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Visscher
Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 3
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Verfasst am: Fr Mai 11, 2007 17:26 Titel: Klavierstück interpretiern |
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Hallo Leute,
Folgendes Probem.
Ich bin in der 12.Klasse und schreibe am Montag eine Musik Klausur.
Dort sollen wir ein uns unbekanntes Klavierstück interpretieren und dabei z.B darauf achten ob dieses atonal oder tonal ist, auch die Klangebene soll beachtet werden.
Wir haben darüber nur eine Doppelstunde unterricht gehabt - und die war ich krank.
ich habe also von dem Thema überhaupt keine Ahnung...die Leute aus meinem Kurs haben das auch nicht wirklich verstanden.
vielleicht kann mir jemand helfen, wie interpretiert man allgemein ein Klavierstück? worauf muss geachtet werden?
Danke schonmal im Vorraus
Lieben Gruß Sarah |
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steffi
Anmeldungsdatum: 05.04.2007 Beiträge: 55 Wohnort: Bedburg
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Verfasst am: Sa Mai 12, 2007 18:07 Titel: |
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Zur Tonart:
Wenn du bei dem Klavierstück eine Tonart festmachen kannst ist es tonal (die meisten klassischen Klavierstücke sind tonal). Bei zeitgenössischer Musik ist es manchmal so, dass man dem Stück keine einheitliche Tonart zuordnen kann. Dann ist es atonal.
Zur Klangebene: Manche Stücke klingen eher düster (meist relativ tiefer Tonraum) andere können sehr schrill und spährisch klingen.(Wird meist durch hohe dissonante Klänge erzeugt).
Einige Tipps zur Interprätation:
Tonart
Hauptthema und Nebenthemen sowie verschiedene Variationen.
Tonartwechsel
Untypsiche Bassläufe......
Im Grunde genommen all das, was sich harmonisch und melodisch im Stück auftut.
Dann solltest du dir noch darüber Gedanken machen, was der Komponist mit seiner Musik ausdrücken will.
Wie wird der Titel des Stückes in der Musik zum Ausdruck gebracht?
Welche Wirkung hat es auf den Hörer?
Wenn du etwas über das Leben des Komponisten weißt ist es auch sinnvoll ein Stück dahingehend genauer unter die Lupe zu nehmen. Mozart war z.B. Freimaurer. Diese Symbolik findet man in vielen Stücken wieder.
So hat alles seine Eigenheiten. Das optimalste ist immer sich in viele Sparten der Klaviermusik hineinzuhören und es auf sich wirken zu lassen. Aber dazu ist die Zeit wohl jetzt etwas zu kurz.
Viel Glück
Steffi _________________ Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen es in sich selbst zu finden. |
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Visscher
Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 3
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Verfasst am: Sa Mai 12, 2007 19:35 Titel: |
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Huhu,
Dankeschön für die Antwort, hat mir sehr weiter geholfen.
Aber zur Tonart hab ich ne Frage, wenn ich nur dier Partitur vor mir hab und das Stück nicht höre, woran erkenne ich dann ob es Dur oder Moll ist, und woran welche Tonart es genau ist?
Und wie genau sehen intervalle aus? und wie bestimme ich die? dass sind doch die Abstände der Dreiklänge, oder? also der Abstand im Dreiklang selbst meine ich...
Lg Sarah |
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Visscher
Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 3
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Verfasst am: Sa Mai 12, 2007 19:36 Titel: |
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| ich hab nochwas vergessen. das mit der Klangebene finde ich soweit logisch. aber wie bezeichnet man dann die unterschiedlichen Klangebenen? |
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steffi
Anmeldungsdatum: 05.04.2007 Beiträge: 55 Wohnort: Bedburg
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Verfasst am: So Mai 13, 2007 11:44 Titel: |
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Zur Tonart:
Im Normalfall steht der letzte Akkord eines Stückes immer in der Grundtonart. Daran kannst du es relativ eindeutig erkennen. Manchmal gibt es aber auch sogenannte Trugschlüsse. Das heißt, vom hören her könnte man meinen das Stück ist zu Ende, jedoch stimmt der Akkord dann nicht mit der Grundtonart überein (findet man eher in der Musik des 20. Jahrhunderts).
1. Orientierung: Vorzeichen des Stückes
2. Orientierung: Halte Ausschau nach den Grundakkorden (Tonika, Dominante, Subdominante) der Tonart.
3. Dur oder moll? Ein Dur- Dreiklang besteht aus Großer Terz auf dem Grundton, dann kleine Terz. Bei moll: kleine Terz auf dem Grundton, dann große Terz. Dominante bleibt in beiden Fällen in Dur.
Bei moll kann man noch unterscheiden zwischen reinem und harmonischem moll. Beim harmonischen moll ist die Septime um einen Holbton erhöht (hat einen stark leitenden Charakter). Allerdings nur in der Tonleiter aufwärts. Abwärts wird das wieder aufgelöst.
4. Klangebene: Genaue Ausdrücke dafür gibt es nicht. Versuche es zu beschreiben. Gehe auf Tonhöhen, Ambitus, Tondichte und Harmonien ein. Damit kannst du Klänge eigentlich sehr gut umschreiben. Z.B für Sphärische Klänge. Relativ hohe Tonhöhe, geringer Ambitus disharmonische Akkorde, durch die ein schwingendes Klangerlebnis erzeugt werden. Versuche mit deiner Beschreibung eine Verbindung zwischen dem was auf dem Papier steht und dem, was die Musik beim Hörer erzeugt auszudrücken. Manchmal kommen auch Vergleiche ganz gut.
Viel Glück morgen!
Steffi _________________ Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen es in sich selbst zu finden. |
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