Musikertalk.com • Thema anzeigen - Bass-Kauderwelsch (Bass-Fachbegriffe erklärt!)

 
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BeitragVerfasst: So Mai 18, 2008 20:35 
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ich dachte ich mache mal einen thread auf, in dem pro post ein fachbegriff aus der basswelt (wenn möglich mit eingebauten bildern) erklärt wird. ansonsten bitte keine posts hier rein

so kann man bei begriffsfragen vor allem neuerer user in andern threads auf dieses thema verweisen!
ich hoffe ihr macht alle mit beim erklären von fachbegrifen wie mechanik, ball-end, bridge...
aber nur ein begriff (oder kontext) pro post! dementsprechend sind hier doppelposts erlaubt!
es zählen auch abkürzungen, die erklärt werden!

ergänzungsvorschläge,kritik, diskussion, etc. bitte in diesen diskussionsthread:
bass-kauderwelsch-diskussionsthread-t10689.html

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Zuletzt geändert von Kulashaker am Sa Jun 14, 2008 10:35, insgesamt 1-mal geändert.


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BeitragVerfasst: Mo Mai 19, 2008 23:49 
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Stingtree (=Saitenniederhalter):

ein stingtree findet sich an der kopfplatte der meisten bässe wieder.
er ist per schraube zwischen mechaniken und sattel angebracht. der sinn eines stingtrees ist es, die saiten unter ihm durchführen zu können, damit so ein größerer druck von den saiten auf den sattel ausgeübt wird. ansonsten wäre es durchaus möglich, dass beispielsweise die g-saite durch die hohe entfernung zwischen mechanik und sattelkerbe einfach beim spielen aus dem sattel rutschen könnte. eine solche entfernung wird aber eigtl nur bei g- und d-saite erreicht, weshalb der stingtree meist so positioniert ist, dass er nur diese beiden saiten betrifft. teilwiese ist auch die a-saite noch miteinbezogen.
bässe die keinen stingtree benötigen, haben stattdessen eine abgewinkelte kopfplatte (sie neigt sich sizusagen vom griffbrett weg)...hierbei verlaufen dann die saiten flacher über die kopfplatte und erzeugen einen größeren druck auf die kopfplatte, und zwar ohne, dass ein stingtree nötig ist.
stingtrees können unterschiedlich aussehen, es gibt sie auch mit rollen um die saitenunterführung für die saite selbst schonender zu gestalten, beim bass ist der stingtrees jedoch meist aus metall und sieht in etwa so aus

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BeitragVerfasst: Di Mai 20, 2008 0:54 
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J-Bass, P-Pass, T-Bass, JB, Jazz Bass, Preci, Precision Bass , Telecaster Bass, PJ

1951 fertigte Leo Fender den ersten E-Bass in Serie.
Dieser Bass hatte Bundstäbchen wie Gitarren und unterschied sich so von Kontrabässen. Weil man mit Hilfe der Bundstäbchen die Töne einfach und präzise greifen konnte, erhielt dieser Bass den Namen "Precision Bass". Der erste Precision Bass hatte einen einspuligen Tonabnehmer (= Single Coil).
Die Kopfplatte des Precision Basses ähnelte bis 1957 der Form einer Fender Telecaster Gitarre. Ab 1957 ähnelte die Kopfplatte einer Stratocaster Gitarre. 1957 erhielt der ganz leicht geänderte Korpus einen zweigeteilten Tonabnehmer (=Split Coil).
Spricht man heutzutage vom Precision Bass, ist meistens ein Modell gemeint, das aussieht wie die Modelle ab 1957 - also mit Stratocaster ähnlicher Kopfplatte und Split Coil Tonabnehmer. Die Kurzbezeichnung des Precision Basses ist "P-Bass" oder auch "Preci".
Hat ein Bass einen Split Coil Tonabnehmer in der Form eines Precision Basses, spricht man von einem Bass mit P-Pickup.

1962 brachte Leo Fender den "Jazz Bass" auf den Markt.
Der Jazz Bass hatte eine andere Korpusform. Die Kopfplatte war gleich mit der des Precision von 1957. Der Hals war aber wesentlich schlanker und dünner. Zudem hatte der Jazz Bass zwei einspulige Tonabnehmer (= Single Coil Pickups). Ein Pickup befindet sich in der Mitte, einer am Steg. Die ersten Jazz Bässe hatten Tandem-Potis (zwei Regler übereinander), so dass man für jeden Pickup Volumen und Ton regeln konnte. Sehr schnell bekamen die Jazz Bässe aber drei normale Regler hintereinander (2 Volumen, 1 Ton).
Lange Jahre gab es den Jazz Bass nur mit Griffbrett aus Palisander. Anfang der 1970er Jahre kamen aber auch Modelle mit Ahorngriffbrett auf den Markt.
Die Kurzbezeichnung des Jazz Bass ist "J-Bass" oder auch "JB".
Hat ein Bass die Tonabnehmer in der Form eines Jazz Basses, spricht man von einem Bass mit J-Pickup oder J-Pickups.

1967 brachte Fender eine leicht veränderte Neuauflage des ersten Basses von 1951 auf den Markt. Wegen der Kopfplatte - und um Verwechslungen auszuschließen - nannte man diesen Bass "Telecaster Bass". Die ersten Telecaster Bässe hatten einen SingleCoil Pickup wie die ersten Precision Bässe. Später bekam der Telecaster Bass einen Tonabnehmer, der das Brummen unterdrückt (=Humbucker). Diese Humbucker hatten eine verchromte Kappe.
Die Kurzbezeichnung des Telcaster Bass ist "T-Bass" oder auch "Tele Bass".
Tonabnehmer in der Form eines Telecaster Basses werden kaum in anderen Bässen benutzt.

Hat man einen Bass mit der Kopfform einer Telecaster Gitarre, dem Body eines Telecaster Basses, in der Mitte den Tonabnehmer eines Precision 1957 Basses und am Steg den Tonabnehmer eines Jazz Basses spricht man z.B. von einem "T-Bass mit PJ-Pickups".

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BeitragVerfasst: So Jun 01, 2008 17:44 
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Decal:
unter decal versteht man den aufdruck auf bässen, der meistens auf der vorderseite der kopfplatte zu finden ist. decals geben aufschluss über die marke und meistens auch über die seriennummer des basses.
vereinzelt, sowie vor allem bei headless-bässen, kann der decal auch auf dem korpus des basses angebracht sein.
meistens ist der decal eine folie, die locker auf die unlackierte kopfplatte geklebt wird und dann bei der lackierung des halses und der kopfplatte "einlackiert wird".
decals kann man auch nachträglich kaufen oder selber drucken. transparenzfolie ist hierbei empfehlenswert!

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 Betreff des Beitrags: Shielding
BeitragVerfasst: Sa Dez 27, 2008 23:27 
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Shielding = Abschirmung

Die Abschirmung unterbindet elektrische Interferenzen von außen.
Normalerweise erreicht man dies entweder durch ein abgeschirmtes Kabel, Kupferfolie, mit der das Reglerfach bei den meisten Bässen ausgekleidet sein sollte, oder durch den Gebrauch einer speziellen Abschirmfarbe.
Oft findet man auch Kupferfolie in der Abdeckplatte des E-Faches.

Üblicherweise sind aber das abgeschirmte Kabel und die Kupferfolie ausreichend zur Abschirmung von Störungen.

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 Betreff des Beitrags: Saitenkerne
BeitragVerfasst: So Dez 28, 2008 1:46 
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Beiträge: 54
Wohnort: Rostock
Hexkern/ Rundkern Saiten:

Saiten bestehen aus einem Drahtkern mit Wicklungen darum. Mit der Geburt der ersten elektrischen Bassgitarre aus dem Hause Fender, wurde ein zentraler runder Eisendrahtkern genommem und mit Rostfreiem Stahl (Stainless Steel) umwunden.
Die Rundkern Variante war bereits bewährt beim Klavierbau.

Variationen der Saiten führten zur Einführung des Sechseckigen Drahtkerns. Dem Hexacore (Hexkern).
La Bella Strings (Cocco), D´Addario und Status bevorzugen die Hexkern Saiten, da sie eine bessere Performance bieten & eine längere Lebensdauer als Rundkerne haben. Objektiv betrachtet hat der Hexcore den Vorteil, das er eine engere Bindung zwischen Drahtumwicklung und Kern erzeugt. Dadurch entsteht eine konsistente, heller klingende Saite mit längerer Lebensdauer und besserer Intonation.

Rundkernsaiten kosten aufgrund der erforderlichen erhöhten Produktionsmethoden meist etwas mehr, haben aber dennoch ihre Anhänger. Warwick spricht sich für Rundkernsaiten aus, da sich Rundkern nicht ganz so "steif" anfühlt wie Hexcore- Saiten. Sie weist also eine höhere Flexibilität auf.

Letztendlich ist es Geschmackssache zu welchem Saitenkerntyp man tendiert.

Rundkern Variante (DR)
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Sechskant Saiten Variante (Pyramid)
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BeitragVerfasst: Di Mai 05, 2009 1:57 
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Registriert: Sa Jan 24, 2009 19:32
Beiträge: 42
Wohnort: Essen
Wo wir hier bei den Fachbegriffen sind...
Hätte da mal ne vieleicht dähmliche Frage. Kann mir mal jemand den Begriff "soapbar" erklären??? Liest man bei PickUps (Humbuckern) immer wieder. Die Übersetzung "Seifenbarren" (od. sinngemäß Stück Seife) macht für mich in diesem zusamenhang aber irgentwie keinen rechten Sinn, erschliesst sich mir zumindest nicht !!! :( :?:

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...wer Rechtschreibfehler findet, darf sie getrost behalten!



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BeitragVerfasst: Di Mai 05, 2009 17:04 
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Registriert: Mo Dez 11, 2006 22:17
Beiträge: 354
Wohnort: Leverkusen
Korrigiert mich, wenn ich Mist rede, aber Soapbar ist meines Wissens nach nur die Formbezeichnung. Also ein durchgehendes Stück Pickup sozusagen. Soapbar kann sowohl Singlecoil, als auch Humbucker sein, solange es aussieht, wie ein Stück Seife!
(Habe zumindest schon beide Bauformen unter dieser Bezeichnung gesehen)



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BeitragVerfasst: So Jul 05, 2009 7:46 
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Registriert: So Mai 10, 2009 21:18
Beiträge: 15
Wohnort: irgendwo hinter Kassel nähe Homberg (Efze)
Humbucker

Zu Deutsch Brumdrücker ist ein Tonabnehmer der erste Humbucker wurde von zwei mitarbeitern der Firma Gibson Entwickelt und Besteht aus zwei Single Coils.
Der Humbucker hat im Gegensatz zum Single Coil nicht so höhenreich und mehr Frequenzanteile im Mittenbereich. Der Grund hierfür ist überwiegend die durch größere Induktivität des Tonabnehmers tiefer liegende Resonanzfrequenz in Verbindung mit der außen angeschlossenen Lastkapazität (Gitarrenkabel). Bei gleicher Windungszahl pro Spule und gleich starken Magneten ist die Ausgangsspannung des Humbuckers ungefähr doppelt so hoch wie die eines Singlecoils, was schneller zu einem Übersteuern der Eingangsstufe des Gitarrenverstärkers und damit zu (erwünschten) Verzerrungen führt.

Single Coil:

Zu Deutsch Ein Spulen Tonabnehmer ist ebenfalls in Tohnabnehmer.
Ein Single Coil besteht aus einem Permanentmagneten und einer aus sehr dünnem Draht gewickelten Spule um den Magneten. Die Saitenschwingung wird durch Beeinflussung des Magnetfeldes in elektrische Spannung umgesetzt (Induktion). Diese geringen Spannungen können mittels eines Gitarrenverstärkers hörbar gemacht werden. Die Klangcharakteristik des Single Coils kann als höhenreich und transparent beschrieben werden.

hier ein paar bilder :

Bild
Humbucker- (links) und zwei Single-Coil-Pickups (Mitte und rechts)

Bild
ein Single Coil

Bild
ein Humbucker

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