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Musik und Kinder

 
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Slash1984



Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 297
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 12:54    Titel: Musik und Kinder

Da ich gestern einen Artikel darüber auf meiner Homepage verfasst habe und ein sehr kommunikativer mensch bin, dachte ich mir es auch hier mal zur Ansprache zu bringen.
Was haltet ihr von Kindern, die auf Deutschlands Bühnen zu hause sind? Habt ihr vielleicht selbst Kinder und fördert sie in musikalische Richtung?
kann ein Kind noch richtig Kind sein, wenn Leistungsdruck den Alltag bestimmen?
Haben eure Eltern euch vielleicht ermutigt Musik zu machen oder gar "getrimmt"... ?

Musik ist denke ich ein wichtiger Bestandteil in der Kindererziehung. Musik als Hobbie ist völlig legitim und fördert die Kreativität. Leid hingegen tun mir die kleinen Mädchen und Jungen, die den Traum der Eltern verwirklichen sollen und stundenlang mit dem Üben und Lernen von Instrumenten verbringen und am Wochenende an Gesangswettbewerben teilnehmen müssen.
Natürlich finden die Kinder das anfangs "lustig", aber dürfen sie dann aufhören, wenn sie keine Lust mehr haben? Schließlich stecken viele Eltern Zeit und Geld in die vermeintlichen Hobbies ihrer Kinder...

Ich persönlich bin von ganz alleine (ab dem 14. lebensjahr) auf die Musik gekommen. Gesungen habe ich schon immer, auch ohne das Zutun meiner Eltern und die Gitarre habe ich dann erst vor kurzem das erste mal in die Hand genommen. Alles also aus freien Stücken und voller Elan. Allerdings, wie man sieht, bin ich auch kein Superstar. Very Happy Ein Preis den ich gerne zahle dafür, dass ich jeden Tag meiner Kindheit genießen konnte

Naja vielleicht hat ja einer von euch ne Meinung dazu Wink
_________________
Rechtschreibfehler, falscher thread - und trotzdem ist die Jessy nett. Und wer meckert gebe acht, dass nich er den nächsten Fehler macht.


Zuletzt bearbeitet von Slash1984 am Di März 06, 2007 14:15, insgesamt einmal bearbeitet

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Orpheus



Anmeldungsdatum: 24.02.2007
Beiträge: 1379
Wohnort: Essen/Ruhr

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 13:58    Titel:

Also bei mir war das so das ich immer Musik machen wollte, und meine Eltern mich schön blockiert haben. Das hab ich denen bis heute nicht verziehen. Auf der anderen Seite hatte ich einen Freund, der musste immer heulend und unter Zwang Klavier üben wenn wir anderen draussen gespielt haben. Gebracht hat es ihm nix, er ist heute Tischler und nicht der grosse Pianist den seine Mutter immer wollte. Leandra eine gute Feundin von mir war von Kindesbeinen an auf einer russischen Musikschule, und hat es gehasst. Heute ist sie allerdings sehr dankbar für das was sie gelernt hat, und ist die Disziplin in Person.
Auf jeden Fall sieht man an Britney wo so ein Elternwahn hinführen kann.
Kinder sollte man nie zu etwas zwingen was sie nicht selbst wollen, und man sollte ihnen immer die Möglichkeit geben Kind zu sein.
_________________
http://www.leandrasphere.de/

http://www.myspace.com/leandrasphere
http://www.youtube.com/watch?v=TyBUuMMxlO0

Leandra Live:
30.01.2009- Steinbruch - Duisburg (GER)

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scoffyourhamster



Anmeldungsdatum: 12.02.2007
Beiträge: 278
Wohnort: Vreden (NRW)

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 14:11    Titel:

Also was ich ok finde ist, wenn Eltern die Kinder zu ner musikalischen Orientierung oder wie das heißt schicken. Ich hatte das auch:
Einmal die Woche bisschen Blpckflöte spielen und nach 2 Jahren oder so konnt ich dann gucken ob ich Gitarre, Keyboard oder Saxophon spielen wollt.
Aber meiner Meinung sollte es da aufhören wenn das Kind sagt, dass es wirklcih kein Bock mehr hat. So ne kurze "Kein-Bock-Phase" kann es immer mal geben, aber wenn sich das echt über nen Monat oder so zieht, bringts für beide nichts.
N Kollege von mir wurde auch seitdem er 6 oder so sit, dazu gezwungen (mehr oder wneiger) Klavier zu spielen. Für ihn hat es sich auch ausgezahlt, er ist dritt bester Pianist aus Deutschland in seiner Altersklasse (oder wars vor 2 Jahren oder so), aber ich glaub hätte er überhaupt kein Bock gehabt, hätte er das nie geschafft.

Ergo:
Man sollte sich da nach den Kindern richten, aber die Kinder schon dazubewegen es zumindest mal auszuprobieren
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Marcel



Anmeldungsdatum: 31.01.2007
Beiträge: 159
Wohnort: Künzelsau

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 14:25    Titel:

Falls sich bei mir mal n Sohn anbahnt (wird noch ne Weile dauern, bevor jetzt noch Gerüchte auftauchen Very Happy), werde ich bei nem Gitarrenbauer ne ESP EX-400 in ¾ Größe in Auftrag geben. Smile Soweit ich weiß, gibt?s die ja net so zu kaufen.
Würde dann versuchen ihn schomal auf die richtige Musik abzustimmen. Druck wird aber keiner da sein. Wenn, muss so etwas von alleine kommen. Wurde auch 2 Jahre zu Gitarrenunterricht ?gezwungen?. Hatte dann kein Bock mehr und hab dann später wieder aus Eigeninitiative frei nach dem Motten ?Learning by doing? angefangen.

Gruß
Marcel

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scoffyourhamster



Anmeldungsdatum: 12.02.2007
Beiträge: 278
Wohnort: Vreden (NRW)

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 15:03    Titel:

Genauso wars bei mir auch.
Alles gute kommt mit dem Metal
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Slash1984



Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 297
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 15:44    Titel:

naja aber man sieht doch, dass kinder, die wirklich begabt sich und interesse an musik haben keinen "zwang" brauchen und früher oder später wieder zurückfinden Wink
die freundin, die eine russische Musikschule besucht hat, mal außen vor.

Sagt mir, dass meine Einstellung zu diesem Thema gar nicht so falsch sein kann Smile
_________________
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scoffyourhamster



Anmeldungsdatum: 12.02.2007
Beiträge: 278
Wohnort: Vreden (NRW)

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 15:58    Titel:

Mhm... Ich glaube deine Einstellung zu diesem Thema ist gar nicht mal so falsch.
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Mülla



Anmeldungsdatum: 11.01.2007
Beiträge: 1332
Wohnort: Friedewald (RLP)

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 17:03    Titel:

also ich denke wenn ein Elternteil selbst irgendein Instrument spielt, kommts ganz automatisch das man dem Kind was beibringt.aber das sollte auch erstmal bei den Grundlagen bleiben.wenn das Kind allerdings mehr wissen will sollte man dem auch nachkommen.....
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http://www.myspace.com/jephzamusic

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Orpheus



Anmeldungsdatum: 24.02.2007
Beiträge: 1379
Wohnort: Essen/Ruhr

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2007 17:19    Titel:

Slash1984 hat Folgendes geschrieben:
naja aber man sieht doch, dass kinder, die wirklich begabt sich und interesse an musik haben keinen "zwang" brauchen und früher oder später wieder zurückfinden Wink
die freundin, die eine russische Musikschule besucht hat, mal außen vor.

Sagt mir, dass meine Einstellung zu diesem Thema gar nicht so falsch sein kann Smile


Also Leandra hat die russische Musikschule gehasst, Sie hat mit 14 sogar ein Klassikstipendium an der Folkwang Musikschule ausgeschlagen. Aber eine klassische Ausbildung in Russland ist auch Kinderquälerei. Die hauen noch mit Linealen auf die Finger.
Im Endeffekt ist sie aber froh das sie so eine harte Ausbildung gemacht hat, denn dadurch hat sie erst die Möglichkeit gehabt relativ schnell ins Semiprofesionelles/ Professionelles Buisness zu rutschen

Aber ich geb dir natürlich völlig recht. Wenn ein Kind musik machen will, dann wird es das auch machen. Da kann man nix gegen machen. Genauso wenig bringt es irgendein Zwang von seiten der Eltern. Das kann auch im schlimmsten Fall die Liebe des Kindes zur Musik töten.
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Leandra Live:
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Cadfael



Anmeldungsdatum: 02.08.2006
Beiträge: 2379
Wohnort: Doatmunt

BeitragVerfasst am: Mi März 07, 2007 2:01    Titel:

Hallöli,

völlig unbegabte Kinder sollte man nicht mit Musik quälen.

Wenn aber die "Quälerei" nicht an mangelnder Begabung, sondern einfach an der Materie selbst liegt (manche Sachen in der Musik zu lernen sind nun mal schwer), dann ist das noch in Ordnung.

Schließlich lernen die Kinder damit auch was für's (nicht musikalische) Leben. Als ich meine Lehre zum Industriemechaniker anfing hatte ich auch Blasen an den Händen. "Eisen erzieht". Ich habe aber nicht gemault, weil ich als Schlagzeuger und Gitarrist wusste, dass man da durch muss.

Solange die Kinder an der Musik wachsen und nicht daran verzweifeln halte ich es für gut. Ziele setzen, einen Weg gehen und Ziele erreichen kann im späteren Leben helfen.
Da ich ein "lausiger Gitarrist" bin habe ich aber auch gelernt: Ziele setzten, Ziele nicht erreichen, andere Wege suchen um weiter in die gleiche Richtung zu gehen.

Außerdem stimmen die Aussagen von Karl Marx und Loriot.
Zum einen ist es wie mit dem "Jodeldiplom" (Loriot): Da hat man was eigenes!
Zum anderen ist die Musik im Sinne von Marx keine "entfremdete Kunst". Man hat das Produkt seiner Tätigkeit vor Ohren, hört was man geleistet hat. Marx sagt zurecht, dass die Entfremdung vom Produkt Unzufriedenheit bringt (dabei bin ich bestimmt kein Marxist!!!).

Anhängen möchte ich noch, dass Musik meist auch bedeutet mit anderen Menschen zusammen ein Produkt herzustellen. Es fördert also Teamwork, das hören auf andere und das bewerten seiner Tätigkeit in einer Gruppe.
Und selbst bei Gothic-Rock ist das Ziel der Musiker dem Publikum Freude zu bringen - selbst wenn es "Freude am deprimiert sein" ist ...

Gruß
Andreas

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