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Welche Finger für Akkorde nehmen?

 
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Roboter



Anmeldungsdatum: 03.11.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Di Nov 07, 2006 14:02    Titel: Welche Finger für Akkorde nehmen?

Halllo!

Mal ne kurze Frage..
Welche Finger sollte man benutzen wenn man mit der linken Hand einen Dreiklang / Vierklang spielen will? (z. B. C-Dur) ??

Ich hab's spontan mit dem Ring-, Mittel- und Zeigefinger gegriffen.. Oder gibts damit später bei "komplizierteren" Griffen Probleme?

Dankö! Wink

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MichaelKausB



Anmeldungsdatum: 03.11.2006
Beiträge: 10
Wohnort: Schwarmstedt

BeitragVerfasst am: Di Nov 07, 2006 18:56    Titel: Prinzipiell kannst Du die Finger nehmen, die Du willst

Hallo,
prinzipiell ist das für die einfachen Akkorde vollkommen egal. Es kann sogar sein, dass Du je nach Situation eine andere Fingerkombination nimmst. Entscheidend ist, dass Du gut klar kommst.

Grundsätzlich habe ich mir für Grundakkorde angewöhnt: Daumen, Mittelfinger, kleiner Finger (Fingersatz 1-3-5).

Wenn Du eine Weile spielst, merkst Du, dass Du z.B beim Wechsel von C nach F ganz schön arbeiten musst: Du musst die linke Hand anheben und schnell den kompletten F-Akkord treffen. Da heißt es üben.

Du kannst aber auch einen Trick anwenden, die sog. "enharmonische Verwechselung" des C-Akkords. Der ist nämlich nicht nur C-E-G, sondern du kannst auch so greifen, dass Du nicht das untere C nimmst, sondern das C eine Oktave weiter oben, also E-G-C'. Probier das mal aus. Die Hand greift zwei Tasten weiter rechts, der Daumen ist einen Abstand weiter rechts als beim Grundakkord.

Und nun schau mal auf deine Finger:
C = E-G-C'
F = F-A-C'

Siehst Du was? Du kannst den Daumen auf dem oberen C' liegen lassen und die beiden unteren Finger (kleiner Finger und Mittelfinger der linken Hand) leicht in der Position wechseln. Und schon ist es ganz leicht, die beiden Akkorde nacheinander zu spielen. Es kommt keine Hektik auf.

Nun hast Du auch die Antwort auf Deine ursprüngliche Frage: das geht nämlich am besten, wenn Du den Fingersatz 1-3-5 nimmst: also Daumen, Mittelfinger, kleiner Finger.

Es gibt verschiedene Bücher zum Thema Akkorde, da ist dann auch immer der Fingersatz drin. Das ist immer eine gute Empfehlung, aber es gibt auch Musiker, die das nicht "sklavisch" mitmachen. Am besten, Du probierst es aus.
_________________
Gruß aus der Heide von
Michael

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tomB



Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Fr Jan 26, 2007 0:25    Titel:

Also ich lerne eher nach Fingersatz.
Die wichtigsten Akkorde habe mal hier zusammen kopiert.
http://lauffeuer.net/images/stories/akkordtabelle.doc

Gruss tomB

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MichaelKausB



Anmeldungsdatum: 03.11.2006
Beiträge: 10
Wohnort: Schwarmstedt

BeitragVerfasst am: Fr Jan 26, 2007 2:30    Titel: Hast völlig recht

Hallo Tom,
das musst Du für Dich entscheiden.

Ich hab am Anfang (vor 6 Jahren) auch erst mal alles so gespielt, wie es im Lehrbuch stand. Erst nach einiger zeit hab ich gemerkt, dass man mit den Varianten teilweise besser klar kommt.

Lieder, die ich schon sehr lange spiele, spiele ich meistens noch etwas umständlicher (siehe meine erste Antwort und das Beispiel!), während ich bei neu erlernten Liedern von Anfang an ausprobiere, welcher Fingersatz sich aus den besten Akkordvarianten ergeben. Ich schrieb es ja schon: Du kannst die Akkorde alle nach Lehrbuch greifen, musst dann aber auch mehr rackern (und vertippst Dich schneller).
_________________
Gruß aus der Heide von
Michael

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gyuri



Anmeldungsdatum: 14.09.2006
Beiträge: 310

BeitragVerfasst am: Sa Jan 27, 2007 19:43    Titel: Re: Prinzipiell kannst Du die Finger nehmen, die Du willst

MichaelKausB hat Folgendes geschrieben:
Du kannst aber auch einen Trick anwenden, die sog. "enharmonische Verwechselung" des C-Akkords. Der ist nämlich nicht nur C-E-G, sondern du kannst auch so greifen, dass Du nicht das untere C nimmst, sondern das C eine Oktave weiter oben, also E-G-C'.

sorry daß ich mich kurz einmische. was du hier beschreibst, ist nicht die enharmonische verwechslung, sondern die sogenannte umkehrung, und ist kein trick, sondern gehört zu den basics.

tatsächlich kann jemand, der akkorde nur in der grundstellung (grundton-terz-quint, also zb. c-e-g) greifen kann, eigentlich nicht wirklich keyboard spielen. erstens klingen grundständige akkorde auf dauer fad, zweitens ist die stimmführung dann total im eimer.

man sollte mit beiden händen alle umkehrungen eines akkords draufhaben, wobei man sie mit der linken hand eher selten voll greift (nur wenn man zb. jemanden hat, der die basslinie dazuspielt). im normalfall verteilt man den akkord auf beide hände oder spielt ihn mit der rechten hand. und man wählt am besten immer eine umkehrung, die es erlaubt, möglichst viele töne liegenzulassen und die anderen möglichst wenig zu bewegen (also von C-dur auf F-dur zb. c-e-g -> c-f-a oder e-g-c -> f-a-c oder g-c-e -> a-c-f, natürlich auch abhängig von der gewünschten oberstimme).

die enharmonische verwechslung ist ganz was anderes, nämlich die tatsache, daß man töne auf zwei arten interpretieren kann: die schwarze taste zwischen f und g ist je nach kontext f# (zb. in D-dur) oder gb (zb. in eb-moll).

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MichaelKausB



Anmeldungsdatum: 03.11.2006
Beiträge: 10
Wohnort: Schwarmstedt

BeitragVerfasst am: Mo Jan 29, 2007 16:37    Titel: Re: Prinzipiell kannst Du die Finger nehmen, die Du willst

gyuri hat Folgendes geschrieben:
sorry daß ich mich kurz einmische. was du hier beschreibst, ist nicht die enharmonische verwechslung, sondern die sogenannte umkehrung, und ist kein trick, sondern gehört zu den basics.
...
die enharmonische verwechslung ist ganz was anderes, nämlich die tatsache, daß man töne auf zwei arten interpretieren kann: die schwarze taste zwischen f und g ist je nach kontext f# (zb. in D-dur) oder gb (zb. in eb-moll).

Ja, du hast recht, ich habe das verwechselt. Danke für die Richtigstellung.
_________________
Gruß aus der Heide von
Michael

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Olli_TOYS



Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 87
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: Di Apr 03, 2007 11:58    Titel:

Will auch noch kurz meine Duftnote zum Thema "Akkorde greifen" dalassen Cool

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll sein kann Akkorde auf jede nur denkbare Art und Weise zu greifen und das zu üben... Da steckt bestimmt auch eine tolle Theorie dahinter - denn wenn man sich für einen Akkord erst mal eine Griffweise antrainiert hat ist es schwer umfangreiche Akkord- oder Tonartwechseln zu meistern... Irgendwann möchte man ja vielleicht über "I come from Alabama" hinauskommen Wink

°°Regards
_________________
"Multiple exclamation marks are a sure sign for a diseased mind!" ,
Terry Pratchett, Eric°°

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Daze



Anmeldungsdatum: 04.07.2006
Beiträge: 22
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: So Apr 15, 2007 16:24    Titel:

also wie man den akkord greift kommt doch immer auf den akkord davor und dahinter an... es geht immer darum möglichst wenig die handbewegen zu müssen... ist manchmal am anfang umständlich, aber am ende kann man alles sauberer spielen... lustig wirds dann bei akkorden mit dezime, da hab ich dann mit meiner nicht allzu riesigen hand nicht mehr so die wahl...

lehrbücher zeigen einem natürlich den bequemsten fingersatz, aber in im zusammenhang mit einem zweiten akkord ist vllt ein anderer Fingersatz viel bequemer

Umkehrungen sollte man aber auch nicht frei irgendwie benutzen, da der ton der oben ist ja auch am meisten heraussticht und dann im zusammenhang mit der melodie in der rechten hand, auch noch eine akkordmelodie in der Linken enstehen kann/soll...
sonst bleibt man halt bei i come from alabama mit melodie und begleitakkorden ;-D
_________________
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Pietro



Anmeldungsdatum: 16.04.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mi Apr 18, 2007 13:02    Titel:

Hallo,

es ist schon vieles gesagt worden, deshalb nur zwei Hinweise zur Ergänzung:

1. Der Fingersatz hat schon besondere Bedeutung, es sei denn , man spielt nur Dur-Akkorde, weil man sonst Schwierigkeiten bekommt, schwierigere Akkorde( G4sus7 usw.) in eine schnelle Umsetzung zu bringen.

2. Probiere einmal den Chord-Finder - http://keychord.com/ -- der hilft den richtigen Fingersatz auszuwählen.

Pietro

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