Reason

Anmeldungsdatum: 28.11.2007 Beiträge: 455
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Verfasst am: Mo Dez 10, 2007 16:00 Titel: Review: 2007er MM-EB Stingray 2BEQ vs 1979er MM Stingray |
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Ok, ein weiterer Klassiker in meiner Sammlung -in doppelter Ausführung.
Jeder kennt die drei klassischen Sounds die diese hier von sich geben:
-Warmer, voller, runder, leicht nasaler Funk-Fingerstyle-Sound (an der Bridge gezupfelt)
-Wuchtiger, drückender, sehr höhenreicher Slapsound
-Sehr mächtiger, präsenter Rocksound (nah am Hals gezupfelt oder geplekt)
Beide Bässe sind echte Schönheiten. Auf den ersten Blick ist kein Altersunterschied festzustellen, sprich: der '79er wurde von seinen ehemaligen Besitzern EXTREM pfleglich behandelt. Bis auf einen einzigen "Dong" im Lack hat er die knappen 30 Jahre perfekt überstanden.
Die Unterschiede liegen im Detail.
So hat der '79er den "Skunk-Streifen" auf der Halsrückseite. Selbige ist, wie auch das Griffbrett, lackiert. Die Bridge hat die bekannten hoch-drehbaren Schaumstoff-Blöcke und der Saitenniederhalter auf der Kopfplatte kümmert sich um D- und G- statt um A- und D-Saite.
Auch anders als heute war damals die Elektronik. Hier verzeichnet man allerdings keine riesigen Unterschiede sound-seitig. Der "olle" kommt noch etwas höhenlastiger rüber... ist nicht ganz so "dicht" im tiefen Bereich.
Shapings besitzt der '79er nicht und zur Halsbefestigung kommen nur 4 Schrauben -statt der heute üblichen 6- zum Einsatz.
Beide Griffbretter sind aus Ahorn, die Hölzer für die Hälse sind von einer wunderbar "geflammten" Schönheit. Allerdings ist der Hals des '79ers nicht sehr gleichmäßig gewachsen (was grandios aussieht), was sich aber -zum Glück- nicht negativ im Sound niederschlägt.
Trussrod-Justage wird bei Großväterchen von der Kopfplatte her vorgenommen, während das Enkelchen am Halsende ein wunderbares Rädchen hat mittels dessen mit jedem passenden Gegenstand wie einem Schraubenzieher die Einstellung vorgenommen werden kann.
Ein deftiges Plus kann das 2007er-Modell durch den mattierten Hals verzeichnen. Das faßt sich einfach wunderbar an...
Ein Minus verzeichnet er in Sachen Bespielbarkeit auf den ersten zwei Bünden. Der Steg ist nicht tief genug ausgeschnitten, was aber so schlimm nicht ist... bzw. es ist so minimal das man schon ein Fan von Hammer-On-Orgien auf dem ersten Bund sein muss um es überhaupt zu bemerken.
Beide Bässe sind eher Korpus- als Kopf-lastig, was für mich sehr angenehm ist.
Ein kleines Plus kann Großväterchen in Sachen Bespielbarkeit verzeichnen, da der Hals tatsächlich einen Tick dünner ist als der seines Enkels.
Soundseitig sind sich beide alles in allem sehr, sehr ähnlich.
Ich stelle fest das ich den alten lieber für Slap-Tiraden zur Hand nehme und den neuen in Sachen Fingerstyle bevorzuge.
Das größte Plus das allerdings für MM's generell besteht, liefern beide perfekt:
Der Sound setzt sich im Bandgefüge wunderbar und gutmütig ins Klanggeschehen ein. Unaufdringlich, aber präsent und stets mit Charakter.
Es sind keine Solistenbässe. Die Hälse erinnern mehr an "P" als an "J".
Der Winkel in dem der Hals am Korpus angebracht wurde erlaubt Einstellungen für absolut perfektes Spiel im unteren und mittleren Bereich des Griffbrettes bei dem man dann "reinhämmern" kann soviel die Muskeln hergeben. Will man eine tiefe Saitenlage übers komplette Griffbrett realisieren merkt man schnell das man in den ganz hohen Lagen leichte Probleme bekommt sobald man heftiger spielt.
Stichwort: Slappen/Poppen in höchsten Lagen.
Hierfür ist der Ray einfach nicht vornehmlich konzipiert, bzw. es gibt einfach Bässe die in dieser Disziplin klar auftrumpfen können. |
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