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 Betreff des Beitrags: Akkord Skalen Frage
BeitragVerfasst: Fr Feb 13, 2009 10:24 
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Registriert: Fr Feb 13, 2009 10:19
Beiträge: 8
Hallo zusammen!
ich bin 16 und komme aus wien hab vor kurzem begonnen mich mit jazz harmonie auseinander zusetzen, vorallem am klavier ich hab mir auch ein buch gekauft und habe schon viel gelernt nur eine sache hab ich noch immer nicht ganz verstanden
wenn ich einen akkord habe und nur den akkord , zb: Dm7 oder Cmaj7 oder Gm maj7 oder sonst was...woher weiß ich was die options töne sind? es gibt ja drei systeme: dur, harmonisch moll und melodisch moll und wenn ich jetzt einen akkord habe dm7, wie ermittle ich (für ionisch erstmal) die optionstöne für jede von den skalen?
danke im voraus



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BeitragVerfasst: Fr Feb 13, 2009 15:28 
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Registriert: Mo Feb 09, 2009 18:54
Beiträge: 3
raushören,

wenns sich nicht anhört gehörts da nicht hin.

So machen wirs wenigstens in der Rockmusik.



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BeitragVerfasst: Fr Feb 13, 2009 15:41 
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Registriert: Fr Feb 13, 2009 10:19
Beiträge: 8
kk du rocker ^^ das wäre meine alternative aber ich wills trotzdem wissen



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BeitragVerfasst: Mo Feb 16, 2009 13:04 
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Registriert: Fr Jan 26, 2007 21:25
Beiträge: 118
Scumdrummer hat geschrieben:
wenn ich einen akkord habe und nur den akkord , zb: Dm7 oder Cmaj7 oder Gm maj7 oder sonst was...woher weiß ich was die options töne sind? es gibt ja drei systeme: dur, harmonisch moll und melodisch moll und wenn ich jetzt einen akkord habe dm7, wie ermittle ich (für ionisch erstmal) die optionstöne für jede von den skalen?


Das geht nicht. Nur ein einzelner Akkord reicht nicht aus, um zu sagen, welche Optionen am besten klingen. Hier kommt es immer auf die Funktion des Akkordes an, und das geht nur im Kontext. Von der Funktion läßt sich das Skalen-Klischee ableiten. Und dann kannst du immer noch entscheiden, ob du dich daran hältst oder nicht.

Nur ein Beispiel. Dm7

Dm7 kann II-7 in C-Dur, III-7 in Bb-Dur und VI-7 in F-Dur sein. Das jeweilige Klischee wäre dorisch in C-Dur, phrygisch in Bb-Dur und äolisch in F-Dur - also immer das diatonische Tonmaterial der Tonart. Die Optionstöne sind dann auch die Töne, die in dieser Skale und damit in der Tonart verankert sind.
Das selbe gilt natürlich auch für die parallelen Molltonarten. Da Dur und Moll eine Einheit bilden, kommst du da natürlich auf die gleichen Skalenzuordnungen.

Dieser Akkordtyp kann auch in ganz anderen Situationen auftauchen z.B. (1. Akkord ist der Beispiele ist jeweils Tonika):
    modaler Austauschakkord ---> | Amaj7 | Dmaj7 Dm7 | Amaj7 |
    Teil einer sekundären II-V-Verbindung ---> | Ebmaj7 | Dm7 G7b9b13 | Abmaj7 | Bb7sus4 |
    Teil einer sekundären Sub(II-V)-Verbindung ---> | Bmaj7 | Dm7 ( G7 ) | C#m7 | F#7sus4 |

Was ich damit zeigen will: Nur Aufgrund der umgebenden Akkorde läßt sich die Bedeutung des Dm-Akkordes erkennen und damit auch seine typische Skale (möglichen Akkorderweiterungen) bestimmen.

Ganze Bücher befassen sich mit diesen Zusammenhängen zwischen Akkord und Skale in den verschiedenen harmonischen Situationen. Eines der besten und verständlichsten Bücher wurde von Frank Sikora geschrieben: Die neue Jazz-Harmonielehre

Gruß



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BeitragVerfasst: Di Feb 24, 2009 22:45 
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Registriert: Fr Feb 13, 2009 10:19
Beiträge: 8
danke vielmals matbal !
ich habe schon verstanden ich hab aber noch immer ein problem
ich arbeite mit dem buch, die jazzmethode für klavier 1 von klaus ignatzek und nach den kapiteln gibt esimmer übungen und hinten sind lösungen, ein teil der übungen für die kirchen modi ist folgender:
man soll den akkorden die skalen zu ordnen:
mit em7/13 (=e dorisch), amaj7/#11 (=a lydisch), ebm7/b13 (eb äolisch),Bm7/b9/b13 (=bb phrygisch) hab ich das schon geschafft, man kann ja auch schon ganz einfach an den optionstönen ablesen welche skala es ist aber prinzipiell hab ich ton für ton (1 9 3 11 5 13 7) entziffert und leider sind bei den übungen auch akkorde ohne options angaben angegeben:
dm7/b5, Bb7 , emaj7 ...., bb7 hab ich geschafft (=mixolydisch) und e maj7 mit ionisch auch
aber ich bin nicht dahinter gekommen wie man auf das kommt was im lösungsteil steht für den dm7/b5er...... es steht nämlich lokrisch aber ich kann das nicht nachvollziehen: ich habe den akkord: d, f, gis, c und wenn ich die 9 also den zweiten ton haben will geh ich (da kein b oder # vorhanden ist) eine große sekunde rauf und komme auf e, aberim buch ist eb angegeben...?? die 11 passt mit g aberdie 13 sollte B sein ist im buch aber bb.... also b9 und b13 (=lokrisch) aber wie schließe ich darauf von dm7/b5????
oder ist es einfach nur ein fehler vom autor ^^??



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BeitragVerfasst: Mi Feb 25, 2009 10:55 
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Registriert: Fr Jan 26, 2007 21:25
Beiträge: 118
Ich muß vorausschicken, daß ich das Buch nicht kenne.

Scumdrummer hat geschrieben:
mit em7/13 (=e dorisch), amaj7/#11 (=a lydisch), ebm7/b13 (eb äolisch),Bm7/b9/b13 (=bb phrygisch) hab ich das schon geschafft, man kann ja auch schon ganz einfach an den optionstönen ablesen welche skala es ist aber prinzipiell hab ich ton für ton (1 9 3 11 5 13 7) entziffert und leider sind bei den übungen auch akkorde ohne options angaben angegeben:

Stimmt, durch die Optionstöne wird die Chordskale klar.

Scumdrummer hat geschrieben:
dm7/b5, Bb7 , emaj7 ...., bb7 hab ich geschafft (=mixolydisch) und e maj7 mit ionisch auch

Wobei das genaugenommen nicht wirklich eindeutig ist. Die nicht angegebenen Optionen geben nämlich auch keinen Hinweis darauf, ob sie groß oder klein sind. Es ist eher so, daß man an bestimmte Skalen/Klänge zuerst denkt, nämlich an Stufenklänge in Dur:

    Major7-Akkord => Imaj7 (tonika)=> ionisch
    Dom7-Akkord => V7 (Dominante) => mixolydisch
    halbverminderter Akkord => VIIm7b5 => lokrisch
Scumdrummer hat geschrieben:
aber ich bin nicht dahinter gekommen wie man auf das kommt was im lösungsteil steht für den dm7/b5er...... es steht nämlich lokrisch aber ich kann das nicht nachvollziehen: ich habe den akkord: d, f, gis, c und wenn ich die 9 also den zweiten ton haben will geh ich (da kein b oder # vorhanden ist) eine große sekunde rauf und komme auf e, aberim buch ist eb angegeben...?? die 11 passt mit g aberdie 13 sollte B sein ist im buch aber bb.... also b9 und b13 (=lokrisch) aber wie schließe ich darauf von dm7/b5????
oder ist es einfach nur ein fehler vom autor ^^??


Der halbverminderte Akkorde (Dm7b5) kommt am häufigsten als VII. Stufe in Dur (Eb-Dur) oder als II. Stufe in Moll (C-Moll) vor. In diesem Kontext wird er immer lokrisch gespielt.

Es ist aber auch nicht die einzige Möglichkeit. Wenn der Akkord nicht als II in moll oder VII in Dur vorkommt, kann auch lokrisch(9) = MM6 stimmiger klingen, das wäre z.B. der Fall, wenn du Dm7b5 in C-Dur einbaust.
___________

Du kannst beim Suchen der fehlenden Zwischentöne der Chordskala noch einen anderen Punkt im Auge behalten. Dabei gehst du nur von grundsätzlichen Eigenschaften der meisten Chordskalen aus. Normalerweise fehlt zwischen zwei Akkordtönen nur ein Ton. Es dürfen keine zwei Halbtonschritte aufeinanderfolgen, es soll möglichst keine übermäßige Sekunde entstehen. Es gibt zwar auch ein paar Ausnahmen, aber meistens trifft es zu.

Suchen wir einfach mal zum Dm7b5 passende Zusatztöne:

wir haben D - ? - F - ? - Ab - ? - C

  • Zwischen D und F paßt Eb oder E
  • Zwischen F und Ab paßt Gb oder G. Da Gb enharmonisch umgedeutet die große Terz F# wäre, fällt der Ton weg. Es wäre seltsam, wenn in einem Moll-Akkord auch noch die Durterz gespielt würde.
  • Zwischen Ab und C paßt nur Bb, wenn man die übermäßige Sekunde vermeiden will.

Ergebnis: D - [Eb/E] - F - Gb - Ab - Bb - C

Intervalle: 1 - [b9/9] - b3 - 4 - b5 - b6 - b7 => lokrisch/lokrisch(9)

Gruß



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BeitragVerfasst: Mi Feb 25, 2009 15:33 
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Registriert: Fr Feb 13, 2009 10:19
Beiträge: 8
erstmal danke :D du scheinst dich auszukennen, bist du profi? das war wirklich eine tolle antwort danke vielmals !
wegen bb7 hab ich geschafft (=mixolydisch) und e maj7 mit ionisch auch , ich hab die akkorde entschlüßelt und da keine options alterationen angegeben waren hab ich die ganze skale aufgeschrieben und mir die halbtonabstände angeschaut ;) aber die stufen technik ist besser...hab nicht dran gedacht und da ists auch sehr eindeutig mit dem dm7/b5.... 7. stufe ganz klar lokrisch :D, und danke für den tip mit den halbtonschritten die nicht aufeinander folgen sollten, hilft mir auch

danke!
ich hätte da aber noch eine andere frage ehrlich gesagt...ich beherrsche die skalen jetzt ich hab das system durchschaut der kirchenmodi usw usw ich kenn die skalen aber nur rauf und runter spielen...wie kann ich beginnen auf solieren hinzutrainieren? welche abfolgen soll ich verwenden innerhalb der skalen, was für oktav spannweiten und und...zusatz info: bin am klavier anfänger bis fortgeschritten hab in meiner kindes kindheit nur klassische sachen gespielt aufgehört und jetzt mit 16 wieder begonnen aus interesse an jazz
was empfiehlst du mir?



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BeitragVerfasst: Do Feb 26, 2009 22:37 
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Registriert: Fr Jan 26, 2007 21:25
Beiträge: 118
Ich weiß nicht genau, was du mit "beherrschen der Skalen" meinst. Wichtig ist, daß man sie nicht nur versteht, sondern auch in sein Ohr bekommt, daß man sie mit bestimmten Klängen verbindet.

Wie kommst du denn mit dem Buch von Klaus Ignatzek zurecht?
Ich habe gerade bei Amazon gesehen, daß es von ihm auch "Die Jazz Methode für Klavier - Solo" gibt. Diese scheint genau auf das Solosspiel einzugehen, das dich momentan interessiert.

Mich selber (kein Profi) haben die Bücher von Philipp Moehrke beim Jazz-Piano-Spiel weitergebracht. Dieses Buch könnte vielleicht auch dich interessieren...

Jazz Piano - Improvisations Concepts
Dieses Buch ist wirklich nur ein Praxisbuch. Theorie wird hier nicht vermittelt, nur soviel, wie man für die Übungen braucht.

Das Buch geht das Thema Solo-Improvisation sehr praktisch an. Man arbeitet haupsächlich mit den beiden Audio-CDs. Man lernt die typische Jazz-Spielweise durch Imitation, Nachspielen. Ein Jazz-Trio spielt die Begleitung, das Piano spielt einen Takt eine Phrase vor, die man im nächsten Takt nachspielt. Das Piano läßt sich mit dem Balance-Regler auch wegdrehen, dann kann man seine eigenen Solos spielen. Zusätzlich zu jeder Übung gibt es eine Transkriptionsaufgabe. Es wird sehr das Gehör gefordert.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Vor allem haben mich seine Arbeitsbücher dazu gebracht, endlich in jeder Tonart zu spielen.

Letztendlich ist Improvisieren ja nicht "irgend etwas spielen", sondern "das spielen, was man gerade im Kopf hat". Wie gut oder schlecht das klappt, bemerkt man schnell, wenn man sein Solo mitsingt.


Gruß



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BeitragVerfasst: Fr Feb 27, 2009 10:47 
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Registriert: Fr Feb 13, 2009 10:19
Beiträge: 8
cool das buch schau und hört sich sehr viel versprechend ich werds mir sicherlich besorgen...
das buch von ignatzek ist jetzt niucht so toll es wird aber viel theorie erklärt am anfang allerdings ein wenig unverständlich für mich, mittlererweile kom ich aber eh mit
ich werd einfach beide durcharbeiten
mit beherrschen der skalen meinte ich ich weiß wie das system ist und ich kann sie rauf und runter spielen aber das wars
solos singen mach ich oft und gerne und da treff ich immer super töne und es passt zu dem lied was ich gerade hör und genau das ist der grund waru ich das lernen möchte ic hmöchte einfach dazu jammen einfach was in meinem kopf ist und in meinem mund auch mit einem instrument zur geltung bringen :D
ich hab nur ein problem nämlich dass ich viel zu wenig jazz künstler kenne....kannst du mir ein paar nennen so in richtung...tipp bei youtube: inner city blues carl allen , ein oder ein stück was ich schon spielen kann, black orpheus...?
danke vielmals du hilfst mir sehr viel!



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