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bobthemage

Anmeldungsdatum: 09.11.2006 Beiträge: 494 Wohnort: Saarbrücken
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Verfasst am: Mi Dez 06, 2006 0:31 Titel: |
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| lemonix hat Folgendes geschrieben: | | Das Problem ist ja das, dass ich auf Englisch schreiben möchte... Ich hab bisher nur zwei Lieder auf Englisch schreiben können, weil es mir nicht so leicht fällt. Kann zwar gut Englisch, nur irgendwie ist das nicht so einfach wie auf Deutsch... |
Hey, ist das nicht nätürlich???
Ist doch wohl klar, dass man sich in seiner Muttersprache am präzisesten ausdrücken kann. Meine englischen Texte klingen für Muttersprachler (Briten) auch holprig. Als "eingewanderter" Ami geh ich noch gerade so durch. Ich habe 3 Jahre lang bei den American Forces als Supporter gearbeitet und dort ausschließlich ASE (American Standard English) gesprochen. Und trotzdem merkt man's. _________________ Grüße aus dem Saarland
_-=bobthe/\/\age=-_
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Beneath Our Heads

Anmeldungsdatum: 04.01.2007 Beiträge: 11 Wohnort: Ahrensburg
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Verfasst am: Do Jan 04, 2007 4:16 Titel: |
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hm also bei mir ist das genau anders, hab glaube ich ca 40 songs auf englisch geschrieben und bin an einem auf deutsch gescheitert.. weil ich einfach zu 90% englische musik höre..
ist aber auch immer die frage in welche richtung man gehen will, aber da ich komplett durch englische musik selber zum schreiben gekommen bin, fällt es mir leichter mich auf englisch auszudrücken, weil ich im deutschen einfach immer zu kompliziert werde =) |
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bobthemage

Anmeldungsdatum: 09.11.2006 Beiträge: 494 Wohnort: Saarbrücken
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Verfasst am: Do Jan 04, 2007 10:28 Titel: |
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Hallo Beneath Our Heads
Bitte sei mir nicht böse, ich glaube nicht, dass du dich englisch besser ausdrücken kannst. Es fällt dir leichter, gewiss, aber nur, weil du dich hinter dem Englischen verstecken kannst. Du hast das weit verbreitete Problem, im Deutschen deine Gefühle nicht ausdrücken zu wollen, und dich deshalb selbst zu täuschen. Sorry, wenn da jetzt gerade der therapeutisch geschulte Musiklehrer durchbricht. Es gibt für jeden Begriff im Englischen einen Begriff oder eine Entsprechung im Deutschen. Es geht doch einfach nur darum, dass man sich bei "I love you" nicht so dolle schämt wie bei einem "Ich liebe dich", vor allem wenn man dabei auf der Bühne steht und einem "Wildfremden" ins Auge blickt.
Wie gesagt, das "sich nicht deutsch ausdrücken können" hat bei einem deutschen Muttersprachler immer psychologische Hintergründe (ist leider wissenschaftlich belegt). Aber das ist deutsches Allgemeingut, damit hast du Hunderttausende, wenn nicht Millionen Leidensgenossen.
Es gibt genug Songschreiber, die mit der deutschen Sprache hervorragend umgehen können, und zwar quer durch alle Musikgattungen. Man denke an Heinz Rudolf Kunze, Hartmut Engler, Klaus Lage,Wolfgang Niedecken, Edo Zanki, Annett Louisan, Roger Cicero, Westernhagen, Grönemeyer und viele mehr. Wobei ich beileibe nicht von jedem die Musik mag, ich spreche nur von deutschen Texten. Und wenn das noch nicht reicht, zieh dir mal Holbein, Heinz oder Kafka, Nietzsche und Co. rein. Oder zieh dir mal die (uralten) Texte von Walther von der Vogelweide, und Konrad von Fussensbrunnen rein. Das ist Metal und/oder Punk pur.
Denk einfach mal drüber nach  _________________ Grüße aus dem Saarland
_-=bobthe/\/\age=-_
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Beneath Our Heads

Anmeldungsdatum: 04.01.2007 Beiträge: 11 Wohnort: Ahrensburg
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Verfasst am: Do Jan 04, 2007 13:44 Titel: |
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| Zitat: | | Wie gesagt, das "sich nicht deutsch ausdrücken können" hat bei einem deutschen Muttersprachler immer psychologische Hintergründe |
ja das ist wohl richtig
| Zitat: | | Es geht doch einfach nur darum, dass man sich bei "I love you" nicht so dolle schämt wie bei einem "Ich liebe dich" |
damit bestätigst du aber auch das es einigen einfacher fällt in englisch zu schreiben... warum auch immer =)
sicher nicht besser aber doch leichter
und mal so nebenbei die aktuellen deutsch sprachigen songwriter die du da aufzählst sagen mir eher nicht so zu denke da gibt es weit besser
Sven Regener (Element of Crime), Funny van Dannen, Olli Schulz, Thees Uhlmann (Tomte), Marcus Wiebusch (Kettcar)
..
aber das ist ja irgendwie auch immer geschmackssache |
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bobthemage

Anmeldungsdatum: 09.11.2006 Beiträge: 494 Wohnort: Saarbrücken
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Verfasst am: Do Jan 04, 2007 18:09 Titel: |
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Ich kann dir ja auch nur die nennen, bei denen ich mich auskenne, bin nu mal kein Metaller und kein Punker. Oder ist das in diesem Forum pflicht??  _________________ Grüße aus dem Saarland
_-=bobthe/\/\age=-_
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Boronian

Anmeldungsdatum: 19.06.2006 Beiträge: 922 Wohnort: Hellmonsödt/Oberösterreich (nähe Linz)
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Verfasst am: Do Jan 04, 2007 18:57 Titel: |
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| bobthemage hat Folgendes geschrieben: | bin nu mal kein Metaller und kein Punker. Oder ist das in diesem Forum pflicht??  |
glaube nicht, ist wohl eher das gegenteil der fall.
ich kann dir da nur zustimmen, metal gibts wirklich auf deutsch auch zb von Belphegor, AEBA, Dornenreich...
ich glaube die englische sprache hat aber doch um einiges mehr an vokabeln als die deutsche (wenn ich mich richtig erinnere) also müsste man ja eigentlich für jedes deutsche wort mehrere englische finden, von denen dann wiederum einige besser in den rhythmus oder reim passen als andere.
das mit der ispiration durch englische musik kann ich auch irgendwie nachvollziehen. in anderen sprchen hat das bei mir aber nicht funktioniert. so würd ich mich zb niemals dranmachen einen text auf norwegisch zu schreiben obwohl ich viele songs auf norwegisch höre.
wenn man die sprache aber gut beherrscht, fallen dir sicher leichter redewendungen, wortspiele und phrasen ein wenn du musik in dieser sprache hörst.
@bob: wenn du perfekt amerikanisches englisch sprichst dann fällst du vielleicht in england noch mehr auf als wenn du schlechtes britisches englisch sprichst  _________________
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bobthemage

Anmeldungsdatum: 09.11.2006 Beiträge: 494 Wohnort: Saarbrücken
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Verfasst am: Fr Jan 05, 2007 13:00 Titel: |
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Hi boronian,
du hast natürlich Recht, wenn du sagst, dass das Engliche mehr Worte hat als das Deutsche, es sind tatsächlich fast 30%!!
Aber ich glaube, du machst den Fehler, den viele machen, wenn du glaubst, dass wenn es für ein deutsches Wort mehrere englische gibt, dass du dann frei wählen könntest welches. Das Englische hat mehr Worte, weil es stärker differenziert. "To nag" und "to annoy" wird beides mit ärgern, stören übersetzt. Aber "to nag" bedeutet eine kurze Störung/Ärgernis und "to annoy" eine längerfristige. Verstehst du, was ich meine?
Mit meinem Amerikanisch bin ich in einem Pub in Nottingham tatsächlich schon aufgefallen Einer der Ortsansässigen meinte dann auch "Good godness an indsman!" Womit er mich als "Indianer", also als Amerikaner identifizierte.
Andereseits bin ich in den Staaten, ich war mit unserem Ensemble in New York City und in Glenn Ellyn bei Chicago, für einen Iren, bzw einen Schotten gehalten worden. Man war darauf sehr erstaunt, dass ich Deutscher bin. Einen deutschen Akzent scheine ich nicht zu haben.
Jetzt bringe ich selbst mal noch ein Argument, "warum das Denglisch durchgehen dürfte" Man merke die USA hat 40%!! Analphabeten (Dunkelziffer 50%) weitere 10-20% haben nur die 4 Pflichtschuljahre. Der Rest, also 30-40% können vernünftig Lesen und Schreiben.
Oh ja ich war sehr geschockt über die schulischen Verhältnisse in den USA und ich könnte noch ellenlange Kommentare schreiben, aber ich verschon euch  _________________ Grüße aus dem Saarland
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