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 Betreff des Beitrags: Beruf Tontechniker
BeitragVerfasst: Mi Nov 25, 2009 14:58 
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Registriert: Mi Nov 25, 2009 14:55
Beiträge: 3
Hallo zusammen,
ich bin zurzeit in der 10. Klasse Gymnasium und will als Beruf in die Richtung Tontechnik (ist mein absoluter Traumberuf). Ich suche jetzt auch schon seit ca. 1 1/2 Jahren nach dem passenden Ausbildungsweg, habe ihn aber bisher irgendwie noch nicht gefunden. Es gibt ja entweder die Möglichkeit auf eine staatliche Uni zu gehen(Dipl.-Tonmeister), aber die ist ja sehr musikorientiert (spiele zwar Klavier, aber nicht so gut das ich diese Zulassungsprüfungen jemals bestehen werde!!) und ich will eher in die technische Richtung. Dann gibt es noch die SAE, aber bei der lernt man ja eher die Studiotechnik, ich will aber eigentlich in die Livebranche (habe auch schon mehrere Praktikas bei Veranstaltungstechnikfirmen gemacht und war auch beim Bayern3-Dorffest dabei [!war sau gei!^^]). Jetzt wollte ich fragen, ob mir irgendjemand einen Tip geben kann was es noch so für Möglichkeiten gibt.

Vielen Dank!



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BeitragVerfasst: Mi Nov 25, 2009 17:10 
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Registriert: Mi Jul 23, 2008 10:16
Beiträge: 330
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naja ich habe zwar auch sowas gemacht aber SAE ist Geldverschwendung.

Wieso strebst du keine Ausbildung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik an? das ist doch genau das was du willst du wenn du dich nicht ganz doof anstellst kannst du da auch schnell deine Erfahrungen als FOH-Mann machen !

Und wenn du die Ausbildung in der Tasche hast kannst du ja der Veranstaltungsmeister machen. So als Perspektive für die Zukunft. . .

_________________
Gruß Dennis
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BeitragVerfasst: Mi Nov 25, 2009 18:11 
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Registriert: Mi Nov 25, 2009 14:55
Beiträge: 3
Hallo TheAntrackx,
vielen Dank für deine schnelle Antwort!
Ich hab auch schon mal überlegt erst die Ausbildung zum VTT zu machen.
Kann man dann danach einfach die Fortbildung zum Veranstaltungsmeister machen, oder?(braucht man dazu Abitur?)



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BeitragVerfasst: Mi Nov 25, 2009 19:00 
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Registriert: Sa Aug 08, 2009 15:29
Beiträge: 36
wieso ist SAE geldverschwendung? oder meinst du in sachen live-mixing?

Gruß dB_G.



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BeitragVerfasst: Mi Nov 25, 2009 22:26 
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Registriert: Mi Nov 25, 2009 21:32
Beiträge: 6
nennt mir mal ein paar fächer in denen man grundlegend gut sein muss (obwohl ich es glaube ich schon weiß)
bin auch in der 10 und mache mir auch gedanken wies weiter gehen soll...

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Musik ist nicht alles aber ohne Musik wäre alles nichts! (Dero/OOMPH!)



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BeitragVerfasst: Do Nov 26, 2009 15:49 
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Registriert: Fr Feb 02, 2007 18:20
Beiträge: 54
Wohnort: Weißenhorn
Also eigentlich reicht Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Als Meister hast du eh bloss mehr Verantwortung wenn was schief geht, und mehr zahlen tut eh keiner. Das ist halt so in der Branche.



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BeitragVerfasst: Do Nov 26, 2009 18:04 
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Registriert: Fr Dez 02, 2005 15:11
Beiträge: 1559
Wohnort: Ibbenbüren
Ich bin FKV in Ausbildung. Mathe sollte nicht das schlechteste sein. Physik sollte man auch nen bischen was begriffen haben und ein bischen Vorkenntnis sollte drin sein. Total unerfahren in der Branche sollte man nicht sein. Etwas erfahrung machts einem leichter in der Schule.

_________________
Selbstmord ist kein Auxweg.



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BeitragVerfasst: Fr Nov 27, 2009 16:42 
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Registriert: Mi Jul 23, 2008 10:16
Beiträge: 330
Wohnort: Oldenburg
dB_G hat geschrieben:
wieso ist SAE geldverschwendung? oder meinst du in sachen live-mixing?

Gruß dB_G.


Für Live sowieso aber ich denke wenn du die ganze kohle in hand nimmst die du den leuten da in den A. steckst und dir davon n mixer und n paar gute mics kaufst dann drei jahre lang aufnahmen machst kannst du das selbe nur das du dann am Ende das Equipment hast und nicht diesen nutzlosen wisch von der SAE.

Sorry aber meine Meinung, ich hab selber so was gemacht und muss sagen is ja ganz toll aber für die Kohle hätte ich mir auch ein kleines Studio einrichten können und mit dem Studio kann man Geld verdienen !

_________________
Gruß Dennis
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BeitragVerfasst: Sa Nov 28, 2009 12:23 
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Registriert: Do Mär 15, 2007 22:16
Beiträge: 1317
Wohnort: München
Erst mal eine Frage an den Threadersteller: Wenn TT Dein Traumjob ist, was für eine Vorstellung hast Du vom Tages- oder Wochenablauf in diesem Beruf? Weisst Du, dass man auch mit einem Diplom an der Wand hin und wieder mal im Dreck rumkriechen muss? Die manchmal ewigen Wartezeiten? Die mäßige Bezahlung, die sozial schädlichen Arbeitszeiten? Dass auch ausgebildete Tonmeister sich manchmal als Kabelträger verdingen müssen?

Aber hier jetzt mal mein Senf dazu: Wichtige Schulfächer für einen angehenden bzw. zukünftigen Tontechniker: Mathe und Physik (is' klar), Englisch (die meisten Manuals sind auf Englisch, und die Hälfte Deiner Klientel spricht kein Deutsch, falls Du irgendwann mal Erfolg haben solltest).

Wenn man nicht nur R'n'R-Veranstaltungen fährt, sondern auch mal was anderes macht, finde ich folgende Sachen hilfreich (ist aber nur meine eigene Meinung - da kann sich jeder gerne sein eigenes Bild machen): Deutsch und Geschichte, evtl. noch Politik und/oder Sozialkunde, wenn man im Theaterbereich unterwegs ist oder wie ich in den letzten drei Tagen Lesungen beschallt (Erfahrungsbericht folgt).

Ausserdem gibt es da noch mehr, was man eher nicht in der Schule mitbekommt, sondern eher im Elternhaus aufschnappt:

- angenehme Umgangsformen und halbwegs gepflegtes Äusseres: TT gibts wie Sand am Meer, viele davon sind auch ganz gut. Den Job bekommt darum meistens der, der sich nicht wie ein Ar... aufführt. Dasselbe gilt für die äussere Erscheinung. Der versiffte R'n'R-Roadie ist auf dem absteigenden Ast, die besseren Veranstaltungen werden von gepflegten Menschen durchgezogen. Man sollte ein Gespür dafür haben, wo nach dem Aufbau die Arbeitskleidung im Koffer verschwindet und der eigentliche Job im anzug durchgezogen wird. Oder einfach mal den Auftraggeber nach der Kleiderordnung fragen.

- Professionalität: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Genauigkeit. Pünktlichkeit versteht sich von selbst, wenn für 18:00 Soundcheck angesetzt ist, und ich komme erst um 19:00 Uhr, kann ich auch gleich wieder gehen. Ausserdem ist Pünktlichkeit ein Zeichen von Respekt und guten Manieren dem anderen gegenüber, und damit sind wir wieder bei den Umgangsformen. Zuverlässigkeit: Mache ich eine Zusage, muss ich diese auch einhalten. Ist Gerät X am Datum Y in Gebrauch, muss ich die notwendige Reparatur bis dahin veranlasst haben. Oder für adäquaten Ersatz sorgen. Meine Auftraggeber verlassen sich da auf mich. Ehrlichkeit: Fehler macht jeder mal. Man muss den Ar... in der Hose haben, um dazu zu stehen. Ist man clever, lernt man aus diesen Fehlern. Fast alles, was ich weiss, habe ich aus Fehlern gelernt, oft genug aus meinen eigenen. Das geht mir bis heute so. Jemand sagte mal, Erfahrung ist die Summe all unserer Fehler. Denkt den Satz einfach mal zu Ende, wenn sich jemand als erfahrener Spezialist vorstellt. Wir alle haben früher eine mebge Sch... gebaut und daraus gelernt.

- Ausserdem sollte man flexibel, belastbar (auch an mehreren Tagen hintereinander) sein, offen und manchmal spontan, genau und präzise in seiner Kommunikation den Auftraggebern gegenüber, uvm. Dann klappt's vielleicht auch mit dem Job.

- zu guter Letzt: Nüchternheit beim Job. Wenn schwere Kisten geschleppt und Lasten meterhoch gehievt werden, ist absolut klarer Kopf angesagt. Ich persönlich würde noch nicht mal einen Stagehand mit einer Bierfahne ein zweites Mal anstellen, aber da bin ich vielleicht eigen. Für den Techie am Pult ist totale Nüchternheit sowieso Pflicht, da mit dem ersten Tropfen Alkohol das analytische Gehör für die nächsten Stunden weg ist. Zuhause macht gerne, was was Ihr wollt, aber am Pult steht Ihr nüchtern!

My three-and-a-half cents.

Viele Grüße
Jo

_________________
Mix4Munich
Johannes Komarek
PA-Rental: http://www.mix4munich.de
Workshops: http://www.mix4munich.de/portal.htm
Musik: http://www.thedominopoets.com/heimspiel.html



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BeitragVerfasst: Sa Nov 28, 2009 14:11 
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Registriert: Mi Nov 25, 2009 14:55
Beiträge: 3
Hi Mix4Munich,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Über die Arbeitszeiten/-verhältnisse bin ich mir im Klaren, aber weißt du noch eine andere Möglichkeit diesen Beruf zu studieren/erlernen als die, die ich oben schon genannt habe?

_________________
Ich habe nichts gegen Hip-Hop, höre aber einfach lieber Musik!



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BeitragVerfasst: Di Dez 15, 2009 12:39 
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Registriert: Sa Aug 08, 2009 15:29
Beiträge: 36
TheAntrackx hat geschrieben:
dB_G hat geschrieben:
wieso ist SAE geldverschwendung? oder meinst du in sachen live-mixing?

Gruß dB_G.


Für Live sowieso aber ich denke wenn du die ganze kohle in hand nimmst die du den leuten da in den A. steckst und dir davon n mixer und n paar gute mics kaufst dann drei jahre lang aufnahmen machst kannst du das selbe nur das du dann am Ende das Equipment hast und nicht diesen nutzlosen wisch von der SAE.

Sorry aber meine Meinung, ich hab selber so was gemacht und muss sagen is ja ganz toll aber für die Kohle hätte ich mir auch ein kleines Studio einrichten können und mit dem Studio kann man Geld verdienen !


..die schlechten meinungen über sae findet man ja überall. hm. ich war im nov auf dem tag der offenen tür in münchen und hab's mir angesehen, da ich ernsthaft am überlegen bin, trotz meines alters (38 ) nochmal was neues anzufangen. die erfahrungen live und beim recorden habe ich, ich würd's mir auch auch ohne sae zutrauen ein studio zu betreiben.

aber: die sae ist inzwischen breitgefächert, dh. in den ersten drei monaten macht man eigentlich alles was angeboten wird: Film, radio, mutimedia, homepage. und dieses paket finde ich eigentlich sehr clever, da man hinterher in der lage ist, ein komplettpaket anzubieten. man hat also audio, film und multimedia in einem haus, und bekommt eigentlich viel mehr als nur audio mit.

der andere große vorteil den ich sehe. man bekommt wirklich basics und routinen vermittelt, die in studios gefordert werden (Protools, SSL, studio routing, akustik, Filmvertonung...) und evtl auch connections in die branche über die dozenten oder über die "SAE-commmunity" - wird zumindest gesagt.

die geräte und die studios sind echt ok, nur sehr wenig outboard bei der SSL konsole, was ich schade finde. ich denke analoges outboard schult einfach besser, da man weniger anzeigen hat keine presets hat und sich auf seine ohren verlassen muss.

recht viel neues in sachen audio würde ich dort wohl nicht erfahren, aber das ganze nochmal strukturiert mit system aufarbeiten ist mit sicherheit kein schaden.

tja, und kann man wirklich mit einem reinen tonstudio heute noch geld verdienen?

warst du auf der sae oder was hast du gemacht?

gruß dB_G



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