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Asphyx
Anmeldungsdatum: 06.02.2007 Beiträge: 52
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Verfasst am: Do Jul 05, 2007 22:32 Titel: Vielseitigkeit der Stimme |
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Hi.
Hab da mal ´ne Frage:
Wieviel Vielseitigkeit einer Stimme ist eigentlich möglich?
Kann man alles trainieren, und ist dann überall ganz gut. Oder gibt es Sachen, die sich gegenseitig ausspielen.
Also: Wenn ich klassischen Gesang nehme, mach ich mir den Gesangsstil dann eher kaputt, wenn ich auch Rock-Stil übe, und andersrum.
Ist es da besser sich für ein was zu entscheiden, oder kann es sich sogar ganz gut auswirken? |
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Sophie

Anmeldungsdatum: 05.07.2007 Beiträge: 369
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Verfasst am: Do Jul 05, 2007 23:15 Titel: |
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Hi
Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen. Es gibt keine Stilrichtung, die sich gegenseitig ausspielt. Um das mal ganz einfach in einen Satz zu fassen: Was Deine Stimme kann, das kann sie. (< womit ich jetzt die Grundlagen der Anatomie meine.)
Somit kann sie eigentlich jeden erdenklichen Stil singen, den Du willst, ohne dabei irgend welche Schäden zu bekommen oder sich zu behindern, denn alles entspringt ja der Anatomie.
Es gibt sogar eine Menge Gesangslehrer, die ihren Schülern mehr als einen Gesangsstil beibringen. Gesangslehrer für Klassik fangen manchmal sogar zuerst an, einem Schüler beizubringen Pop-Stücke zu singen. Manche machen es umgekehrt. Weil man mit einer der "beiden" Grundlagen, die andere besser erarbeiten kann. Das hält jeder Lehrer anders. Der Unterschied befindet sich ja nur in dem Schwerpunkt Brust- und Kopfstimme. Und in beiden Stilrichtungen sollte man natürlich beides können. Wenn Du "beides" lernst (ich schreibe das immer in Anführungszeichen, weil ich meine, daß die Bereiche sich eben mehr ähneln als die meisten meinen, nicht wundern - siehe oben Brust/Kopf) hast Du im Übrigen noch den Vorteil, später wenieger Schwierigkeiten beim Singen zu haben, weil Du beliebig mischen kannst wie es Dir gerade paßt. Das dezimiert akkustische Holperigkeiten und sorgt auch für mehr Gesangscharacter und Abwechslung beim Ausdruck.
Die einzigen Einschränkungen, die existieren sind die Deiner eigenen Stimme. Es könnte zum Beispiel sein, daß Du feststellst, daß Deine Stimme im Rock/Pop-Bereich mehr hergibt als im klassischen Bereich (oder umgekehrt), besser klingt oder es Dir leichter fällt - was auch immer. Aber wenn Du dann anfängst, Dich darauf zu konzentrieren, ist das ja eher freiwillig.
Hoffe, Deine Frage befriedigend beantwortet zu haben. _________________ Lasst Es Uns Doch Wieder Wagen
Das Was Schön Ist Zu Ertragen (s.lohse) |
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Kelath

Anmeldungsdatum: 29.03.2007 Beiträge: 1786 Wohnort: Limburg a.d. Lahn /Hessen
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Verfasst am: Fr Jul 06, 2007 1:05 Titel: |
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Was is das den für ne dämliche frage?!
das wär ja als ob ich fragen würde:
"Wie gut kann ich als drummer werden? ich möchte im bereich metal spielen. sollte ich dann andere richtungen wie jazz und latin außer acht lassen, da sich mein metal drumming sonst verschlechtern könnte?"
oh mann leute  |
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Sophie

Anmeldungsdatum: 05.07.2007 Beiträge: 369
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Verfasst am: Fr Jul 06, 2007 1:11 Titel: |
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^ @ Kelath
Ich bin zwar noch neuer als Du, aber: sei doch mal nicht so. Ist doch kein Problem, sie trotzdem zu beantworten, wenn da jemand unsicher ist. Fragen kostet nichts.
Also:
Cool bleiben
 _________________ Lasst Es Uns Doch Wieder Wagen
Das Was Schön Ist Zu Ertragen (s.lohse) |
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Asphyx
Anmeldungsdatum: 06.02.2007 Beiträge: 52
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Verfasst am: Fr Jul 06, 2007 10:21 Titel: |
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@sophie: ja, danke erstmal, für die Antwort.
Ich bin mir nur immernoch nicht ganz sicher, ob sich so verzerrte Sachen aus dem Punk-bereich z.B. nicht auch anatomisch auf die Stimmbänder auswirken... sie "ausfransen" oder sonstwas, und man dann eben keine klare Stimme hinkriegt. Ich glaube nicht das z.B.Lemmy Kilmister was von Farinelli singen könnte.
Ich kann im Moment (rein technisch) beides, deswegen frage ich.
@ Kelath: Erstmal entschuldige ich mich natürlich für die Dämlichkeit meiner Frage. Wie konnte ich einem Geist von solcher Genialität, wie er dir gegeben ist, nur soviel kostbare Zeit rauben, mit meinen ach so stupiden Fragen.
Es sei nebenbei nur angemerkt, dass ein Schlagzeug doch ein etwas anderes Instrument ist, als die Stimme.
Weiteres will ich jetzt dazu nicht unbedingt sagen, nicht dass du dich am Ende noch verpflichtet fühlst, nochwas zu schreiben. |
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Prohling

Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 86 Wohnort: Rheine
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Verfasst am: Fr Jul 06, 2007 10:55 Titel: |
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Jetz fangt nicht an euch zu streiten^^
Ansonsten kann ich Sophie nur zustimmen. Du kannst mit deiner Stimme alles machen, was anatomisch möglich ist. Und ganz wichtig: Es muss dir gefallen, du musst Spaß daran haben und es sollte nicht wehtun.
Wenn dir einige Stücke von vorne herein Schmerzen bereiten, dann versuch sie anders zu singen, oder lass sie weg
Ich selbst singe auch schon einige Jahre; auch verschiedenste Richtungen. Im Oberstufenchor singen wir im moment Stücke wie "Bridge over troubled Water" von Simon and Garfunkel - und zu Hause kreische ich zu The Distillers oder singe Sachen von Jesus on Extasy.
Schaden tut es nicht
Gruß Lukas |
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Kelath

Anmeldungsdatum: 29.03.2007 Beiträge: 1786 Wohnort: Limburg a.d. Lahn /Hessen
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Verfasst am: Fr Jul 06, 2007 15:51 Titel: |
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mir wäre als sänger zumindest klar, dass wenn von mir extreme growls und screams gefordert sind, dass sich die stimmbänder mit der zeit verändern (und richtiger cleaner gesang nicht mehr drin ist) und wenn man das nicht richtig kann, sie sogar schädigt.
war jetz auch nich so böse gemeint wies geklungen hat.
war gestern n bischen genervt.
entschuldigung lg kelath |
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Sophie

Anmeldungsdatum: 05.07.2007 Beiträge: 369
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Verfasst am: Sa Jul 07, 2007 16:50 Titel: |
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@ Asphyx
Wenn Du Extremsportarten mit Deiner Stimme betreibst und sie übermäßig belastest, mußt Du trozdem damit rechnen, daß sie Dir das irgendwann heimzahlt. Es geht (wie ja jetzt erwähnt) also bei dem Thema offenbar mehr um die Belastung als um den Stil. Ich weiß nicht wie alt Du bist. Es ist so eine Sache. Die Stimme kann unter 30/35 noch jede Menge kompensieren. Da kann "man" sich wirklich ne Menge erlauben, auch wenn man natürlich nicht sollte. Wenn man es aber in der Zeit übertreibt, wird "man" es später merken.
Das ist bei jedem natürlich anders. Pauschal gesehen würde ich sagen: Wenn Du keinerlei Problem bemerkst, geht das wohl klar. Wenn Du aber merkst, daß sich irgend etwas auf unnatürliche Weise verspannt (während dessen oder hinterher ist egal), daß Du heiser bist (was auch erst am nächsten Tag passieren kann) oder daß es Dich unangemessen anstrengt, daß es unbequem ist oder sonst irgend etwas nicht stimmt, dann solltest Du es Dir nochmal überlegen. Keine guten Zeichen. Alles Zeichen von Überbelastung (wie Du sicher weißt). Und ständige Überbelastung schadet eben.
Dann solltest Du entweder versuchen, in diesem Bereich mit Hilfe anderer zu erarbeiten (um es eben richtig zu machen und der Stimme nicht zu schaden) oder aber, wenn Du merkst, daß das einfach nichts bringt (kann ja geschehen) darauf verzichten und Dich mit den anatomischen Voraussetzungen abfinden, die die Natur Dir gegeben hat.
Ich beobachte in meinem Umfeld ständig Sänger (auch hier in diesem Forum), die sagen: "Ich möchte so und so singen können - das klingt geil, also möchte ich das auch machen. Wie mache ich das?"
Dabei vergessen sie, daß ihre Stimme die dazugehörigen Bedingungen eventuell gar nicht erfüllt. Es ist zwar "erschütternd" (< nicht ernsthaft natürlich ), aber "man" kann sich als Sänger sein "Instrument" nicht aussuchen. Man bekommt es wie es ist und muß eben sehen, was man daraus machen kann. Gibt ja ne Menge Möglichkeiten. Allerdings ist das nur bis zu einem gewissen Punkt möglich, und mit dem muß man eben umgehen.
Ich selber würde zum Beispiel nie rauh singen können. Meine Stimme ist hell und klar. Und ich würde deshalb nie auf die Idee kommen, dies bewußt zu verändern. Weil meine Stimme es eben nicht hergibt. Na und?
Also wichtig!!! (und was ich damit ^ eigentlich sagen wollte): Hauptsache Du magst Deine Stimme und versuchst nichts aus ihr herauszuholen, was sie vielleicht nicht kann (ich kann es jetzt irgendwie nicht einschätzen anhand der Posts). Dann kann Dir eigentlich auch nichts passieren. _________________ Lasst Es Uns Doch Wieder Wagen
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Sonne33
Anmeldungsdatum: 25.05.2007 Beiträge: 8
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Verfasst am: So Jul 08, 2007 18:01 Titel: |
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Also meiner persönlichen Erfahrung lässt sich klassischer Gesang und Pop/Rock Gesang nicht so wirklich miteinander kombinieren. Klassischer Gesang arbeitet halt viel mit Kopfstimme, im Pop/Rock Gesang zieht man halt die Bruststimme rauf und das wirkt dann "schriller".
Meine ehemalige klassische Gesangslehrerin kann gar nicht "normal" Pop/Rock singen, die singt halt Pop-Stücke im klassischen Gesangsstil.
Verhauen in dem Sinne kann man sich wohl so oder so nichts an den Organen, wenn man den oder den Stil oder auch beide beherrscht. Man muß dann je Bedarf halt "umschalten" können. Ich selbst kenne aber eigentlich niemanden, der beide Stile beherrscht.
Ich selbst hab zwar klassisch angefangen und bin dann nach ein paar Jahren zum Glück in die andere Richtung gegangen. Klassisch hab ich mir immer sehr schwer getan, Pop/Rock geht viel besser. Ich glaube daher halt auch, daß man am besten seine Richtung finden muß und am besten dann auch dabei bleibt und übt und ausbaut.
LG
Sonne |
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Sophie

Anmeldungsdatum: 05.07.2007 Beiträge: 369
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Verfasst am: So Jul 08, 2007 22:20 Titel: |
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Ja, es gibt ne Menge klassischer Sänger, die keinen Rock/Pop singen können. Und ebenso genug "in umgekehrt" .
Das liegt aber wie ich das erfahren habe eher daran, daß sie nicht beide Stilrichtungen in Kombi gelernt oder eine gar gänzlich ausgeschlossen haben. Natürlich fällt es dann mit dem "Endprodukt" schwerer, sich auf einmal einem anderen Stil anzupassen.
Da Deine Gesangslehrerin aber Pop und Rock-Stücke im klassischen Stil singen kann, ist das schon ein Indiz dafür, daß man eine Gesangsart auch für zwei Bereiche verwenden kann. Da das auch umgekehrt möglich ist (also klassische Stücke mit einer "Pop/Rock-Stimme" zu singen) hat es nur Vorteile, wenn man in Ergänzung lernt und beide Bereiche gleichwertig erarbeitet (< jetzt nochmal direkt bezogen auf die Frage in Post 1). Denn so hat man die Möglichkeit völlig ungebunden zu singen, was am Ende auch das "Umschalten" (wie Du es nennst) während des gleichen Stückes möglich macht. Man hat eben mehr Zugriff auf unterschiedliche Techniken und kann die nutzen wie einem beliebt. Ich würde aber nicht so weit gehen zu behaupten, daß bei jedem ein Schwarz-Weiß-Mix entsteht, bei manchen entwickelt sich auch statt dessen eine Art flexibler Grauton (ohje, immer diese Metaphern ). Das ist wohl individuell.
Ich selber finde den Rock/Pop-Stil auch wesentlich leichter. Meine auch, man kann ihn sogar viel schneller umsetzen. Finde ihn aber für mich weniger ergiebig, weshalb ich mich dann einfach trotzdem mit den Schwierigkeiten des klassischen Gesangs "abquäle"
Meine Gesangslehrerin ist zum Glück eine, die beides beherrscht und das entsprechend an mich weiterleitet. Bin froh, dort gelandet zu sein, denn während ich daran arbeite den einen oder anderen Fehler hinfortzutrainieren, kann ich wenns mal Ernst wird für den Augenblick spontan die Stelle, an der der Felher auftaucht mit der "Pop-Stimme" abdecken (so viel zum Schwarz-Weiß-Mix). Ist schon praktisch.
Wie gesagt - es hat schon Vorteile. Aber man muß natürlich nicht. _________________ Lasst Es Uns Doch Wieder Wagen
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Asphyx
Anmeldungsdatum: 06.02.2007 Beiträge: 52
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Verfasst am: Mo Jul 09, 2007 19:11 Titel: |
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Danke erstmal an alle, für eure ergiebigen Antworten.
Hab ich wieder jede Menge neue Denkanstösse bekommen.
Ich bin übrigens 24, und kann mir stundenlang die Seele aus dem Leib schreien( bei Konzerten z.B.), ohne dass ich da was merke.
Deswegen hatte ich eigentlich auch mit gefragt. Wenn ich mit irgendwas Probleme hätte, würde ich ja merken, dass es schädlich ist.
Ab welcher Belastung fängt das Organ denn an schaden zu nehmen.
Wie merkt man das.
Man muss die Stimme ja auch fordern, und mal einen Ton versuchen, den man sonst nicht erreicht, sonst kommt man ja icht weiter, oder?
Es stimmt: irgendwie ist man versucht, Sänger die man mag zu immitieren, und so klingen zu wollen.
Ich habe letztens mal wieder ein bisschen was von mir aufgenommen, und gemerkt, dass man sowas NIE erreichen wird. Man sollte tatsächlich eher seine eigene Stimme akzeptieren, und mit dem Instrument arbeiten, was man hat.
Ich glaube da wäre es wirklich gut, wenn ich mal etwas Unterricht nehme. |
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Asphyx
Anmeldungsdatum: 06.02.2007 Beiträge: 52
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Verfasst am: Do Jul 12, 2007 20:16 Titel: |
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Anstatt jetzt noch ein neues Thema aufzumachen gleich mal noch ´ne Frage hintendran. (Die aber ja auch was damit zu tun hat)
Was für ein Stimmumfang ist eigentlich so der Standart?
Hab gehört, das es eine Frau gab, die 4 1/2 Oktaven konnte.
Bis zu welcher Tonhöhe kann man mit Bruststimme schaffen, und bis zu welcher Tiefe kann man die Kopfstimme nehmen.
Das ist ja sicher bei jedem anders. Mich würden nur mal so paar Anhalts- Werte interessieren.
Empfielt es sich eigentlich (wie z.B. bei Klavier der Fingersatz) immer an der gleichen Stelle den wechsel zw. Brust- und Kopfstimme zu machen, oder gibt´s da irgendwelche Tipp`s. |
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Sophie

Anmeldungsdatum: 05.07.2007 Beiträge: 369
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Verfasst am: Fr Jul 13, 2007 3:50 Titel: |
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Das ist in der Tat bei jedem anders. Alles davon sozusagen.
Was den Stimmumfang betrifft, dieser geht meines Wissens wenn Du einen ganz und gar pauschalen Wert wünscht in etwa über 2-3 Oktaven. Es gibt Sänger die mehr haben (oder auch weniger), während man als "Nicht-Sänger" (also ungeschult) meist sehr viel weniger hat.
Genauso ist es bei jedem anders wie weit das ausbaufähig ist.
Das mit der Brust-und Kopfstimme in der ansteigenden Tonlage kann ich Dir für Dich nun wirklich leider nicht sagen. Es kommt ja drauf an, in welcher Tonlage Du überhaupt singst. Demnach gibt es auch keinen bestimmten Ton. Besser gesagt ist es eh nicht nur ein Ton, sondern die Stelle des Bruches umfaßt mehrere Töne. Wenn Du in einer für Dich bequemen Mittellage singst, wirst Du eventuell feststellen, daß Du diese sowohl mit der Kopf- als auch mit der Bruststimme singen kannst. Und sie ist in beiden Verhältnissen ausbaufähig. Wenn Du aber gern testen möchtest wie weit Du derzeit gleichbleibend in die Höhe kommst (oder umgekehrt), dann empfiehlt es sich, einfach mal eine Tonleiter zu singen (nicht zu schnell, Du sollst ja noch was merken) und selber mal zu gucken, wo Du da einen Bruch feststellen könntest.
Und zu der Frage, ob es sich empfiehlt, den Wechsel immer an der gleichen Stelle zu vollziehen - siehe oben. Dann klärt sich das gegebenenfalls von selbst. Meine Meinung: nein. Dieser Abschnitt ist ja nun nicht tatsächlich festgelegt.
Statt desse solltest Du Deine Stimme erweitern (siehe oben), sonst gehst Du in der Zukunft immer wieder die Gefahr von akkustischen Ungereimtheiten ein. Abgesehen davon ist das Ziel des Gesangsunterrichtes ja (solltest Du welchen nehmen), eines von beidem oder auch beides zu erweitern, damit Du eben nicht von diesem Bruch gestört wirst. _________________ Lasst Es Uns Doch Wieder Wagen
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Asphyx
Anmeldungsdatum: 06.02.2007 Beiträge: 52
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Verfasst am: Fr Jul 13, 2007 21:55 Titel: |
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Also das du bei mir nicht sagen kannst, wo die BS aufhört und die KS anfängt ist ja klar.
Ich meinte halt eher so Anhaltswerte.
Vielleicht sind das auch total blöde Fragen, die sowieso nicht relevant sind, und womit ich meinen Gesangslehrer nerven sollte, den ich (noch) nicht habe. Wenn dem so ist, sagt bescheid.
Aber ich wollte halt mal so rumfragen, was so der Standart ist, um besser einschätzen zu können, was ich für eine Stimme habe.
Das mit den Tonleitern mache ich manchmal am Klavier. Ich komm da auf etwas mehr als 3 1/2 Oktaven (je nach Tagesform)
Wie gesagt rein technisch gesehen komm ich auch noch bei Farinelli mit. Was aber eigentlich nicht meine Stilrichtung werden soll. Oder doch...hm..
Ich krieg halt in der Kopfstimme keinen guten Klang für Rock hin.
Klingt halt sehr Kastratenmäßig
Ich glaube das ist es, was mich eigentlich am meisten stört... |
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Sophie

Anmeldungsdatum: 05.07.2007 Beiträge: 369
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Verfasst am: Sa Jul 14, 2007 4:56 Titel: |
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Nein, das sind keine blöden Fragen. Es sind Sachen, bei denen ich jetzt ohne Praxis sagen würde: "Du denkst zu viel" Aber ich kann schon verstehen, daß Dich das alles ganz brennend interessiert. Mir ging's damals genauso. Paßt also schon.
Soso "Anhaltswerte" (KS/BS) also.....
Also erstmal ist dazu zu sagen, daß es immer drauf ankommt. Da gibt es unterschiedliche Einflüsse. Es geht schon los bei der Tageszeit. Am Morgen ist Deine Stimme noch entspannt vom Schlafen und von vorn herein schonmal tiefer. Somit verschiebt sich auch der Registerbruch. Ebenso kommt es darauf an, welche Vokale Du singst, wie laut Du singst, eventuell sogar was Du eigentlich singst. Wenn Du zum Beispiel eine Tonleiter singst, kannst Du ja mal darauf achten, ob Du einen Unterschied bemerkst, wenn Du sie von oben nach unten oder von unten nach oben singst
Das ist natürlich alles noch zu beeinflussen, und was ich hier sage ^ ist nicht! grundsätzlich. Aber es sind Möglichkeiten.
Also ich sag's mal ganz pauschal:
Es gibt beim Singen für manche auch ein "Mittelregister". Ich sage jetzt extra "für manche", weil da die Meinungen auseinandergehen, ob man das als extra Register einzuteilen hat oder nicht. Gemeint ist auf jeden Fall die Mitteltonlage, die ich oben schon beschrieben habe. An der oberen Grenze dieser Mitteltonlage sollte im Normalfall Deine Kopfstimme tatsächlich aktiv sein - logisch!
Kastratenmäßig *lol* (< Ausdruck, der Kracher )
Du meinst wahrscheinlich dünn und mit viel Luft und wenig Fülle. (?)
Naja, einer der Ziele ist es ja, die Stimme zu optimieren und ihr mehr Fülle zu verleihen. Dann dürfte das später auch irgendwann anders klingen.
Hauptsache, Du machst nicht den Fehler (gerade in hohen Tonlagen) und erzwingst etwas, indem Du einfach durch Lautstärke nachhilfst. Viele machen das ja. Der Ton klingt nicht vernünftig, also werden sie lauter und lauter. Ich glaub, ich muß da nichts zu erläutern. Tu es nicht.
Du hattest übrigens nach dieser Belastungs-Sache gefragt. Hatte ich irgendwie vergessen beim letzten Mal
Ab welcher Belastung ein Stimmorgan rein theoretisch Schaden nimmt, kann Dir wohl aber wirklich nur ein Arzt sagen
Das ist wie bei jedem anderen Organ auch. Es gibt Leute, die sind sehr magenempfindlich. Und es gibt Leute, die es nicht sind. So ist das auch mit der Stimme.
Woran man das merkt, hab ich aber eigentlich schon oben beschrieben. Oder meintest Du jetzt, woran man merkt, daß man schon einen Schaden hat?
Das kommt auf den Schaden an. Es gibt da eine große Auswahl von Stimm-Erkrankungen. Von denen betreffen übrigens auch einige eher Sänger, die autodidaktisch singen *wink-mit-dem-zaunpfahl*
Hab ich was vergessen? Moment............... so wieder da
Ja, man muß natürlich auch Töne versuchen, die man sonst nicht singt, klaro. Aber 1. nicht ohne Anleitung > sonst gewöhnt man sich schnell Fehler an. Es gibt natürlich meherer Arten einen Ton zu erreichen, aber nicht jede ist die richtige. 2. Singt man den Ton nicht einfach, sondern man tastet sich an ihn heran 3. Gibt es oft auch die Möglichkeit das Grundwissen aus den anderen Tonlagen auch auf diesen Ton anzuwenden.
Daher sollte man erst die bequemen und greifbaren Tonlagen einiger maßen beherrschen, um die anderen überhaupt erarbeiten zu können.
So. Jetzt hab ich bestimmt nen Roman geschrieben. oO.
Naja. Erstmal absenden, nech. _________________ Lasst Es Uns Doch Wieder Wagen
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