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Die Diskussion was besser ist, ein Röhrenamp oder ein Modelingamp ist so alt wie die Marktreife der letztgenannten.
Eine defintive Aussage lässt sich nicht geben da beide ihre Vor- und Nachteile, ihre daseinsberechtigung haben beide aber auf alle Fälle.
Mit einer - zugegebenermaßen persönlich eingefärbten - pro und kontraliste soll entscheidungssuchenden Gitarristen hier eine kleine Hilfe gegeben und die Möglichkeit für konkrete Fragen im entsprechenden Forum gestellt werden.
Röhrenamp:
Pro:
- warmer druckvoller Sound
- grundsätzlich sehr durchsetzungsfähig
- nur das original klingt wie das original
- verleiht eine persönliche Note im Spiel
Kontra:
- schwer
- teuer
- umständlich (vorwärmen, abkühlen lassen etc.)
- Folgekosten da die Röhren in gewissen Abständen ausgetauscht werden müssen
- Empfindlich
Modelingamp:
Pro:
- unheimlich vielseitig
- onboard Effekte
- inzwischen nahe dran an den originalen
- leichtgewichtig
- kostengünstig
- einfach zu bedienen
Kontra:
- klingt eben nur fast wie das Original
- gemessen an dem was man bekommt zahlt man für viel das man nicht braucht
- hinkt meistens in Punkto Durchsetzungsfähigkeit hinterher. (dieser Punkt verliert sich bei Mikrofonabnahme)
- Wirklich Sinnvoll sind solche Amps eigentlich nur in Bands die viele - zum Teil grundverschiedene - Gitarrensounds benötigen.
Als Fazit steht fest, dass Modelingamps für Anfänger die sich noch nicht festlegen möchten oder können sicherlich ein guter Wegbegleiter sind.
Wer sich jedoch auf ein gewisses Spektrum bereits festgelegt hat fährt mit einem guten Röhrenamp gut und vielfach auch besser. Die meisten Amps kann man kostengünstig und einfach "tunen" bzw. den eigenen Bedürfnissen anpassen. Bei einer vielzahl der Röhrenamps ist dies noch nichteinmal mehr nötig, Beispiel Mesa Boogie Rectifire, der die Möglichkeit hat zwischen Class A und B hin und her zu schalten, oder der Peavey Triple xXx der einen Damping Wahlschalter direkt vom Hersteller mit auf den Weg bekommen hat.
Hinweis zu diesem Thema:
Das Phänomen dass Röhrenamps als "warm" und Transistoren bzw. Modelingamps als "kühl" empfunden werden liegt an den Tonbildenden Elementen. Durch ein Oszilloskop betrachtet bilden Röhrenamps eine runde Kurve während Transistoren diese Kurve treppenförmig aufbauen. Diesen Unterschied empfindet das menschliche Ohr als warm bzw. kalt.
Weiteres zu diesem Thema findet ihr unter dem/den Kapitel/n: E-Gitarre: Welcher Amp? E-Gitarre: Combo vs. Halfstack
_________________ Selbstmord ist kein AUX Weg!!
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