders und erhöhst die Wahrscheinlichkeit, gespielt zu werden. Sie müssen somit nicht explizit mit dem Leistungsschutzberechtigten in Kontakt treten, um sich die notwendigen Rechte einzuholen.

      Bis Ende 2016 nutzte die GVL den Labelcode auch als Abrechnungsmethode. Seit 2017 wurde das neue Portal Label.gvl, früher Trisys.gvl, freigeschaltet und somit gilt ausschließlich die trackgenaue Ausschüttung. Jedes Label kann dadurch zu 100 % feststellen, welcher Track eines Künstlers welche Ausschüttung generiert hat. Der Labelcode wird somit hierfür nicht mehr benötigt.


      Woher bekommst Du den Code?

      Möglichkeit 1 – 100 % Ausschüttung

      Du nutzt unseren Labelcode (Schau einfach mal unter zoundr.com) und überträgst uns den Label-Anteil aus der Zweitverwertung der Leistungsschutzrechte, ausschließlich für diese Produktion (also nicht exklusiv), damit wir für Dich die 50 % Labelanteil einnehmen und an Dich ausschütten können. Nur auf diese Weise bekommst Du diesen Teil auch ausgezahlt. Deine Tantiemen entnimmst Du ganz einfach Deinem Artsys.gvl Portal, in das Du Dich über die GVL anmelden kannst. Wir melden uns bei Dir, sobald die Beträge verfügbar sind. Wenn Du später Dein eigenes Label gründen oder über ein anderes Label veröffentlichen möchtest, können Die Rechte ganz einfach auf Dich oder auf das von Dir angegebene Label übertragen werden. Eine feste Vertragslaufzeit besteht nicht und Du kannst jederzeit kündigen.


      Möglichkeit 2 – 100 % Rechte

      Du nutzt unseren Labelcode, überträgst uns keine Rechte und bekommst somit aber keine Ausschüttung des 50 % Labelanteils. Da wir keine Rechte von Dir erhalten, können wir auch keine Rechte gegenüber der GVL geltend machen, um mögliche Vergütungen für Dich zu generieren.

      Natürlich hast Du auch die Möglichkeit, einen Labelcode von einem anderen Unternehmen zu verwenden. Unsere Bitte an Dich: Lese Dir den jeweiligen Nutzungsvertrag genau und kritisch durch, bevor Du ihn akzeptierst, denn viele schütten Dir den 50 % Labelanteil nicht aus!

      Ebenfalls kannst Du Dir einen eigenen Labelcode besorgen. Diesen erhältst Du sogar kostenlos von der GVL. Du musst allerdings ein paar Voraussetzungen erfüllen, um ihn zu erhalten. Eine Checkliste findest Du in unserem Inside-Bereich auf zoundr.com.


      Was machst Du mit dem Code?

      Der Labelcode sollte deutlich lesbar auf den Druckdaten Deines Tonträgers angebracht werden. Wir empfehlen Dir, den Code auf dem CD-Label wie auch auf der Rückseite Deiner Verpackung anzubringen. Bitte verwende den Labelcode ausschließlich als 1c Vektorgrafik.

      Der optimale Zeitpunkt für die Beschaffung der Codes ist vor dem Audio-Mastering und vor der Druckdatenerstellung. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Du Deine Produktion danach physisch pressen oder sie nur rein digital vertreiben willst. Wir empfehlen Dir aus diversen Gründen, in jedem Fall eine Kleinauflage von 50 bis 500 Stück als Pressung und niemals als Brenn-Kopie herstellen zulassen. Warum wir das so sehen, erfährst Du in einer weiteren Folge. Auf jeden Fall beraten wir Dich auch zu diesem Thema gerne persönlich und beschaffen Dir durch unseren Presswerkvergleich auch das garantiert beste Angebot.

      Wenn Du weitere Fragen zu diesem Thema hast, sind wir gerne für Dich da.

      Herzliche Grüße,
      Manu von ZOUNDR

      www.zoundr.com