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 Betreff des Beitrags: Suche Buch - Harmonielehre
BeitragVerfasst: So Jul 19, 2009 20:57 
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Registriert: So Jul 19, 2009 20:39
Beiträge: 27
Hallo Leute,

ich habe mich die letzten Monate ganz gut in Harmonielehre eingelesen.
Also Tonleitern, Drei- und Vierklänge, Stufenmehrklänge, TSD und so sind kapiert.

Jetzt möchte ich mit Songwriting anfangen. Dabei habe ich das Problem, daß ich schon viele Bauklötzchen kenne, sie aber nicht zu einem Haus zusammenbauen kann.

Die Bücher, die ich gelesen habe, erklären leider nur das WIE, aber nur sehr spärlich das WARUM und WOZU.

Beispiel: Ich habe eine Strophe komponiert und will einen dramatischen, krachenden Übergang zum Chorus aufbauen.

Oder wann und warum ersetze ich einen Dur durch einen Mollakkord. Und so weiter.

Gibt es da Literatur, die genau das erklärt. Oder ist es besser, selbst Songs zu analysieren und diese Antworten herauszuarbeiten?

Vielen Dank schonmal für Antworten.

Falli



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BeitragVerfasst: So Jul 19, 2009 22:20 
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Registriert: Mi Mai 27, 2009 2:01
Beiträge: 867
Wohnort: jetzt wieder Graz, Österreich
Ich würde mal sagen ... eher Finger weg von Büchern.

Also so fern Du nicht klassische Musik komponieren möchtest oder Jazz.

Grundsätzlich analysiert man durch hören. Also jene Lieder die einem gefallen - man hört und sieht sich an, wie die es gemacht haben. Wenn Du zB an Vokalharmonien interessiert bist, gibt es niemand besseren als die Four Freshmen und die Beach Boys (nur als Bespiel für Harmonien)... es gibt auch gute Beispiele für andere Genres...

Ansonsten ist es so wie bei vielen anderen Dingen - man hat es teilweise im Blut und vertraut seinen Instinkten... der sagt meistens, wann man etwas einsetzen muss.

Neben den oben genannten Gruppen solltest Du Dich auch mit Gershwin befassen und in dessen Werke hereinhören und eventuell auch Notenmaterial besorgen. Da kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus, was die alles gemacht haben...

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BeitragVerfasst: Do Jul 23, 2009 13:18 
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Registriert: So Jul 19, 2009 20:39
Beiträge: 27
Ok, erstmal danke für die Antwort.

Die Namen, die du genannt hast, sagen mir erstmal nichts, aber ich werd mal nachforschen.

Grüße,

Falli



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BeitragVerfasst: Sa Jul 25, 2009 10:34 
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Registriert: Do Mär 15, 2007 22:16
Beiträge: 1317
Wohnort: München
Hallo und willkommen in Forum!

Um welche Musikrichtung geht es bei Dir denn? Ich würde mir auch mal ein paar Songs anhören und diese analysieren. Meine erste "Komposition" bestand aus der Variation eines bekannten Songs, den ich mochte. Dann bewegte ich mich immer weiter weg von den Vorlagen, und irgendwann waren es eigene Songs, ganz ohne fremde Vorlage.

Ich denke, Du hast nun die Bauklötze beisammen, aber es fehlt noch am intuitiven Verständnis der Auswirkung, wenn Du bestimmte Mittel einsetzt, richtig? Daher rate ich Dir, die Songs der "Großen" insbesondere auf die einzelnen Bauklötze hin abzuscannen und festzustellen, was die im jeweiligen Kontext für eine Wirkung entfalten.

Viele Grüße
Jo

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BeitragVerfasst: Mi Jul 29, 2009 18:12 
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Registriert: So Jul 19, 2009 20:39
Beiträge: 27
Hallo und danke.

Ok, der Tip geht auch Richtung Praxis und Songanalyse. Werde da mal aktiv werden.

Ich möchte gerne Rockmusik machen. Mein aktuelles Zwischenziel ist, mal einen aufwendig arrangierten Bombastrocksong ala Bon Jovi zu machen. Jazz und Konsorten find ich noch zu langweilig. Ich denke, da braucht man ein paar Jahre um dorthin zu kommen.

Grüße,

Falli



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BeitragVerfasst: Mi Jul 29, 2009 20:16 
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Registriert: Mi Mai 27, 2009 2:01
Beiträge: 867
Wohnort: jetzt wieder Graz, Österreich
Hey Jo.. :)

das war bei mir auch so. Das erste Lied war auf ein Riff eines unbekannten Songs aufgebaut. Das zweite war eine Bearbeitung eines traditionells... dann hatte ich nur mehr eigene :P

@falloforti
Sowas wie Bon Jovi ist nun nicht wirklich so schwer zu machen, ich dachte Du willst etwas in Richtung Jazz oder Klassik machen, nach dem ersten Posting zumindest :oops:

Bei solchen Liedern kommts ja doch eher auf die Melodie an

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BeitragVerfasst: Do Jul 30, 2009 12:46 
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Registriert: So Jul 19, 2009 20:39
Beiträge: 27
Hiho,

jo, anspruchsvoll ist Bon Jovi nicht. Aber ich will erstmal mit einfachen harmonischen Bausteinen einen geilen Song zustande bringen. Und wichtig: Dabei wissen, was ich tue.

Ich habe jede Menge Inspirationen, die leider immer nach dem ersten Schritt steckenbleiben, weil ich nicht weiß, wie man weiterarbeitet.

Da fällt mir ein: Kann man sowas (Songanalyse, Songwriting) nicht in Gruppenkursen lernen? Das ist doch sicher viel motivierender.

Grüße,

Falli



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BeitragVerfasst: Do Jul 30, 2009 13:30 
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Registriert: Mi Mai 27, 2009 2:01
Beiträge: 867
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Ein Freund von mir musste während seines Studiums einmal einen Songwriting-Workshop machen. Dort wurde lange und breit theoretisch rumerzählt wie man Songs schreibt. Ein Vortragender (der scheinbar selber noch nie einen Song geschrieben hat) erzählte großartig von Bausteinen und Subroutinen :cry: und fing an mit einem "Jeder Song beginnt mit einen Schlagzeugbeat. Wenn man den hat, kommt der Bass hinzu. Auf diesen Groove aufbauend folgt die Gitarre..." und wollte erklären wie man das macht.

Da sag ich auf Neudeutsch: Bullshit.

Kein Künstler schreibt so ein Lied. Das wäre ja so als würdest Du einen Maler erklären: "Wenn Du einen Menschen zeichnest, fang zuerst mit den Schuhen an, damit er einen guten Stand hat... dann..."...

Das wichtigste am Songschreiben ist, dass man mit der Zeit eine kleine Stimme und ein Gefühl hat, die einem einfach sagt was man tun soll. In jedem Genre. Bis man dort hinkommt heißt es halt: Gucken was andere machen und hören was sie tun... das baut sich langsam auf.

Oder.. wenn Du schwimmen lernen willst. Liest Du da vorher Bücher, über die verschiedenen Schwimmtechniken und wann Du Arme und Beine in welcher Richtung bewegen willst, oder haust Dich einfach ins kalte Wasser und lernst die Schwimmstile nach der Zeit?

Deshalb mein Tipp: Mal klein anfangen. Spielst Du eigentlich ein Instrument (weil Harmonien usw lernt man ja dort...)

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BeitragVerfasst: Do Aug 13, 2009 17:22 
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Registriert: So Jul 19, 2009 20:39
Beiträge: 27
Hiho,

Neuigkeiten: Habe mir mal "Bed of Roses" genauer angesehen. Ihr habt Recht, die Kadenzen dort sind sehr einfach.

Nur die sus4 Akkorde dort sind mir aufgefallen.

Ist es richtig, daß man diese immer mal einfügt, um etwas Varianz zu erzeugen, anstatt einen diatonischen Akkord lange hinzuziehen?

Grüße,

Falli



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BeitragVerfasst: So Aug 16, 2009 18:28 
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Registriert: Mi Mai 27, 2009 2:01
Beiträge: 867
Wohnort: jetzt wieder Graz, Österreich
Jep! Man variiert einfach mal. Normalerweise läuft es ja so ab, dass Musiker ihre Titel wirklich nach Gefühl schreiben und danach der Gitarrist mal herkommt: "He, der Akkord is fad, ich spiel den mal anders"... dass er wirklich aktiv einen "sus" Akkord spielt weiß er meistens gar nicht 8)

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BeitragVerfasst: Mo Aug 23, 2010 14:51 
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Registriert: Mo Aug 23, 2010 14:23
Beiträge: 15
Wohnort: Burgthann bei Nürnberg
'Die neue Harmonielehre' und den zweiten Band von Frank Haunschild. Der beginnt echt bei den Grundlagen und zieht's dann durch bis Harmonisch/Melodisch-Moll und Melodisch-Dur und Pentatonik-Systemen...



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