Reason

Anmeldungsdatum: 28.11.2007 Beiträge: 439
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Verfasst am: Di Feb 05, 2008 14:41 Titel: Review: Squier Vintage Jazz Bass |
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Da eine Freundin von mir beschlossen hat Bass zu lernen habe ich bei der Auswahl des Instruments Hilfestellung geleistet und mich somit mal wieder nach vielen Jahren in der Preisklasse um die 200-250€ rumgetrieben.
Dazu muss ich sagen das ich über die letzten 10-12 Jahre immer wieder mal Squier-Instrumente in den Händen hatte und kein allzu gutes Bild von selbigen hatte. Nicht schlecht überrascht war ich dann auch als ich die Planke aus dem Karton geholt und eingestöpselt hatte.
Als erstes auffälliges Merkmal: Der Hals ist mattiert! Herrlich... das liebe ich sowieso. Die Saitenlage ist genau richtig für mich und wird definitiv auch jedem anderen Spieler absolut genügen. Tiefer muss da nix sein und in allen Lagen läßt sich das Brett ohne Mühe perfekt bespielen.
Es GIBT zwar Instrumente bei denen das noch bei niedrigerer Saitenlage noch besser ist (mein Sandberg zB ...oder ein Alembic den ich letztens mal ein Stündchen malträtieren durfte), aber den Vergleich zu meinen beiden Vintage-Bässen braucht der Squier in dieser Hinsicht nicht zu scheuen.
Alle Maße und Shapings sind so wie man sie von einem GUTEN Jazz Bass erwartet. Man nimmt dieses Instrument sehr gerne her und legt es ungerne wieder weg. Alle handwerklichen Arbeiten sind sauber ausgeführt. Der Skunk-Streifen ist perfekt in den Hals eingelassen, der Hals sitzt perfekt in der Korpustasche, die Bünde sind bis auf einen perfekt abgerichtet, aber der eine fällt nicht soweit aus dem Raster das es wirklich störend wäre.
Das Finish ist ein dunkles "rot-burst", das in meinen Augen mal etwas erfrischendes ist zum Standard Sunburst. Ausgeführt ist es definitiv perfekt.
Der Agathis-Korpus ist einteilig und absolut gleichmäßig gewachsen.
Die Elektronik ist wie gewohnt passiv incl. Höhenblende und zwei PU-Reglern.
Zum Sound:
Die Pickups sind nicht sehr "heiß" und der Steg-PU ist etwas zu tief gelegt (und somit leiser als sein Kollege). Sehr interessant ist aber das dadurch resultierende Klang-Ergebnis wenn man beide PUs voll aufreißt.
Der Sound ist nun nämlich ein wenig bass-betonter als man es von diesem Klassiker gewohnt ist. Und das ist gar nicht mal schlecht muss ich sagen.
Zwischen dem tiefen E und dem G drei Halbtonschritte höher mulmt es dadurch zwar auch minimal, aber man bekommt tatsächlich eine ziemlich verführerische Mischung aus dem Miller'schen- und dem Motown-Ton.
Sprich: "It has what!"
Stellt man den PU auf dieselbe Höhe wie seinen Pendant verschwindet das mumpfige fast völlig aus dem Ton und man ist sehr nah am perfekten JB-Sound. Mit meinem '71er verglichen "growlt" er in den tiefen Registern nicht so dolle, dafür sind die Höhen aber einen Tick transparenter und er ähnelt somit einem aktuellen Fender JB, die dieselbe Transparenz in den Höhen mitbringen. (Ok, auf meinem ollen habe ich die Saiten seit nunmehr einem knappen Jahr nicht gewechselt.... das wird die Tage mal passieren und ich werde mal Vergleichs-Samples machen, da meine Soundkarte wieder funktioniert.)
Dreht man den vorderen PU zu wird/wurde es in der aktuellen Höheneinstellung des hinteren PUs relativ leise, ABER der Sound ist wirklich ganz exzellent. Nicht so feinzeichnend wie die US-Modelle, aber dafür ein wenig seidiger. Der vordere PU im Alleingang betrieben paßt wunderbar in die Motown-Ecke, ist dabei auch etwas Bass-lastiger als man es gewohnt ist, was ich aber absolut nicht als Nachteil empfinde.
Übrigens: Unverstärkt gespielt klingt dieses Instrument sehr klar und definiert ohne eine Überbetonung bestimmter Frequenzen.
Fazit: Ich spiele mit dem Gedanken mir einen Squier zu besorgen und ihn beispielsweise mit einem Sadowsky-Preamp und -PUs auszurüsten.
HotWire wäre denke ich auch einen Blick wert.
Aber solche Überlegungen werde ich frühestens im Sommer weiter verfolgen.
So. Hoffe es war für einige interessant. Soundsamples und Fotos reiche ich nach je nach Lust, Zeit und Laune.
LG, das Reason |
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