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 Betreff des Beitrags: Vergleichstest Instrumentenkabel
BeitragVerfasst: Mi Jan 16, 2008 1:52 
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Aloha, Forum!

Ich habe mir letztes Wochenende mal was Gutes tun wollen und mir ein echt nobles Kabel gegönnt - 9m Klotz "FunkMaster" für rund 27,- oder 28,- Öcken. Das ist das Signature-Kabel von T.M. Stevens. Mein bislang teuerstes Gitarren- bzw. Basskabel. Heute musste es dran glauben und sich einem gnadenlosen Vergleichstest zu meinen bisherigen Kabeln unterziehen.


Die Kombattanten:
------------------------------

- 9m Klotz "FunkMaster" (ca. 27,- EUR)
- 6m Klotz, günstigere Serie ohne Namen, ich nenne es mal das "Standardkabel" (ca. 13,- EUR)
- 3m Hausmarken-Kabel, Grabbeltischware (ca. 2,- EUR)


Das Testequipment:
--------------------------------

- mein kleiner Warwick Blue Cab 20 Combo (der große steht im Proberaum)

- ein Bass namens "Bass Collection" von einer Firma namens Marina - ein billiger Viersaiter aus der Mitte der 80er; passive PJ-Bestückung, Regler für Vol, Balance, zweimal passive Höhenblende - eine billige Kopie der damaligen Nobelbässe wie Spector u.ä. Mit denen hat er aber nur ansatzweise die Optik gemein. Durch den dünnen Hals lässt er sich aber nicht schlecht bespielen. Der Klang ist mittig, etwas dünn und im Vergleich zu den anderen beiden Bässen etwas "pappig" - einfach weniger Substanz im Sound

- mein Hauptbass, der Harley Benton HBB 5000, ein aktiver Fünfsaiter vom großen T. Meiner Meinung war dieser Kauf nach ein echter Glücksgriff. Die billigen Werkssaiten habe ich durch Elixiers ersetzt und die Mechaniken gegen welche von Warwick ausgetauscht. Was soll ich sagen? Er klingt sehr gut für den Preis von EUR 325,-. Leider wird er nicht mehr gebaut. An diesem Instrument kann man sehen, wie sich innerhalb von 20 Jahren die Instrumentenbaukunst im Günstigsektor entwickelt hat. Der Marina ist im Prinzip etwas teurer gewesen (im Kaufkraftvergleich sogar deutlich teurer). Aber er kann dem HBB 5000 nicht im mindesten das Wasser reichen, in keiner Disziplin. Der HBB 5000 ist mit Reglern für Vol, Balance und einer aktiven Zweibandklangregelung ausgestattet. Der Sound hat ein wenig von allem und lässt sich mit den Fingern gut formen, die Klangregelung nutze ich so gut wie nie. Ich spiele und spielte mit diesem guten Stück schon Jazz, Prog und Hardrock - no problem, geht einwandfrei damit.

- ein edler Siebensaiter von HK, einer Marke des HeKe-Vertriebes; die Leutchen bieten auf ebay günstige Gitarren und sehr viel edlere Bässe an. Ich hatte das Glück, diesen Bass an Ostern 2007 für einen günstigen Preis zu "schiessen" - ich habe ihn gestimmt wie eine siebensaitige Gitarre H E A D G H E ("echte" Bassisten hätten die beiden hohen Saiten jeweils einen halbton höher gestimmt, damit sie überall einen Quart-Intervall haben - als langjähriger Gitarrist bin ich aber etwas anders gestrickt). Der Bass hat Regler für Vol und Balance sowie einen aktiven Dreiband-EQ, der m.E. einen viel zu grossen Regelbereich hat. Soll heissen, man kann sich den Sound echt ruinieren. Ein MM StingRay beispielsweise hat eine dezentere Klangregelung, mit der man den Sound nicht kaputt machen kann. Daher benutze ich den EQ eigentlich auch nie und mache alles mit den Fingern. Der Sound in Mittelstellung aller Regler ist echt edel - mächtig, pfundig, von allem was dran.


So, und nun zum Vergleichstest der Kabel. Ich habe jeden Bass eine Weile gespielt und dabei immer mehrmals die Kabel ausgetauscht, um etwaige Unterschiede so direkt wie möglich mitzubekommen. Um es vorwegzunehmen, ich habe zwar Unterschiede erwartet, aber niemals in dieser Größenordnung! Ich war echt überrascht, wie unterschiedlich ein Instrument mit verschiedenen Kabeln klingen kann.

Zuerst das Standardkabel: Das klingt im Vergleich zum Funkmaster eindeutig mittig! Am Bass (und zwar besonders deutlich bei den beiden aktiven) beschneidet es hörbar das Frequenzspektrum im Bassbereich und auch ein wenig in den Höhen. Es klingt aber subjektiv lauter als die anderen beiden. Für Gitarre werde ich es nochmal checken, aber an den Bass kommt mir dieses Kabel nicht mehr.

Dazu im Vergleich das Grabbeltischkabel: Prinzipiell ähnlich, aber noch etwas leiser (geringfügig) und noch weniger durchsichtig im Sound. Auch dieser Unterschied ist an den Aktivbässen deutlicher wahrzunehmen als an dem billigen passiven Bass von Marina.

Zuletzt die Beschreibung des Klotz Funkmaster. Breitwandsound von den aktiven Bässen, deutlich durchsichtiger und in den Details feiner gezeichnet. Dafür klingt es subjektiv etwas leiser als das Standardkabel. Hört sich an, als hätte man das Instrument durch ein deutlich edleres aus derselben Serie ersetzt, also quasi vom Einsteigermodell in die Mittelklasse gewechselt. Auch die tiefe H-Saite (beim HBB 5000 ein klein wenig unterrepräsentiert) gewinnt drastisch an Deutlichkeit.

Ich habe eine Menge Akkorde in höheren Lagen ausprobiert, und beim HBB 5000 gibt es eine Stelle, wo es mit dem Standardkabel ansatzweise wummerig und undeutlich wird - kein Thema mit dem FunkMaster, alles klingt glockenrein und aufgeräumt. Ich bin zwar nicht so sehr der Slap-Held, aber ich habe es mal ausprobiert, und mit dem Funkmaster springen einen die Slaps und Pops viel eher an als mit den anderen beiden Kabeln. Es klingt (nicht von der Spielfertigkeit, aber von der Tonentfaltung), als ob ich eine Woche lang slappen geübt hätte.

Der HK bietet ohnehin einen noch detailreicheren Sound als die anderen beiden, aber mit dem FunkMaster klingt alles deutlicher aufgelöst, man kann die Bestandteile eines Akkordes besser getrennt wahrnehmen, mit den anderen beiden Kabeln dagegen "verklebt" ein Akkord in sich, man kann die Bestandteile weniger deutlich heraushören.
[EDIT] Der Effekt ist hier allerdings schwächer ausgeprägt als beim Harley Benton. [EDIT Ende]

[Nochmal EDIT] Noch ein paar Worte zur Mechanik und Haptik der Kabel - das Wühltisch-Kabel hat angschweisste billige Klingenstecker und fühlt sich mit seiner glatten Oberfläche insgesamt nach Plastik an. Die beiden "Klötzer" fühlen sich da eher schon nach Gummi an, was ich besser finde. Das Standardkabel ist dabei kaum dicker als das billige. Deutlich anders fühlt sich das FunkMaster an - etwas dicker, trotzdem noch flexibler, nicht so "sperrig" oder widerspenstig wie manche anderen Kabel, denen man schon bei der ersten Berührung ansieht, dass sie sich mal verdrehen werden. Das war früher so das Cordial-Standard-Vorurteil im Vergleich zu Klotz. Gut auch die STecker am FunkMaster: Einer gerade, einer abgewinkelt - für jeden etwas dabei. [EDIT Ende]

Wenn ich Zeit und Musse habe, werde ich den Test mal in ähnlicher Form mit der Gitarre durchführen. Da ich auf mittige Gitarrensounds stehe, kann sich das Bild da möglicherweise komplett umkehren. Wir werden sehen.

Die "famous last words" - was will ich mit diesem Testbericht zum Ausdruck bringen? Nun, es gibt beim Sound von Instrumentenkabeln deutliche Unterschiede, man kann den Klang eines Instrumentes durch die passende Kabelwahl massiv beeinflussen. Statt also einen neuen Bass oder einen neuen Amp für Hunderte von EUR anzuschaffen, hört Euch mal ein teures Kabel an. Ihr dürftet überrascht sein.

Die "famous allerletzten Worte": Natürlich ist dieses Ergebnis oder der Test insgesamt angreifbar - kein Messequipment, kein Doppelblindtest (wie auch, alleine?), keine weiteren Hörer. Ich sehe die Relevanz dieses Ergebnisses auch nicht als massgebend für andere an - anderes Instrument, andere Klangideale spielen da eine wichtige Rolle. Bei einer Sache bleibe ich jedoch: Probiert's aus, Ihr werdet überrascht sein! Ich selbst jedenfalls hätte im Leben nicht SO dermassen drastische Unterschiede erwartet.

Viele Grüße
Jo

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Zuletzt geändert von mix4munich am Mi Jan 16, 2008 11:17, insgesamt 1-mal geändert.


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BeitragVerfasst: Mi Jan 16, 2008 10:36 
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Cool, danke für den Tip. Mich würde natürlich interessieren wie sich das Kabel auf den Gitarrensound auswirkt. Ich meine von Klotz kann man ja schon einiges in puncto Quali erwarten, wenn dann noch der Sound stimmt, dann weiss ich was ich mir für das Studio kaufe :D

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also ich hab au klotz un bin zufrieden .................. aber ich find monster cable voll toll solltet ihr au mal testen, is halt teuer

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Olli hat Recht, Monstercable sind geil :D
Danke für den schönen Vergleich Mix4Munich 8)

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UND...............es sieht noch cool 8) aus

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Bei aktiven Bässen und Gitarren spielt das Kabel (klanglich) eine eher untergeordnete Rolle. Hier würde ich mehr Wert auf die mechanischen Eigenschaften (und besonders die der Stecker !!!) legen.

Bei mir haben sich (über viele Jahre !) Neutrik-Stecker und Klotz-Leitungen (in verschiedensten Farben :wink: ) über viele Jahre bewährt.

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BeitragVerfasst: Mo Jun 29, 2009 1:48 
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Zwei von meinen drei Testinstrumenten waren aktiv. Auch mein jetziger Hauptbass, der aktive Ibanez BTB 675, klingt über das Klotz T.M. Stevens Signature Kabel GANZ ANDERS als über das (ebenfalls gute, aber am Bass viel mittiger klingende) Klotz La Grange. Das wiederum mag ich sehr an meine Gitarren.

Viele Grüße
Jo

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BeitragVerfasst: Mo Jun 29, 2009 10:59 
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mix4munich hat geschrieben:
Auch mein jetziger Hauptbass, der aktive Ibanez BTB 675, klingt über das Klotz T.M. Stevens Signature Kabel GANZ ANDERS als über das (ebenfalls gute, aber am Bass viel mittiger klingende) Klotz La Grange.

Wenn du es sagst, muß es ja stimmen (und du kannst es meßtechnisch auch verifizieren ??). :P

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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2009 0:01 
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Da kannst Du im Normalfall von ausgehen, dass das stimmt, was ich sage. Auch wenn ich nicht das messtechnische Equipment besitze, um es zu dokumentieren.

Das wichtigste in diesem Posting sind meine "famous allerletzten Worte" - dass es Unterschiede gibt, und die sollte jeder mal antesten, bervor er ein teures neues Instrument kauft. Soll heissen: Bei einem Kabel reichen 20 oder 30 EUR Unterschied aus, um einen hörbar anderen (und subjektiv besseren) Sound zu erzielen. Bei einem Instrument gibt man dafür Hunderte von EUR aus.

Viele Grüße
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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2009 11:35 
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mix4munich hat geschrieben:
Auch wenn ich nicht das messtechnische Equipment besitze, um es zu dokumentieren.

Schade.

mix4munich hat geschrieben:
Bei einem Kabel reichen 20 oder 30 EUR Unterschied aus, um einen hörbar anderen (und subjektiv besseren) Sound zu erzielen.

Mag sein, daß es richtig miese Kabel gibt ... aber ab einer gewissen Preisklasse sollten die (hörbaren) Unterschiede eher Placeboeffekte sein. Es gab auch mal Blindtests WAV gegen MP3 (in der "ct"), wo die Tefferquote dann um 50 % lag ... daher meine Skepsis. :wink:

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BeitragVerfasst: Fr Jul 03, 2009 23:08 
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@Jo

schöne geschrieben, ja ja die KAbel ... habe ich auch schon die unglaublichsten Sachen erlebt. Klotz hat noch NIE schlechte KAbel gemacht, aber klar ist nach oben die Skala mit Monster gesetzt.

Ich habe zum Test die Bass und Acoustic Kabel von Monster gefahren .. auch sehr fein.

gruß frank ein Verfechter von Qualität .. was aber leider nicht alle einsehen .. die ganzen Billigkäufe mit TUnerei tun mir im Herz weh wenn ich die sehe .. auch ein no-name chinese (Harley Benton) mag spielbar sein kann aber mein Musikerherz nur begrenzt erwärmen :-)

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BeitragVerfasst: Sa Jul 04, 2009 3:45 
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Ja, der alte Harley Benton .. war so als Testkauf gedacht, ich wusste damals noch nicht, ob ich tatsächlich beim Bass bleibe. Danach kam noch ein Siebensaiter, aber seit ich meinen Ibanez BTB habe, sind die anderen alle verkauft worden. Ich denke, um DIESEN Bass zu toppen, muss ich eine ganze Menge Geld anlegen. Und es stimmt: Lieber einmal richtig Geld für richtiges Equipment ausgegeben, aber jahrelang damit glücklich sein, ist allemal billiger als das ständige kaufen von Billigteilen, testen, pimpen, verkaufen. Okay, man lernt auch was dadurch und gewinnt Erfahrung. Aber geile rist es, gleich mit was Gescheitem anzufangen.

Wenn mir das Geld mal wieder so richtig locker sitzt, kaufe ich mir einen handgemachten Edelbass - JazzBass-Korpus, 5 Saiten, spezielle Bundierung wie bei Dingwall (siehe http://www.musik-schmidt.de/Dingwall-Su ... White.html). Der Munich Repair Shop will sowas im Kundenauftrag bauen. Ich habe mit ihnen vereinbart, dass sie mich anrufen, wenn er fertig ist.

Viele Grüße
Jo

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BeitragVerfasst: Sa Aug 01, 2009 19:08 
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mix4munich hat geschrieben:
Da kannst Du im Normalfall von ausgehen, dass das stimmt, was ich sage. Auch wenn ich nicht das messtechnische Equipment besitze, um es zu dokumentieren.

Ich hab mal einige Gitarrenkabel meßtechnisch unter die Lupe genommen.

Ergebnis: Die größten Unterschiede gab es bei der Kapazität zwischen Innenleiter und Schirm.
Ein recht gutes Kabel hab ich bei Sommercable (Spirit) gefunden, welches unter 80 pF auf einen Meter hat (habs mir bestellt und nachgemessen). Die Isolierung ist sehr gut, der Widerstand (wie auch bei vielen preiswerteren Leitungen) sehr gering und alles ist miteinander verflochten/verseilt (d.h. langlebig). Zwischen innerer Isolierung und Schirm ist eine leitende Carbonfolie (bessere Bedeckung/Abschirmung). Ich werde das Kabel mal auf mehreren Jobs testen.

Meine alten Klotzkabel (für Gitarre) haben ohmsch gesehen ähnliche Werte - die Kapazität ist geringfügig höher (ca. 120 pF je Meter). Der Schirm ist einfacher ausgelegt (nicht miteinander verflochten) - und obwohl ich die Leitungen schon mehrere Jahre verwende, hatte ich bisher dennoch keine Probleme damit.
Ein anderes "Klotz Instrument Cable" mit angespritzten Steckern hat etwa 130 pF je Meter - wie der Schirm aussieht weiß ich nicht (wollte es nicht zerschneiden :) ).

Ein sogenanntes "unsymmetrisches" Kabel von Klotz hat etwa 160 pF je Meter bei ansonsten ähnlichen Werten (d.h. Isolation und Leitungswiderstand).

Das schlimmste von mir gemessene Kabel war ein billiges Gitarrenkabel (immerhin mit verflochtenem Schirm und Textil für höhere mechanische Belastung - allerdings keine 100 % Bedeckung) mit einer Kapazität von fast 300 pF je Meter (!) und die Isolierung zwischen Innenleiter und Schirm lag im meßbarem Bereich (nur einige zig MOhm trotz keinerlei Beschädigungen) - den Hersteller konnte ich nicht ausfindig machen. :wink:

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Sodale und jetzt die Frage des Laien, der die Wichtigkeit guter Kabel nicht unterschätzt:

Wie gehe ich im Geschäft vor ?
D.h. Normalerweise gehe ich ins Geschäft, suche mir ein Kabel nach folgenden Gesichtspunkten:
1. Was für Stecker sind drauf (mein Favorit = Neutrik)
2. Wie lange muss das Kabel sein ?
3. Was kostet das Teil (zu Billig = Finger weg) ?

Da ich das mit dem wirklich riesigem Qualitätsunterschied zwischen guten und mittelmäßigem Kabel kenne, frage ich mich jetzt, wie (außer am Preis) kann ich das am ausgestellten Kabel erkennen ?

Steht da was am Kabel (Verpackung) betreffend Widerstand oder pF (WTF is "pF" ?) ?
Auf was muss ich achten ? (spezielle jetzt auch bei Patch Kabel für die anlageninterne Verkabelung) ?

Bin dankbar für alle Tipps !

lg Chrisu

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... jazz music isn´t dead, it smells just funny ... (f.zappa)



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BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 12:49 
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Chrisu hat geschrieben:
Sodale und jetzt die Frage des Laien, der die Wichtigkeit guter Kabel nicht unterschätzt:

Wie gehe ich im Geschäft vor ?
D.h. Normalerweise gehe ich ins Geschäft, suche mir ein Kabel nach folgenden Gesichtspunkten:
1. Was für Stecker sind drauf (mein Favorit = Neutrik)
2. Wie lange muss das Kabel sein ?
3. Was kostet das Teil (zu Billig = Finger weg) ?


Meine "Rule of Thumb" ist es, in der soliden Mittelklasse einzukaufen - Kabel von Klotz, Cordial oder Sommer, Stecker von Neutrik. Wenn die mechanische Belastung nicht zu groß ist, dann auch gerne die Klotz-Günstigserie "Rean"-Stecker.


Chrisu hat geschrieben:
Da ich das mit dem wirklich riesigem Qualitätsunterschied zwischen guten und mittelmäßigem Kabel kenne, frage ich mich jetzt, wie (außer am Preis) kann ich das am ausgestellten Kabel erkennen ?

Steht da was am Kabel (Verpackung) betreffend Widerstand oder pF (WTF is "pF" ?) ?
Auf was muss ich achten ? (spezielle jetzt auch bei Patch Kabel für die anlageninterne Verkabelung) ?

Bin dankbar für alle Tipps !

lg Chrisu


Wie gesagt, in der soliden Mittelklasse und bei Markenware ist man vor bösen Überraschungen weitestgehend sicher.

pF steht übrigens für pico-Farad.

pico heisst soviel wie "10 hoch minus 12" bzw. "eins geteilt durch 10 hoch zwölf" oder einfach 0,000000000001. In Dreierschritten zählt man milli (10 hoch -3), mikro (10 hoch -6), nano (10 hoch -9), piko (10 hoch -12).

Und Farad ist die Maßeinheit für die Kapazität eines Kabels. Eine super Erklärung liefert Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kapazit%C3 ... trotechnik) - es geht um das Speichern von elektrischer Ladung im Kabel.

Bei Patchkabeln hast Du zwei Vorteile:
- geringe mechanische Belastung
- kurze Kabel, d.h. die Kapazität fällt hier nicht so stark ins Gewicht

Ich nehme Klotz- und Cordial-Kabel zum Verkabeln meiner Racks, sehr interessant ist aber auch selbst konfektionierbares Kabel, mir fällt nur gerade der Hersteller nicht ein.

Viele Grüße
Jo

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