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da Niki

Anmeldungsdatum: 07.08.2007 Beiträge: 23
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Verfasst am: Di Aug 07, 2007 14:41 Titel: Probleme beim Singen - krank? |
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Gruesseuch!
Bin beim herumstoebern hier auf dieses Forum gestossen und wollt mal diverse Fragen loswerden. Aber erst mal zur Vorgeschichte:
Ich bin jetzt 18 Jahre alt und hab seit ich ganz klein war immer gern gesungen - eigentlich fast jeden Tag, zum CD-Player. Hab mich da nicht wirklich auf einen bestimmten Stil beschraenkt, da war von Punk (Black Flag, Dead Kennedies, Sick of it all, ...) bis Rock'n'Roll(Meat Loaf, Queen, ...) alles dabei was mir halt so gefallen hat. Teilweise konnte ich auch ziemlich extreme Hoehen und Tiefen singen (Meat Loaf zB soll ja 4 Oktaven drauf haben), hab dann bei Duetten auch gleich die Frauenstimme mitgesungen und immer hin und hergewechselt.
Vor eineinhalb Jahren hab ich nun auch angefangen E-Gitarre zu spielen, ziemlich zeitgleich auch n Freund von mir Drums und ein anderer spielt schon laenger E-Bass... nach ner Weile haben wir uns immer wieder getroffen und haben herumgejamt. Bin dann auch draufgekommen dass ich ganz nette Melodien schreiben kann und gute Lyrics konnt ich sowieso schon immer (hab frueher viele Geschichten geschrieben da lernt man schon was )
Erste Frage:
Tja, ich war vor 2-3 Monaten mal beim Arzt (Zeckenimpfen) und ich wollt ihn fragen warum ich so nen bloeden Klumpen im Hals hab der beim Schlucken wehtut, weil ich sowas schon oefter gehabt hab und halt durch Singen in extremer Lautstaerke weggebracht hab (der flog dann raus und war ziemlich grauslig ), diesmal gings aber ned auf dem Wege. Der Arzt hat mir dann eroeffnet, dass das allesamt Mandelentzuendungen waren und mir Antibiotikum verschrieben.
Nun ist mir schon aufgefallen, dass meine Stimme in letzter Zeit irgendwie an Volumen verloren hat und schneller wehtut wenn ich sing - frueher konnt ich auch 4/5 Stunden "mitrocken" zur CD, heute gehts meist nur noch 2-3 Stunden dann brauch ich ne Pause. Kann das von den Entzuendungen kommen?
Zweite Frage:
Meat Loaf z.B. ist ja etwas molliger, und generell viele gute Saenger sind ich sag jetzt einmal gut gebaut. Ich hingegen bin (wahrscheinlich aufgrund einer Schilddruesenueberfunktion, mein Vater hat das auch) ziemlich duenn (in Bestzeiten 77 kg bei 1.90 Koerpergroesse) obwohl ich wirklich ziemlich viel esse. Hab jetzt in letzter Zeit angefangen Parcour zu machen und hab dabei 3 kg zugenommen (groesstenteils Muskeln, hehe), gibts da andere Sportarten/Uebungen die beim Singen helfen? Wuerde z.B. Radfahren zwecks Atmung etwas bringen?
Dritte Frage:
Ich bin mittlerweile ein eigentlich ziemlich guter Gitarrenspieler geworden (mittlerweile gehen sogar schon Solos ganz gut) aber wenn ich nicht gerade Akkorde spiele muss ich mich so auf das Instrument konzentrieren dass ich nicht richtig singen kann - und selbst bei Akkorden wirds schwierig. Ich horch dann immer gleichzeitig auf die Gitarre und meine Stimme und dann komm ich draus. Ausserdem stoert mich die Gitarre etwas weil sie auf meinen Bauch/meine Brust drueckt. Ist das einfach nur Uebungssache oder gibts da ne bestimmte Technik das zu verbessern?
Ajo hab doch noch ne vierte Frage:
Hin und wieder beim Singen merk ich, dass meine Stimme so eine Art Schwingung hat die ich nicht wegkrieg - es ist kein grosses Schwingen sondern einfach nur so ne kleine Stoerung, die aber auffaellt. Das kommt manchmal, manchmal nicht - und fuehlt sich ziemlich komisch an, wie wenn Haerchen im Hals sind die herumwackeln (ja ich weiss das klingt ziemlich bloed). Koennen das die in dem Forum beschriebenen "Knoedeln" sein?
Ich wuerd so gern wieder so schoen singen koennen wie fruher dann wuerd ichs unserem Drummer mal zeigen der sagt jetzt immer ich kling komisch
Liebe Gruesse aus Oesterreich
Niki
P.S.: bin in der Arbeit, drum englische Tastatur, sry  |
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Sophie

Anmeldungsdatum: 05.07.2007 Beiträge: 369
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Verfasst am: Mi Aug 08, 2007 3:42 Titel: Re: Probleme beim Singen - krank? |
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Hi Niki
Erste Frage:
Hat Deine Stimme nur an Volume verloren, wenn die Entzündung gerade erst da war?
Oder eventuell sogar kurz nachdem Du die Antibiotika nehmen mußtest (bis zu 2 Wochen danach)?
In beiden Fällen wäre das nicht weiter tragisch. Ist schon normal. Die Schleimhäute müssen sich manchmal länger erholen nach soner Entzündung. Und Antibiotika wirken ohnehin auch auf die Stimme während man sie nimmt oder auch noch ne Weile danach.
Ich glaube aber, Du meinst damit, daß sie im Allgemeinen an Volumen verloren hat. Und wenn ich nun nochmal lese, verstehe ich das so, daß Du den Störaktor einer Mandelentzündung mit Lautstärke bekämpft hast.
Dazu sage ich erstmal im Allgemeinen: es ist schlicht falsch, einen Störfaktor ganz gleich welcher Art mit Lautstärke zu bekämpfen. Die Stimme ist gestört, weil sie etwas nicht schafft. Da muß man erstmal den Grund zu finden und an diesem basteln, anstatt das Symptom zu bekämpfen und der Stimme einfach irgend etwas aufzudrängen - erst recht bei Lautstärke, die eine große Herausforderung für den Stimmapparat ist.
Aber lange Rede, kurzer Sinn. Leider "ja", das könnte ein Grund sein. Wenn Du Deine Stimme während einer extremen Belastung noch mehr belastest und dies sogar (wie ich verstanden hab) öfter tust, dann kann sie daran tatsächlich Schaden nehmen. Daher kann es passieren, daß sie an Volumen verliert, weil sie einfach nicht mehr so kräftig ist wie vorher. das muß aber kein anatomisches Problem sein. Es kann auch sein, daß die Stimme sich andere Wege gesucht hat während der Fehlbelastung. Das merkt "man" oft gar nicht. So kann sie auch nach ein paar Malen insgesamt schwächer geworden sein, weil sie anders arbeitet als vor den ganzen Entzündungen. Dafür gäbe es dann die Logopädie.
P.S. Wenn Du übrigens während einer Entzünsung singst, riskierst Du das Risiko einen chronischen Entzündung. Ich würde da vorsichtig sein.
Zweite Frage:
Wat soll ich sagen? Sport ist immer gut. Die Muskulatur wird gestärkt, und die Atmung wird anpassungsfähiger. Aber ob's ne bestimmte (Sportart) gibt? Eigentlich ist das eher egal. Und was das Lungenvolumen angeht: Es ist nicht immer das Lungenvolumen, auf das es ankommt. Es ist die Technik.
Allerdings wurde mir trotzdem mal gesagt, Schwimmen sei ganz gut. Frag mich jetzt nicht, warum. Ich weiß nicht mehr, was am Schwimmen so besonderes war. Vielleicht freust Du Dich ja trotzdem über die Info.
Dritte Frage:
Störung durch Gitarre > Ich spiele zwar nicht Gitarre, aber ich denke, es ist Übungssache. Natürlich kann das störend sein, wenn da was im Körperbereich ist. Aber im Grunde kann eine Stimme das ausgleichen, wenn sie ne gute Technik hat. Es ist ja auch schwierig im Liegen zu singen. Aber gute Sänger können das, weil der Körper bei ihnen zu genug Eigenarbeit fähig ist, die Umstellung auszugleichen. Dafür gibt es meines Erachtens keine Übungen, nur eine Ausbildung im Allgemeinen. In der der Körper eben durch Einsatz jeder dafür wichtigen Zone mit der Zeit auf's Singen trainiert wird.
Wer hier aber was weiß (Übung) *im-forum-umseh* kann ja was sagen.
Konzentration beim Spielen > Hatte ich früher beim Klavier auch erst. Und dann sollte ich auch noch die italienischen Noten dazu können Danke
Aber ich hab es irgendwann gekonnt. Ist wohl eher sowas wie ne Konzentrations- bzw. Routinesache. Gewohnheit eben.
Vierte Frage:
Das mit der Schwingung im Hals muß ich jetzt erstmal verstehen *überleg*
Hört es sich brüchig an bzw. fühlt es sich brüchig an? So als würde Deine Stimme aufgeben und kurz verschwunden sein?
Oder ist es wie wenn Du Dich räuspern müßest und trocken?
Oder vibriert sie einfach nur auf unkontrollierte Weise?
Wie sich Knödel anfühlen, kann ich Dir beim besten Willen nicht sagen. Ich hatte noch nie welche.
Wenn Du aber das Geühl hast (auch wegen Frage 1), daß Deine Stimme etwas krank sein könnte (wie ist es denn zum Beispiel beim Sprechen? Wichtige Frage), dann solltest Du unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen, der mal eine Kehlkopfspiegelung macht. Da ich ja nicht weiß, ob Du schonmal eine hattest > nein, das tut nicht weh, und es ist nicht schlimm
Er wird sehen, ob Du was hast. Wenn er selber nicht weiter weiß, wird (oder sollte) er Dich zu einem Phoniater (Stimmspezialisten) überweisen.
Geh auf jeden Fall mal hin.
*hochscroll* Bitte keine Beschwerden über den Umfang. Waren ja auch viele Fragen
LG Sophie _________________ Lasst Es Uns Doch Wieder Wagen
Das Was Schön Ist Zu Ertragen (s.lohse) |
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da Niki

Anmeldungsdatum: 07.08.2007 Beiträge: 23
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Verfasst am: Mi Aug 08, 2007 9:20 Titel: |
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Hmm mit Laustaerke hab ich eher gemeint, dass ich den Batzen da rausbringen wollte - aehnlich wie beim Husten da gehts ja auch drum Stoerfaktoren aus dem Hals rauszubringen. Und bei mehr Lautstaerke bringt man auch mehr Druck im Hals zusammen. Wie intelligent die Methode ist sei jetzt mal dahingestellt
Habe mich gestern abend mal bemueht, eine Art Aufwaermuebung am Anfang zu machen - leichtere Lieder zu singen und nicht gleich mit den Extremfaellen anzufangen - das hat schon mal geholfen. Ausserdem hab ich mir immer wieder ein Glas Wasser geholt und das getrunken - nach ueber einer Stunde (dann musst ich aufhoern weil meine Eltern schlafn wollten) hate ich noch immer keine Probleme mid Rauheit im Hals oder aehnlichem.
Ich habe (vor allem im Winter) ziemlich oft Probleme mit Hals (und infolgedessen) Ohrenschmerzen, aber das wird schon wieder besser. Seit dem Fruehling war ich nie verkuehlt oder so
Danke fuer den Tip mit dem Schwimmen, am FR is eh meine Arbeitszeit vorbei dann geh ich wieder oefter ins Schwimmbad, mal sehn obs was bringt
So beim sprechen hab ich eigentlich keine Probleme, nur bei bestimmten Toenen klingt halt die Stimme etwas seltsam... ich werd mal schaun wie sich das ganze in der naechsten Zeit entwickelt und wenns wirklich nur am Trinken und am Einsingen liegt dann wuerds mich freuen, sonst schau ich mal bei besagten Spezialisten vorbei...
Und natuerlich hab ich nichts gegen dem Umfang - ich schreib les gern und wenn sich wer die Muehe macht das ganze durchzulesen dann fuehl ich mich ja fast geschmeichelt  _________________ Be prepared these days
As all of you shall be
When all my false and rodent faiths
Break way just as do we
-Niki- |
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Lickster
Anmeldungsdatum: 23.12.2006 Beiträge: 194 Wohnort: Aachen
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Verfasst am: Mi Aug 08, 2007 9:29 Titel: |
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Ich bin nur Gitarrist, kann Dir also bei Deinen ganzen Knödelfragen nicht helfen, lediglich bei Deinem Problem mit dem gleichzeitigen Singen und Gitarre spielen.
Tatsächlich ist es nicht ganz einfach, beides zu tun und muss erst erlernt werden. Vorallem bei uns Kerlen .... weisst schon .... Männer und mehrere Dinge gleichzeitig .. tsk ....
Man kann das aber üben, indem man erstmal Songs spielt, die sehr gerade im Takt sind, wo die GEsangseinsätze recht stumpf immer auf der 1 oder auf der 2 sind und nicht irgendwo off-beat. Das hängt damit zusammen, dass es viel einfacher ist gleichzeitig zu schrammeln und anzufangen zu singen, anstelle 2 komplett unterschiedliche Dinge zu tun.
Es gibt viele Songs, die Du als Übungsmaterial benutzen kannst. Erfahrungsgemäß sind viele Folksongs und Schlager sehr gerade, aber das ist sicher in allen Stilrichtungen zu finden. Fange mit den einfachen Songs an und taste Dich vor.
Bei mir war das übrigens genau so. Ich habe schon 5 Jahre Gitarre gespielt, bevor ich mit gesang anfing. Ich brauchte ca 4 Monate, um das "nachzuziehen".
Gruß,
Jan |
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