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 Betreff des Beitrags: Aufnahmen zu leise
BeitragVerfasst: Mi Okt 07, 2009 18:24 
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Registriert: So Mai 31, 2009 16:12
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Hi zusammen,

mal wieder ne dumme Frage zwischendurch.
Ich nehme meine Songs mit Logic auf und pegele am Ende das Stereo-Outputsignal (das schon mit einem wav-burner kompressor komprimiert ist) brav knapp unter die OdB Grenze.
Allerdings sind dann rausgerenderten mp3s oder wavs (egal ob normalisiert oder nicht) im Vergleich zu anderen Produktionen sehr leise.
Was mach ich falsch?

Hörproben hier z.B.
http://www.myspace.com/berndoettinger

Danke für Euer Feedback.

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BeitragVerfasst: Fr Okt 09, 2009 10:36 
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Laut und Leise ist immer Relativ genau wie auch ein DB wert.

Bei Mastering wird immer auch die "Lautheit" optimiert bzw. hoch gefahren.

In der Praxis sieht das dann so aus;

Mix schön braf auf 0db exportieren möglichst 96khz und 32bit
Dann ich Wavelab und dort normale Matering schritte durchführen
also DC offset entfernen, Multiband-Comb diverse EQ`s usw.

Dann wird in der Regel das Dittering gemacht.
Dabei wir dann auch die Lautheit hoch gefahren mit zb. http://www.waves.com/content.aspx?id=1911
oder mit http://www.waves.com/content.aspx?id=1913

Ich hoffe nu ist dir das n bissel klarer aber immer dran denken das mit der Lautheit nicht übertreiben .....

Besser noch mal das hier zum Thema „Loudness War“ lesen.... http://www.musicianslife.de/2009/09/23/ ... ischmeyer/

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Gruß Dennis
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BeitragVerfasst: So Okt 11, 2009 0:36 
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Registriert: Mi Jul 22, 2009 21:58
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Die Lautstärke wird in dB gemessen und ist schon absolut. 0 dB ist definiert und man kann die Signalstärke messen. Die Klarheit, Transparenz, Präsenz, etc. der einzelnen Instrumente ist relativ. Der eine hört was, der andere nicht.

Der Peak-Wert ist eigentlich uninteressant für die Lautheit. Die Lautheit ist der RMS-Wert, der Durschnittswert des Signals. Um die Lautheit zu erhöhen, benutzt man Dynamics. Compressor ist da Standardwerkzeug, und zwar nicht erst im Mastering, sondern vom Anfang an überall wo es Sinn macht. Deswegen immer mit 24bit aufnehmen. Damit man zum Schluss noch halbwegs Qualität rausbekommt und kein digitales Rauschen.

Die weiteren Dynamics-Effekte wie Transienten-Designer kann man zusätzlich benutzen um die gewünschte Wirkung zu erhöhen.

Mit EQ wird die Lautstärke des Mixes nicht erhöht, sondern eher gemindert. (Die Frequenzen werden meisten herausgefiltert, selten gepusht, denn nach oben ist ne Grenze und die solte schon vorher möglichst ausgeschöpft sein. Dann wird der Gesamt-Pegel natürlich wieder angehoben). Mit EQ werden vielmehr die Instrumente im "Frequenz-Raum" verteilt, genauso wie mit Panning nur andere Dimension, damit sie sich nicht überlagern. Vor dem EQing ist es nützlich das Material in höhere Sampling-Frequenz zu haben bzw. es vorher umzuwandeln. Aber bei moderatem EQ ist es meistens nicht nötig.



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BeitragVerfasst: Di Okt 20, 2009 10:14 
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Beiträge: 330
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MusoMind hat geschrieben:
Die Lautstärke wird in dB gemessen und ist schon absolut. 0 dB ist definiert und man kann die Signalstärke messen. Die Klarheit, Transparenz, Präsenz, etc. der einzelnen Instrumente ist relativ. Der eine hört was, der andere nicht.

Der Peak-Wert ist eigentlich uninteressant für die Lautheit. Die Lautheit ist der RMS-Wert, der Durschnittswert des Signals. Um die Lautheit zu erhöhen, benutzt man Dynamics. Compressor ist da Standardwerkzeug, und zwar nicht erst im Mastering, sondern vom Anfang an überall wo es Sinn macht. Deswegen immer mit 24bit aufnehmen. Damit man zum Schluss noch halbwegs Qualität rausbekommt und kein digitales Rauschen.

Die weiteren Dynamics-Effekte wie Transienten-Designer kann man zusätzlich benutzen um die gewünschte Wirkung zu erhöhen.

Mit EQ wird die Lautstärke des Mixes nicht erhöht, sondern eher gemindert. (Die Frequenzen werden meisten herausgefiltert, selten gepusht, denn nach oben ist ne Grenze und die solte schon vorher möglichst ausgeschöpft sein. Dann wird der Gesamt-Pegel natürlich wieder angehoben). Mit EQ werden vielmehr die Instrumente im "Frequenz-Raum" verteilt, genauso wie mit Panning nur andere Dimension, damit sie sich nicht überlagern. Vor dem EQing ist es nützlich das Material in höhere Sampling-Frequenz zu haben bzw. es vorher umzuwandeln. Aber bei moderatem EQ ist es meistens nicht nötig.


Ähm ja recht Informativer Beitrag der aber dem Fragesteller wahrscheinlich nicht wirklich weiter geholfen hat. Und wer hat eig. von EQ`s und Transienten Bearbeitung gesprochen?

Ausserdem wenn wir hier schon im allgemeinen Klugscheißer-Modus sind;
Was ist bitte an dB allein absolut? Das muss dann schon etwas genauer definiert werden z.B. dBu, dBV, dBA usw. sorry das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen ;-)

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Gruß Dennis
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BeitragVerfasst: Di Okt 20, 2009 11:22 
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Registriert: So Mai 31, 2009 16:12
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Wohnort: München
Danke. Hat alles schon geholfen, aber manchmal hilft auch suchen und lesen. Der folgende Artikel war dann doch sehr hilfreich, weil's eben auch konkret um Logic und die dort verfügbaren Tools ging.
http://www.soundonsound.com/sos/Apr03/articles/logicnotes0403.asp

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BeitragVerfasst: Mi Okt 21, 2009 9:00 
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Registriert: Mi Jul 23, 2008 10:16
Beiträge: 330
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Fabfabian hat geschrieben:
Danke. Hat alles schon geholfen, aber manchmal hilft auch suchen und lesen. Der folgende Artikel war dann doch sehr hilfreich, weil's eben auch konkret um Logic und die dort verfügbaren Tools ging.
http://www.soundonsound.com/sos/Apr03/articles/logicnotes0403.asp


Das ist doch super, dann wünschen wir dir viel Spaß und Erfolg mit deinen neuen Fähigkeiten.

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Gruß Dennis
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BeitragVerfasst: Fr Sep 03, 2010 21:33 
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Beiträge: 14
TheAntrackx hat geschrieben:
Laut und Leise ist immer Relativ genau wie auch ein DB wert.


TheAntrackx hat geschrieben:
Ausserdem wenn wir hier schon im allgemeinen Klugscheißer-Modus sind;
Was ist bitte an dB allein absolut? Das muss dann schon etwas genauer definiert werden z.B. dBu, dBV, dBA usw. sorry das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen ;-)



Auf das obere Problem bezogen ist die erste Aussage schlicht falsch, sorry. Es ist auch keine der oberen Abkürzungung dBu, dBV oder dBA. Das müsstest du als Dipl.-Audiotechniker eigentlich alles wissen.



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BeitragVerfasst: Mo Sep 06, 2010 12:53 
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Registriert: Do Apr 29, 2010 11:45
Beiträge: 184
Ui ein alter Thread.

Also ich sehe auch keine Absolutheit bei der Angabe dB. Diese angabe ist für mich ein Relativwert der nur eine konkrete Aussage im Zusammenhang mit einem Bezugswert, wie oben schon beschrieben, ausmacht. Im Falle eines digitalen Systems wäre also zB eine konkrete Aussage zu treffen wenn man von einem Pegel von rechnerinternen 0dBFS ausgeht, während das Ausgabegerät bei internen 0dB (!) auf einen Bezugswert von zB +4dBu kalibieriert ist.
Messungen vom Ortnungsamt sind ja schließlich auch mit Bewertungskurven und werden gerne dB(A)/(B)/(C) gewichtet genannt. Wobei hier einfach nur bestimmte Frequenzbereiche mehr oder weniger stark in die Messungen über einen Zeitraum mit einfließen. Gemessen wir aber gerne mal zB ein Schallpegel in dBspl, usw.

Daher ist die Aussage meiner Anschicht nach völlig richtig, das 0dB ohne jeglichen Zusammenhang auch erstmal gar nichts aussagt.

Zum Kompressor und der erhöhten Lautheit würde habe ich ebefalls eine völlig andere Meinung. Denn ein Kompressor im klassischen Sinne macht was? Genau, er Arbeitet mit der Dynamik aber erst nach der Attackzeit. Diese ist im Falle eines normalen Kompressors (so wie es früher vor dem Zeitalter der Digitaltechnik war) aber NIE unendlich kurz, sondern hat immer eine Dauer die eigentlich immer mindestens den ersten Transient durchlässt bevor der zeitlich nachfolgende Teil des Signals im Pegel gesenkt wird (im Falle des überschrittenen Thresholds bla bla...sollte jeder wissen).
Dh hier wird sogar der TRansient herausgehoben. Hebt man jetzt den Pegel im Aufholverstärker wieder an, so wird der Transient natürlich mit angehoben. Dem sollte man sich klar sein.
Was das ganze wirklich "lauter" machte war die wiederrum nachfolgende Verschleifung/Plattbügelng oder wie es die Welt sonst gerne nennt, der Transienten zB früher durch in die Sättigung gefahrene analoge Pulte die erste Transienten abfingen und dann erst recht durch die sog. Bandsättigung wenn man das Signal aufs Band fuhr. Im digitalen System ist das nicht mehr der Fall hier muss man diese Sachen gezielt angehen zB mit Brickwalllimitern, Sättigungstools die ähnliche Bandmaschienenvorgänge simulieren usw. Erreicht man hier den max. Wert von 0dBFS (ja ichweiß mit Fließkomma oder 48bit Festkomma etc. kann man auch hier nicht übersteuern, aber spätestens beim Wandler ist dann schluss), wird nicht sachte Verschliffen wie das früher stufenweise im analogen Bereich war sondern es endet in einem Rechteck was mit seiner Obertonstruktur ind iesem Fall zu den klanglich eher unangenehmeren Zeitgenossen führt.
Nur mal so zum Thema Kompressor.



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