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buzzdee
Anmeldungsdatum: 03.03.2007 Beiträge: 69 Wohnort: Zeuthen
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Verfasst am: Sa März 03, 2007 20:53 Titel: Wie höre ich den Grundton |
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Hallo
Ich spiele schon seit einigen Jahren Klavier und ich habe ein Problem...
Ich wüde gerne mal mein könne unter Beweis stellen, indem ich ein Klavierstück aus irgendeinem Lied, von dem es keine Noten gibt nach spiele. Doch das Probelm hier bei ist, dass ich nicht die Akkorde raushören kann.
Mein Kumpel meinte ich solle auf die Grundtöne dieser Akkorde hören sie nach spielen und den Akkord drauf packen, doch wie mach ich das???
Wie höre ich den Grundton, woher soll ich wissen, dass es der richtige ist??
lg buzzdee |
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gyuri
Anmeldungsdatum: 14.09.2006 Beiträge: 304
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Verfasst am: So März 04, 2007 2:27 Titel: |
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du hörst einfach auf den ton, den der bass spielt. in gut 95% aller fälle ist das der grundton.
wenn du den ton dazuspielst, merkst du schon, ob er der grundton ist oder nicht. im zweifelsfall probier die quint darunter auch aus. einer von beiden wird er schon sein... |
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buzzdee
Anmeldungsdatum: 03.03.2007 Beiträge: 69 Wohnort: Zeuthen
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Verfasst am: So März 04, 2007 14:38 Titel: |
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hmm...
ok
ich werde es mal versuchen, danke für die Antwort! |
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Daze
Anmeldungsdatum: 04.07.2006 Beiträge: 22 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Sa März 24, 2007 16:10 Titel: |
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die tonart ist lässt sich ja durch die Benutzen Töne rausfinden... Natürlich könnte es A Moll oder C Dur sein, nur dir fällt schnell mit welchem Akkord der erste Takt beginnt...
Ist es ein C-Dur dreiklang, ist der Grundton C...
Lässt sich ja immer schön als abschluss tief im Bass spielen  _________________ !!We eat iron and we shit the chain!! |
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StefanVIII
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 2 Wohnort: Rosenheim
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Verfasst am: So März 25, 2007 11:50 Titel: Wer die Theorie kennt, kann sie hören |
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Hi!
Ich bin der Ansicht, dass man - von einigen seltenen Naturtalenten abgesehen - nur dann gut hört, wenn man sich auch mit der Theorie beschäftigt. Ich teile z. B. nicht die Ansicht, dass der Basston zu 95 % der Grundton ist. Außerdem sagt der der Basston noch nix darüber aus, wie du die Mittelstimmen führen sollst.
Wenn du wirklich mehrstimmig hören möchtest, dann schlage ich vor, du beschäftigst dich etwas mit Harmonielehre. Da erfährst du etwas über funktionale Zusammenhänge zwischen Akkorden und Akkordverbindungen. Du wirst beim Hören gewisse Muster wieder erkennen und auch stimmführungstechnisch richtig nachspielen. Ich denke, dass du als Pianist da ein sehr gutes Startkapital hast.
Um sich autodidaktisch mit Harmonielehre zu beschäftigen, kann man sich verschiedener Literatur bedienen. Ich kenne da die Autoren: Dachs/Söhner, Thomas Krämer, Diether De la Motte. Jeder geht ein bisschen anders vor. Welcher besser ist, muss jeder "Student" für sich entscheiden. Damit ist die Musik ca. von 1600 bis 1900 abgedeckt. Modernere harmonische "Systeme" sind z. B. bei Axel Jungbluth ("Jazz-Harmonielehre") für den Anfang ganz gut beschrieben, oder bei Wolf Burbat (bei dem ist aber ein gewisses Grundlagenwissen in der klassischen Funktionslehre [Dachs-Söhner & Co.] empfehlenswert).
Wichtig ist nur, wenn du dich mit der Theorie befasst, dass du sie immer am Klavier nachspielst und ein bisschen experimentierst, um sie auch ins Ohr zu kriegen und hörbar zu machen, was die Theoretiker überhaupt meinen. Aber das dürfte für dich ja kein Problem sein.
Mein Vorschlag kostet Zeit. Ich weiß nicht, ob du die für deinen Zweck investieren willst. Aber abgesehen davon, dass die Kenntnis der Harmonielehre den musikalischen Horizont (und den der Ohren) extrem erweitert, bin ich der Ansicht, dass man beim musikalischen Hören von 0 auf 100 nicht über Nacht kommt.
Gruß
Stefan |
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buzzdee
Anmeldungsdatum: 03.03.2007 Beiträge: 69 Wohnort: Zeuthen
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Verfasst am: So März 25, 2007 12:05 Titel: |
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danke für die vielen antworten!
mit harmonielehre beschäftigt sich man ja auch schon immer indirket, schon wenn man "rummkilmpert" natürlich lese ich auch und das buch habe ich auch... doch leider ist es mir noch nicht ganz gelungen... aber mit den tipps denke ich kann ich das schon schaffen!
dankeeee
lg buzzdee |
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gyuri
Anmeldungsdatum: 14.09.2006 Beiträge: 304
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Verfasst am: So März 25, 2007 21:44 Titel: Re: Wer die Theorie kennt, kann sie hören |
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| StefanVIII hat Folgendes geschrieben: | | Ich teile z. B. nicht die Ansicht, dass der Basston zu 95 % der Grundton ist. |
aha. sondern?
| StefanVIII hat Folgendes geschrieben: | | Außerdem sagt der der Basston noch nix darüber aus, wie du die Mittelstimmen führen sollst. |
richtig, das war aber auch nicht die frage.
wenn man sich allerdings für mittelstimmen interessiert, wird man mit einer handelsüblichen harmonielehre auch nicht unbedingt sehr weit kommen, das ist nämlich kontrapunkt. |
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Daze
Anmeldungsdatum: 04.07.2006 Beiträge: 22 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: So März 25, 2007 21:53 Titel: |
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es stimmt schon dass der Basston der Grundton ist, da wenn man zb die Quinte ganz unten spielt es meistens nicht sehr schön klingt...
verallgemeinern bzw regeln aufstellen kann man in Harmonielehre sowieso nicht... _________________ !!We eat iron and we shit the chain!! |
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gyuri
Anmeldungsdatum: 14.09.2006 Beiträge: 304
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Verfasst am: Mo März 26, 2007 1:12 Titel: |
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in der musiktheorie gibt es ganz klare "regeln" dafür, wann welcher ton der basston ist. diese regeln kommen eben genau aus der beobachtung, daß der grundton im bass einen akkord stabil macht, die terz im bass in die subdominante strebt und die quint im bass einen akkord gewissermaßen instabil macht und daher als dissonanz zu behandeln ist (durchgang, wechselnote, vorhalt). auch die sept kann zb. im bass vorkommen, tut sie auch, aber eben wesentlich seltener und auch nur unter bestimmten umständen.
wie man es auch dreht und wendet: vielleicht stimmen die 95% nicht ganz genau, aber ihr könnt ja ruhig eine statistik aufstellen. |
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StefanVIII
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 2 Wohnort: Rosenheim
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Verfasst am: Mo März 26, 2007 22:24 Titel: |
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Sorry, ich wollte niemandem zu nahe treten, sondern nur darauf hinweisen, dass ein paar Aussagen nicht ganz richtig sind. Schaut euch einfach mal die ganzen alten Hasen an (Bach, Telemann & Co.): Da ist es eher umgekehrt: Kaum ein Grundtöne im Bass, wenn man das mal so überspitzt sagen darf. Vor mir liegt eine Kadenz, die von 14 Harmonien grad mal 4 Mal den Grundton im Bass hat, klingt aber stabil und angenehm. Ich will nur vor dem Irrtum bewahren, man müsse einfach nur auf den Basston ein paar Terzen schichten. Vermutlich würde man damit die meiste Zeit falsch liegen. Und selbstverständlich gibt es in der klassischen Harmonielehre Stimmführungsregeln. Ansonsten wäre sie schon wesentlich einfacher Was stimmt ist, dass diese teilweise ihren Ursprung im Kontrapunkt haben (der ja viel früher da war als Riemann).
Aber alles was ich eigentlich sagen wollte: Wer gut hören will, mus sich mit dem "Was" auch theoretisch befassen - das ist meine ganz persönliche Erfahrung und andere haben halt eine andere.
Also, nix für Ungut.
Gruß
Stefan |
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matbal
Anmeldungsdatum: 26.01.2007 Beiträge: 82
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Verfasst am: Di März 27, 2007 2:41 Titel: |
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Hi StefanVIII,
ich denke kaum, daß buzzdee (Threadsteller) vor hatte, Bach oder Telemann nach Gehör nachzuspielen. Es gibt ja wohl auch keine Stücke von Bach oder Telemann, die man nachspielen könnte, und von denen es noch keine Noten gibt
Welche Baßtöne wie häufig verwendet werden, hängt doch sehr vom Musikstil ab. Nimm einen Bossa Nova oder Samba, und du hast fast nur Grundton und Quinte im Baß.
Ich denke schon, daß in der Rock/Pop-Musik der Baßton am häufigsten der Grundton ist, gefolgt von Quinte, Terz und kleiner Septime.
Gruß |
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gyuri
Anmeldungsdatum: 14.09.2006 Beiträge: 304
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Verfasst am: Di März 27, 2007 9:25 Titel: |
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| StefanVIII hat Folgendes geschrieben: | | Schaut euch einfach mal die ganzen alten Hasen an (Bach, Telemann & Co.): Da ist es eher umgekehrt: Kaum ein Grundtöne im Bass, wenn man das mal so überspitzt sagen darf. Vor mir liegt eine Kadenz, die von 14 Harmonien grad mal 4 Mal den Grundton im Bass hat, klingt aber stabil und angenehm. |
das kannst du so nicht verallgemeinern. du hast vermutlich ein rezitativ aus einer generalbaßschule vor dir, wenn dieses verhältnis tatsächlich stimmt. rezitative sind ein eigenes kapitel, generalbaß sowieso, und übungsbeispiele sind eher ausnahmefälle. vermutlich sind etwa 7 der harmonien sextakkorde, davon zwei übermäßig, der rest verteilt sich wohl auf vorhaltquartsextakkord und irgendwelche durchgänge, wo zb. die septim im bass liegt. könnte das stimmen?
das ändert aber nicht wirklich viel an der tatsache, daß die gesamtheit der harmonisch gebundenen abendländischen musik zu etwa 95% vom grundton im bass getragen wird. abweichungen, wie in deinem beispiel, sind gewollt und beabsichtigt, und allein die bloße tatsache, daß man den bass anders führt, ist ein künstlerisches ausdrucksmittel, nicht musikalisch zwingend notwendig. |
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buzzdee
Anmeldungsdatum: 03.03.2007 Beiträge: 69 Wohnort: Zeuthen
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Verfasst am: Di März 27, 2007 21:19 Titel: |
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hi
erstmal wollt ich nur sagen, dass ich keine streit anfangen wollte!!!
danke nochmal für alle, die mir helfen wollen^^
und es geht wirklich bloß um lieder aus der rock pop szene, die ich einfachmla so spielen möchte, wo vielleicht noch einer mit singt...
ich habe mal ein bisschen geübt und rum probiert und habe raus gefunden, dass der Grundton der ton ist, den man zu 95%iger wahrscheinlich der ist den man mit summt (und ich meine das so voll automatisch) das habe ich mit meiner 8 jährigen schwester ausprobiert und die hat logischer weise keine ahnung von grundtönen!
und wenn man nun auf klavier nur mal mit einer hand spielt ist ja der grundton auch nicht immer im bass! da kommt es einfach ur auf die umkehrung an...
auf gitarre würde das prinzip fast wieder aufgehen, da die akkord strucktur ehr gleichbleibend ist (barré)....
danke und
lg buzzdee |
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gyuri
Anmeldungsdatum: 14.09.2006 Beiträge: 304
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Verfasst am: Mi März 28, 2007 0:20 Titel: |
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| buzzdee hat Folgendes geschrieben: | | erstmal wollt ich nur sagen, dass ich keine streit anfangen wollte!!! |
das ist keine streit, sondern eine sachliche diskussion.
| buzzdee hat Folgendes geschrieben: | | und habe raus gefunden, dass der Grundton der ton ist, den man zu 95%iger wahrscheinlich der ist den man mit summt (und ich meine das so voll automatisch) |
meine rede.
auf den rest geh ich lieber nicht ein  |
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steffi
Anmeldungsdatum: 05.04.2007 Beiträge: 57 Wohnort: Bedburg
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Verfasst am: Sa Apr 07, 2007 11:08 Titel: |
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Möchte mich auch mal kurz einklinken.
Zu Stefan VIII möchte ich noch ergänzen, das er vom Grunde her recht hat, ich sehe nämlich auch ein gutes theoretisches Wissen und eben auch ein sehr gutes Gehör als Grundlage.
Könnte hier für die Theorie noch die Allgemeine Musiklehre von Grabner empfehlen.
Als Praxistipp für buzzdee:
1. Falls dieses noch nicht geschehen ist, solltest du dein Gehör für Intervalle schulen.
2. Sehr hilfreich ist es auch, wenn man schon durchs Hören Dur und Moll unterscheiden kann Ich hoffe dieser Tipp war jetzt nicht zu banal...
3. Septimakkorde zu hören wär auch nichts dummes, man erkennt sie schön an ihrer leitenden Wirkung. Weiter geht es dann mit verminderten und übermäßigen Akkorden.
4. Wenn du dich dann bei einem Musikstück auf die Leitstimme und den Bass konzentrierst, diese beiden Töne erhören kannst, dann kannst du dir auch meistens den vollen Akkord daraus zusammenbasteln. _________________ Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen es in sich selbst zu finden. |
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